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15.06.2010 15:38:38
Sara Schmid < http://www.zdd.dk >
WM Fußballweltmeisterschaft soll ablenken von Kriegen Enteignung und Überfall auf den Iran! Setzen Sie ihre Fähigkeiten, geistigen Kräfte und Visionen, gegen den Endlosweltkrieg der NWO Rothschild & Rockefeller seit 1815 / USrael FED IWF NATO UNO WHO EU ihrer Marionetten der zionistischen Fremdherrschaft Bnai-Brith BRD GmbH ein, löschen diesen Beitrag nicht, dann haben Sie viel für den Weltfrieden getan.
w w w .radioislam. o r g
w w w .infokrieg. t v
w w w .politikglobal. n e t
w w w . z d d . d k

Die Manager und Spekulanten haben im Auftrag der Rothschild Bilderberger gehandelt und nicht eigenmächtig, wie das BRDesinformation Fernsehen behauptet, den Weltzionismus deckt, und verschweigt, daß der Euro nur dazu eingeführt wurde um dem Deutschen Volk sein gesamtes Vermögen stehlen zu können und dann auch noch zu behaupten, die Bestohlenen hätten für alle Zeit Schulden bei den Dieben der Jahwe Anbeter.
w w w . z d d . d k


08.05.2010 15:52:11
Ulla Trulla < http://www.ulla-trulla.de >
mal ein paar nette grüße zwischendurch
ulla


27.04.2010 15:44:49
NoName
Ziemlich gute seite...!


31.03.2010 11:48:02
doris < http://www.sex-partner-suche.com >
Ich finde den Aufbau der Seite sehr gut. Macht weiter so.



28.01.2010 08:32:57
Stephan
Schade das die Seite nicht so aktuell ist.
Ständig fahre ich an dem bunten Balkon
vorbei, und wollte nun mal schauen ob es
sich lohnt, den Clown für ein
Kindergeburtstag zu buchen. Aber wenn ich
lese, das man ein Video für 15DM<--- kaufen
kann, dann wirkt das nicht gut auf mich.
Schade.


22.10.2009 13:11:35
Michel Radestock
Hallo Pauli Clown
Ich war vor Jahren,bei dir Mitglied,meine Mitgliedsnummer lautete 99558700...würde gern wieder mitmachen.

Liebe Grüße aus Flensburg
Michel Radestock
Alter Husumer Weg 283
24941 Flensburg


19.08.2009 16:54:38
nadine
Hallo hanna ich hoffe es geht dir gut uns geht es gut bin zurzeit bei meinem freund bekomme grad ein neues badezimmer sind schon drei wochen das die in meinem bade zimmer sind naja meld dich kiss nadine und der rest


06.08.2009 16:05:41
na ich ;-)
ich hab die show jetzt im august zum 1. mal gesehen und fand sie super... mein sohn redet auch noch heut davon \;\-\) und dass soll schon was heissen.
sehr schade ist nur, dass die HP nicht aktuell ist... preise stehen noch in DM und überhaupt wurde hier leider nicht so viel gemacht.
vielleicht wird dies ja mal als anlass genommen um die seite zu überarbeiten und auf den neuesten stand zu bringen... vielleicht mal mit neuen fotos...
lg von mir \;\-\))


16.06.2009 09:16:27
YINGundYANG Kerstin
http://www.123gb.de/gb.php?user=mutige


13.06.2009 14:36:32
compaq01
http://www.123gb.de/gb.php?user=mutige



05.05.2009 19:35:56
a
<a href="http://speedtest.schnell-schreiben.de" style="display: block; width: 300px; height: 120px; background: url('http://speedtest.schnell-schreiben.de/img/badge1.png') no-repeat; padding-top: 50px; padding-left: 60px; color: #009933; font-weight: bold; text-decoration: none; font-family: Times New Roman, Arial, serif; font-size: 40px;">983 Wörter</a><p><a href="http://speedtest.schnell-schreiben.de">Speedtest</a></p>


15.04.2009 08:04:21
kinderagentur luismann < >
Hast es wieder geschafft pauli,vielen dank
dein sohn ist ja der knaller unter unseren setcards,bis die tage,gruß luisana


23.03.2009 10:18:52
anonym
was ist denn das für ein gästebuch...??? :S

bin ich jetzt bei wikipedia gelandet...
komische seite und nich auf neuestem stand



05.03.2009 21:44:00
michael
hey nachdem ich umgezogen bin ,rufe ich dich mal über deine handynummer an,aber ich habe zur zeit noch 4 wochen zu tun in nordafrika,ich hoffe es klappt ,das du nächstes jahr uns für 2 wochen zur verfügung stehst,gruß michael


05.03.2009 21:39:17
luis kinderagentur
Vielen dank für dein Auftritt am 2.3.09,
wir waren begeistert,du kannst ja mal einen link zu uns schicken,den wir dann bei uns mit einbringen,viele grüße


25.02.2009 15:55:05
doris < http://www.sexe-gratuit-films.net >
Ich finde den Aufbau der Seite sehr gut. Macht weiter so.



15.02.2009 13:12:17
Sel
Warum sind die Leute so unglaublich blöde?


19.01.2009 18:10:25
ujli
ideooooooooooo


12.01.2009 22:08:28
mugu < lome >
i deooooooooooooooo


25.12.2008 23:20:27
Hanna Mehlert
hey Nadine . M wenn du das lesen tust meld dich mal email.adresse ist oben sonst geb mein name ein bei suchmaschiene findest mich dann LG


23.12.2008 23:54:58
Sahra Schmidt
Hallo Pauli,
Du bist auf der Weihnachtsfeier vom Kleingartenverein Klein und Fein aufgetretten.
Beim Geschenke werfen,hatte meine Tochter nix abbekommen.Aber du hattest noch ersatz und meine kleine hat es von dir bekommen noch mal recht schönen Dank.....ist ja nicht selbstverstädlich.Wünsche dir Frohe Weihnachtenund mach weiter so Gruß
Sahra Schmidt


17.12.2008 19:17:02
das wunerbar rauschende meer
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Meer
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Die Artikel Meer und Weltmeer überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zu vereinigen. Bitte äußere dich in der Diskussion über diese Überschneidungen, bevor du diesen Baustein entfernst. Cholo Aleman 21:39, 25. Apr. 2008 (CEST)


WeltkarteUnter Meer versteht man im Hochdeutschen die miteinander verbundenen Gewässer der Erde, die die Kontinente umgeben, im Gegensatz zu den auf Landflächen liegenden Binnengewässern.

Im Niederdeutschen (und ebenso im Niederländischen) sind demgegenüber die Wortbedeutungen von „Meer“ und „See“ vertauscht: die an Norddeutschland angrenzenden Meere heißen Nordsee und Ostsee (die See); im Landesinneren liegen dagegen z. B. das Steinhuder Meer, das Zwischenahner Meer, das Große Meer und andere; in den Niederlanden wurde die Zuiderzee nach ihrer Eindeichung in IJsselmeer umbenannt.

Das Meer ist eine zusammenhängende, reich gegliederte Wassermasse, die rund 71 % der Erdoberfläche bedeckt. 31,7 % des Weltmeeres sind 4000–5000 m tief. Die Meeresflora produziert ungefähr 70 % des Sauerstoffes, den die Menschen einatmen.

Die Kontinente gliedern es in drei Ozeane: den Atlantischen, den Indischen und den Pazifischen Ozean. Insgesamt hat das Meer ein Volumen von 1,338 Mrd. km³ und damit einen Anteil von 96,5 % am Weltwasservorkommen. Meerwasser ist wegen des hohen Salzgehaltes von rund 3,5 % für den Gebrauch als Trink- und Bewässerungswasser nicht direkt geeignet. Nur 3,5 % des gesamten Wasservorrates auf der Erde ist Süßwasser. Wissenschaftlich erforscht werden die Meere in der Disziplin der Ozeanografie, früher auch Meereskunde genannt.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Ozeane
2 Meeresgrund
3 Salzgehalt (Salinität)
4 Wirtschaftliche Bedeutung
5 Soziale Bedeutung
6 Naturschutz und Klima
7 Gefahren des Meeres
8 Siehe auch
9 Literatur
10 Weblinks



Ozeane [Bearbeiten]

Atlantik vor MadeiraMan unterscheidet folgende Ozeane:

der Arktische Ozean (Nordpolarmeer)
der Atlantische Ozean (Atlantik)
der Indische Ozean (Indik)
der Pazifische Ozean (Pazifik oder Stiller Ozean)
der Südliche Ozean (Südpolarmeer)
und deren Nebenmeere. Zu diesen gehören unter anderem

Chinesisches Meer
Gelbes Meer (umrandet von Japan, Nordkorea, Südkorea und der Volksrepublik China)
Japanisches Meer (umrandet von Japan, Nordkorea, der Russland und Südkorea)
Karibisches Meer
Nordsee
Ostsee (umrandet vom Baltikum, Deutschland, Polen und Skandinavien)
Mittelmeer (zwischen Afrika und Asien und Europa)
Schwarzes Meer (umrandet von Bulgarien, Rumänien, Ukraine, Russland, Georgien, Türkei)
Rotes Meer (zwischen Afrika und Asien)
Weil das Kaspische Meer und das Tote Meer auf einem Kontinent liegen, zählen sie nicht zu den Meeren, sondern gelten als Seen.

Alle Meere unterliegen den Gezeitenkräften. Durch die Anziehung des Mondes entstehen Ebbe und Flut – auch Tide genannt. Den bei Ebbe freiliegenden Meeresboden nennt man Watt. Allerdings fällt der Tidenhub unterschiedlich aus. In einigen Regionen beträgt dieser bis zu 15 m, an der Nordseeküste etwa 2 m, in der Ostsee rund 40 cm und im Mittelmeer ist er kaum spürbar. Ausschlaggebend ist hierbei nicht die Fläche, sondern die Möglichkeit des Wassers zu- bzw. abzufließen.


Meeresgrund [Bearbeiten]
Vor der Erfindung des Echolots stellte man sich den Meeresboden als eine weitestgehend ebene Fläche vor. Später erkannte man, dass der Meeresgrund mindestens genauso gebirgig wie die Erdoberfläche ist. Unter der Wasseroberfläche gibt es Riffe, Gebirge, Erdspalten, Gräben und Rinnen. Durch die Verschiebung der Erdplatten (Tektonik) kommt es zu untermeerischen Vulkanausbrüchen und Seebeben.


Salzgehalt (Salinität) [Bearbeiten]
Meerwasser zeichnet sich durch einen relativ einheitlichen Salzgehalt aus, der durchschnittlich 3,5 % beträgt (Mittelmeer 3,8 %). Erhöht ist er dort, wo die Verdunstung sehr hoch ist, wodurch relativ gesehen die Wassermenge weniger wird, während der Salzgehalt steigt. Zusätzlich steigt er, wenn nur wenige Zuflüsse bestehen, die das Meer mit dem Süßwasser verdünnen.


Wirtschaftliche Bedeutung [Bearbeiten]
Meere sind seit jeher eine der Nahrungsquellen. Seit Jahrtausenden leben viele Menschen an den Küsten, ja ganze Inselvölker vom Fischfang im Meer. Meere sind weiterhin für den internationalen Verkehr und Warenaustausch von größter Bedeutung. Die maritimen Branchen erreichen pro Jahr einen Weltmarktumsatz von 1.200 Milliarden Euro bei stark steigender Perspektive.

Vor der Erfindung des Flugzeugs war der Transport durch Schiffe über die Meere die einzige Möglichkeit, von Europa nach Amerika oder nach Australien zu gelangen. Auch die meisten in den Ozeanen gelegenen Inseln, wie z. B. Madagaskar, und Inselgruppen, wie z. B. die Kanarischen Inseln, waren nur auf dem Meerweg zu erreichen.

Da der Transport per Luftfracht viel teurer ist als per Schiff, ist der Warentransport über die Meere für Massengüter nach wie vor die erste Wahl. Nach dem Gewicht werden weiterhin 92 % aller Güter im Welthandel – 5,7 Milliarden Tonnen jährlich – über den Seeweg transportiert.

In den letzten Jahrzehnten wurden Ideen zur Erzeugung elektrischen Stromes in den Meeren entwickelt und in den letzten Jahren auch vermehrt umgesetzt. (Meeresenergie: z. B. Windenergie, Gezeitenkraftwerk, Wellenkraftwerk, Osmosekraftwerk …) .


Soziale Bedeutung [Bearbeiten]
Das Meer als Wirtschafts- und Lebensraum prägt nicht nur die darauf Berufstätigen (Seeleute, Fischer) stark (vgl. z. B. die Seemannssprache), sondern auch ganze Gesellschaften und Staaten, die auf Seehandel- und Schifffahrt ausgerichtet sind (z. B. Venedig, Großbritannien, siehe auch Navalismus), bis tief in Brauchtum und Religion hinein (vgl. z. B. Poseidon, Christliche Seefahrt).

Entsprechend finden sich dann hier besondere künstlerische und vor allem literarische Sonderformen, beginnend bei besonderem Liedgut (vgl. Shanty) bis hinauf in die Hochliteratur (vgl. Melvilles Roman Moby Dick).


Naturschutz und Klima [Bearbeiten]
Im Zuge der globalen Erwärmung erwärmen sich auch die Meere und drohen zusätzlich saurer zu werden, da sie einen Teil des von Menschen freigesetzten Kohlenstoffdioxids aufnehmen und binden. Diese Versauerung bedroht besonders Tiere mit Kalkschalen, wie etwa Korallen. Eine weitere Folge des Klimawandels sind durch die steigenden Meerestemperaturen sich verschiebende Habitate der im Wasser lebenden Tier- und Pflanzenarten, sowie steigende Meeresspiegel.

Aber auch der Anstieg des CO2-Gehalts in der Luft hat für das Meer schwere Folgen. Das CO2 aus der Atmosphäre löst sich im Meerwasser und ergibt Kohlensäure H2CO3. Dadurch, das die Meere sauer sind, haben die Meerestiere, die Kalk zum Leben brauchen, sehr schlechte Bedingungen, da Säuren Kalklöser sind.

Siehe auch: Folgen der globalen Erwärmung, Meeresschutzgebiet

Ebenso ist Überfischung mit der Einführung von Fischfangquoten geregelt und Schiffsunglücke führen immer wieder mal zu schweren Schäden an der Umwelt, weil insbesondere Öl und Kraftstoff die Gefieder der Seevögel und Kiemen der Fische verklebt und ihnen oft einen qualvollen Tod bereitet. Schiffskatastrophen haben oft weitreichende Folgen auf die Umwelt.


Gefahren des Meeres [Bearbeiten]
Das Meer hält für den Schiffsverkehr und für die Küstenstaaten einige Gefahren bereit. So können z. B. Untiefen, Riffe und Klippen, aber auch Sturmfluten für Schiffe gefährlich werden. Wattwanderer und Badende sollten auf Ebbe und Flut sowie auf starke Strömungen achten. Küstenländer können von Stur


17.12.2008 19:16:28
coeurii
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Portugal
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für den Komponisten, siehe Marcos António Portugal.

República Portuguesa

Portugiesische Republik


Flagge Wappen

Amtssprache Portugiesisch
Hauptstadt Lissabon
Staatsform Parlamentarische Republik
Staatsoberhaupt Staatspräsident Aníbal Cavaco Silva
Regierungschef Ministerpräsident José Sócrates
Fläche 92.345 km²
Einwohnerzahl 10.945.870 (Dezember 2006)
Bevölkerungsdichte 119 Einwohner pro km²
BIP (33.) $230,6 Mrd. (Schätzung 2007)
BIP/Einwohner (32.) $23.464
HDI Platz 29 (0,897)
Währung 1 Euro =100 Cent
Nationalhymne A Portuguesa
Zeitzone UTC
Kfz-Kennzeichen P
Internet-TLD .pt
Telefonvorwahl +351


Portugal (amtl. República Portuguesa) ist ein europäischer Staat im Westen der iberischen Halbinsel. Im Westen und Süden wird es vom Atlantischen Ozean, im Osten und Norden von Spanien begrenzt. Zum portugiesischen Staatsgebiet gehören die Inseln der Azoren und Madeira (mit Porto Santo). Westlich der Hauptstadt Lissabon liegt Cabo da Roca, der westlichste Punkt des europäischen Festlandes.

Der Name Portugal entstammt dem Namen der Siedlung Cale im Delta des Flusses Rio Douro. Cale könnte ein griechisches Wort sein (Kalles = schön) und sich auf die Schönheit der Natur im Norden des heutigen Portugal beziehen, das die Griechen in der Antike kolonisierten. Andere Historiker meinen, dass Cale phönizischen Ursprungs ist, da die Phönizier Portugal schon vor den Griechen besiedelten. Als das heutige Portugal zum Römischen Imperium gehörte, wurde Cale ein wichtiger Hafen, auf Lateinisch Portus Cale. Im Mittelalter wurde Portus Cale zu Portucale, später Portugale, wobei dieses Wort im 7. und 8. Jahrhundert nur die nördlichen Teile des Landes bezeichnete, also die Region zwischen den Flüssen Rio Douro und Rio Minho. Andererseits verkürzte sich der Name Portus Cale zu Porto, der zweitwichtigsten Stadt, die sich deshalb voller Stolz als Namensgeber des Landes bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Land und Einwohner
1.1 Geographie
1.2 Tierwelt
1.3 Bevölkerung
1.4 Religion
2 Geschichte
2.1 Frühgeschichte bis Antike
2.2 Maurische Herrschaft bis Kolonialmacht Portugal
2.3 Endphase der Monarchie bis Estado Novo
2.4 Nelkenrevolution bis EU-Beitritt
2.5 Vom EU-Beitritt bis heute
3 Politik
3.1 Politisches System
3.2 Internationale Beziehungen
3.3 Bildungssystem
3.4 Administrative Gliederung
3.5 Militär
4 Infrastruktur
5 Wirtschaft
5.1 Allgemeines
5.2 Arbeitslosigkeit
5.3 Außenhandel
5.4 Bodenschätze
5.5 Landwirtschaft
5.6 Tourismus
5.7 Kenndaten
5.8 Internationale Wirtschaftsbeziehungen
5.9 Staatsausgaben
6 Kultur
6.1 Literatur
6.2 Portugiesische Küche
6.3 Musik
6.4 Volksfeste
6.5 Sport
6.6 Bibliothekswesen
6.7 Medien
6.8 Feiertage
7 Weitere Themen
8 Literatur
9 Weblinks
9.1 Quellen



Land und Einwohner

Geographie

Satellitenbild
Klimadiagramm Porto

Klimadiagramm Lissabon

Klimadiagramm Faro
Der Norden Portugals hat ein relativ kühles und feuchtes Klima und besteht aus zwei traditionellen Provinzen oder Landschaften: Der Minho im Nordwesten gehört zu den am dichtesten besiedelten Gegenden des Landes. Die größten Städte des Minho sind Braga und Viana do Castelo. Der Minho wird wegen seines Klimas und der vergleichsweise üppigen Vegetation als der grüne Garten Portugals bezeichnet. Auf den Hängen der zahlreichen Flusstäler wird vor allem Wein angepflanzt, der zum berühmten Vinho Verde weiterverarbeitet wird. Daneben gedeihen viele Gemüsesorten. Die natürliche Vegetation ist eine Mischung aus der Flora der gemäßigten Klimazone und der subtropischen Flora, je nach Höhenlage gibt es Eichen oder Kastanien bzw. Pinien und Olivenbäume.

Im Nordosten liegt Trás-os-Montes (Hinter den Bergen). Dies ist die dem Meer abgewandte Seite Nordportugals, die sehr gebirgig ist und deshalb sehr kalte Winter und sehr heiße Sommer hat. Die Vegetation ist bedeutend weniger üppig als im Minho und sie fällt umso spärlicher aus, je mehr man sich der Grenze zu Spanien nähert. Beiden Provinzen ist gemein, dass ihre Gebirgsmassive, wie z. B. Marão oder Peneda-Gerês von zahlreichen Flüssen, wie der Rio Minho (Grenzfluss zu Spanien) oder der Rio Douro, durchschnitten werden. Im Norden Portugals liegt der Nationalpark Peneda-Gerês, das bedeutendste Schutzgebiet des Landes. Dort existieren noch Restbestände naturbelassener Wälder, in denen sich insbesondere die immergrüne Steineiche findet. Bedeutende Städte des Nordens sind Porto, Vila Nova de Gaia, Matosinhos, Braga, Vila Real und Bragança.

Mittelportugal ist größtenteils hügelig bis gebirgig und hat mit der Serra da Estrela ein bedeutendes Gebirge mit Skigebiet. Der höchste Berg ist der Torre mit 1.993 m. Er ist die höchste Erhebung Kontinentalportugals. Die wichtigsten Landschaften sind die Beira, der Ribatejo (die Tejo-Ebene mit Beinamen Garten Lissabons), die Estremadura sowie die Mündung des Tejo in den Atlantik. Die gesamte Region ist sehr fruchtbar und hat ein für den Weinanbau optimales Klima, so dass die Tradition des Weinbaus hier bis zu den Römern zurückreicht. Daneben werden Getreide, Reis, Sonnenblumen und Gemüse angebaut. Die Region wird durch den Tejo zweigeteilt. Überschwemmungen, die früher den Ribatejo regelmäßig heimsuchten, kommen seit dem Bau zahlreicher Staudämme nicht mehr vor. Die wichtigsten Städte Mittelportugals sind Lissabon, Aveiro, Sintra, Coimbra, Viseu, Leiria, Castelo Branco sowie Santarém.


Typische Landschaft des Alentejo bei MonsarazDer Süden Portugals setzt sich aus den drei Landschaften Terras do Sado, Alentejo und Algarve zusammen. Die Oberfläche der gesamten Region ist eben bis hügelig und hat ein trockenes und heißes Klima. Der Alentejo, die frühere Kornkammer Portugals, ist heute nur dünn besiedelt und von Abwanderung gekennzeichnet, weitläufige Getreidefelder mit Olivenhainen und Korkeichen dominieren die Landschaft. Zum Getreide kommen Weinanbau und in zunehmenden Maße auch Sonnenblumen als Hauptprodukte. Die Wiesen sind im Frühling mit Blumen übersät, die als Weiden für Schafe dienen. Zum wirtschaftlichen Niedergang tragen nicht zuletzt auch immer länger werdende Trockenperioden bei, denen man mit dem Bau von Staudämmen zu begegnen versucht. Nicht einheimisch, aber immer häufiger anzutreffen, sind Pflanzungen von Eukalyptus, die allerdings wegen der hohen Brandgefahr, die von diesen Bäumen ausgeht, nicht unumstritten sind. Die südlichen Küstenregionen sind dazu häufig von Kiefernwäldern bewachsen. Daneben finden sich zahlreiche Palmenarten, von denen aber nur die Zwergpalme einheimisch ist.

Die Algarve markiert die gesamte Südküste des Landes und ist mit ihren hübschen Städten, den Steilküsten und Sandstränden zu einem beliebten Feriendomizil geworden, was die üblichen negativen Begleiterscheinungen des Massentourismus mit sich gebracht hat. Die größten Städte Südportugals sind Portalegre, Évora, Beja sowie Faro und Lagos. Der wichtigste Fluss ist der Rio Guadiana, der zweimal auf längeren Strecken auch die Grenze zu Spanien markiert. An die große sommerliche Hitze angepasst sind zahlreiche sukkulente Pflanzen.


Satellitenbild der AzorenZu Portugal gehören weiterhin die beiden Inselgruppen Madeira (Holzinsel) und Azoren (Habichtsinsel) im Atlantik. Sie sind, bis auf die Azoreninsel Santa Maria, vulkanischen Ursprungs. Die Inselgruppe Madeira hat aufgrund ihrer Lage vor der afrikanischen Küste eine teils tropische, teils subtropische Vegetation. Der höchste Berg Portugals befindet sich auf


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portugal
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Portugal
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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für den Komponisten, siehe Marcos António Portugal.

República Portuguesa

Portugiesische Republik


Flagge Wappen

Amtssprache Portugiesisch
Hauptstadt Lissabon
Staatsform Parlamentarische Republik
Staatsoberhaupt Staatspräsident Aníbal Cavaco Silva
Regierungschef Ministerpräsident José Sócrates
Fläche 92.345 km²
Einwohnerzahl 10.945.870 (Dezember 2006)
Bevölkerungsdichte 119 Einwohner pro km²
BIP (33.) $230,6 Mrd. (Schätzung 2007)
BIP/Einwohner (32.) $23.464
HDI Platz 29 (0,897)
Währung 1 Euro =100 Cent
Nationalhymne A Portuguesa
Zeitzone UTC
Kfz-Kennzeichen P
Internet-TLD .pt
Telefonvorwahl +351


Portugal (amtl. República Portuguesa) ist ein europäischer Staat im Westen der iberischen Halbinsel. Im Westen und Süden wird es vom Atlantischen Ozean, im Osten und Norden von Spanien begrenzt. Zum portugiesischen Staatsgebiet gehören die Inseln der Azoren und Madeira (mit Porto Santo). Westlich der Hauptstadt Lissabon liegt Cabo da Roca, der westlichste Punkt des europäischen Festlandes.

Der Name Portugal entstammt dem Namen der Siedlung Cale im Delta des Flusses Rio Douro. Cale könnte ein griechisches Wort sein (Kalles = schön) und sich auf die Schönheit der Natur im Norden des heutigen Portugal beziehen, das die Griechen in der Antike kolonisierten. Andere Historiker meinen, dass Cale phönizischen Ursprungs ist, da die Phönizier Portugal schon vor den Griechen besiedelten. Als das heutige Portugal zum Römischen Imperium gehörte, wurde Cale ein wichtiger Hafen, auf Lateinisch Portus Cale. Im Mittelalter wurde Portus Cale zu Portucale, später Portugale, wobei dieses Wort im 7. und 8. Jahrhundert nur die nördlichen Teile des Landes bezeichnete, also die Region zwischen den Flüssen Rio Douro und Rio Minho. Andererseits verkürzte sich der Name Portus Cale zu Porto, der zweitwichtigsten Stadt, die sich deshalb voller Stolz als Namensgeber des Landes bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Land und Einwohner
1.1 Geographie
1.2 Tierwelt
1.3 Bevölkerung
1.4 Religion
2 Geschichte
2.1 Frühgeschichte bis Antike
2.2 Maurische Herrschaft bis Kolonialmacht Portugal
2.3 Endphase der Monarchie bis Estado Novo
2.4 Nelkenrevolution bis EU-Beitritt
2.5 Vom EU-Beitritt bis heute
3 Politik
3.1 Politisches System
3.2 Internationale Beziehungen
3.3 Bildungssystem
3.4 Administrative Gliederung
3.5 Militär
4 Infrastruktur
5 Wirtschaft
5.1 Allgemeines
5.2 Arbeitslosigkeit
5.3 Außenhandel
5.4 Bodenschätze
5.5 Landwirtschaft
5.6 Tourismus
5.7 Kenndaten
5.8 Internationale Wirtschaftsbeziehungen
5.9 Staatsausgaben
6 Kultur
6.1 Literatur
6.2 Portugiesische Küche
6.3 Musik
6.4 Volksfeste
6.5 Sport
6.6 Bibliothekswesen
6.7 Medien
6.8 Feiertage
7 Weitere Themen
8 Literatur
9 Weblinks
9.1 Quellen



Land und Einwohner

Geographie

Satellitenbild
Klimadiagramm Porto

Klimadiagramm Lissabon

Klimadiagramm Faro
Der Norden Portugals hat ein relativ kühles und feuchtes Klima und besteht aus zwei traditionellen Provinzen oder Landschaften: Der Minho im Nordwesten gehört zu den am dichtesten besiedelten Gegenden des Landes. Die größten Städte des Minho sind Braga und Viana do Castelo. Der Minho wird wegen seines Klimas und der vergleichsweise üppigen Vegetation als der grüne Garten Portugals bezeichnet. Auf den Hängen der zahlreichen Flusstäler wird vor allem Wein angepflanzt, der zum berühmten Vinho Verde weiterverarbeitet wird. Daneben gedeihen viele Gemüsesorten. Die natürliche Vegetation ist eine Mischung aus der Flora der gemäßigten Klimazone und der subtropischen Flora, je nach Höhenlage gibt es Eichen oder Kastanien bzw. Pinien und Olivenbäume.

Im Nordosten liegt Trás-os-Montes (Hinter den Bergen). Dies ist die dem Meer abgewandte Seite Nordportugals, die sehr gebirgig ist und deshalb sehr kalte Winter und sehr heiße Sommer hat. Die Vegetation ist bedeutend weniger üppig als im Minho und sie fällt umso spärlicher aus, je mehr man sich der Grenze zu Spanien nähert. Beiden Provinzen ist gemein, dass ihre Gebirgsmassive, wie z. B. Marão oder Peneda-Gerês von zahlreichen Flüssen, wie der Rio Minho (Grenzfluss zu Spanien) oder der Rio Douro, durchschnitten werden. Im Norden Portugals liegt der Nationalpark Peneda-Gerês, das bedeutendste Schutzgebiet des Landes. Dort existieren noch Restbestände naturbelassener Wälder, in denen sich insbesondere die immergrüne Steineiche findet. Bedeutende Städte des Nordens sind Porto, Vila Nova de Gaia, Matosinhos, Braga, Vila Real und Bragança.

Mittelportugal ist größtenteils hügelig bis gebirgig und hat mit der Serra da Estrela ein bedeutendes Gebirge mit Skigebiet. Der höchste Berg ist der Torre mit 1.993 m. Er ist die höchste Erhebung Kontinentalportugals. Die wichtigsten Landschaften sind die Beira, der Ribatejo (die Tejo-Ebene mit Beinamen Garten Lissabons), die Estremadura sowie die Mündung des Tejo in den Atlantik. Die gesamte Region ist sehr fruchtbar und hat ein für den Weinanbau optimales Klima, so dass die Tradition des Weinbaus hier bis zu den Römern zurückreicht. Daneben werden Getreide, Reis, Sonnenblumen und Gemüse angebaut. Die Region wird durch den Tejo zweigeteilt. Überschwemmungen, die früher den Ribatejo regelmäßig heimsuchten, kommen seit dem Bau zahlreicher Staudämme nicht mehr vor. Die wichtigsten Städte Mittelportugals sind Lissabon, Aveiro, Sintra, Coimbra, Viseu, Leiria, Castelo Branco sowie Santarém.


Typische Landschaft des Alentejo bei MonsarazDer Süden Portugals setzt sich aus den drei Landschaften Terras do Sado, Alentejo und Algarve zusammen. Die Oberfläche der gesamten Region ist eben bis hügelig und hat ein trockenes und heißes Klima. Der Alentejo, die frühere Kornkammer Portugals, ist heute nur dünn besiedelt und von Abwanderung gekennzeichnet, weitläufige Getreidefelder mit Olivenhainen und Korkeichen dominieren die Landschaft. Zum Getreide kommen Weinanbau und in zunehmenden Maße auch Sonnenblumen als Hauptprodukte. Die Wiesen sind im Frühling mit Blumen übersät, die als Weiden für Schafe dienen. Zum wirtschaftlichen Niedergang tragen nicht zuletzt auch immer länger werdende Trockenperioden bei, denen man mit dem Bau von Staudämmen zu begegnen versucht. Nicht einheimisch, aber immer häufiger anzutreffen, sind Pflanzungen von Eukalyptus, die allerdings wegen der hohen Brandgefahr, die von diesen Bäumen ausgeht, nicht unumstritten sind. Die südlichen Küstenregionen sind dazu häufig von Kiefernwäldern bewachsen. Daneben finden sich zahlreiche Palmenarten, von denen aber nur die Zwergpalme einheimisch ist.

Die Algarve markiert die gesamte Südküste des Landes und ist mit ihren hübschen Städten, den Steilküsten und Sandstränden zu einem beliebten Feriendomizil geworden, was die üblichen negativen Begleiterscheinungen des Massentourismus mit sich gebracht hat. Die größten Städte Südportugals sind Portalegre, Évora, Beja sowie Faro und Lagos. Der wichtigste Fluss ist der Rio Guadiana, der zweimal auf längeren Strecken auch die Grenze zu Spanien markiert. An die große sommerliche Hitze angepasst sind zahlreiche sukkulente Pflanzen.


Satellitenbild der AzorenZu Portugal gehören weiterhin die beiden Inselgruppen Madeira (Holzinsel) und Azoren (Habichtsinsel) im Atlantik. Sie sind, bis auf die Azoreninsel Santa Maria, vulkanischen Ursprungs. Die Inselgruppe Madeira hat aufgrund ihrer Lage vor der afrikanischen Küste eine teils tropische, teils subtropische Vegetation. Der höchste Berg Portugals befindet sich auf


17.12.2008 19:14:37
spanien
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Spanien
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Reino de España

Königreich Spanien


Flagge Wappen

Wahlspruch: „Plus Ultra“
lat., „Darüber hinaus“
Amtssprache Spanisch

amtlich regional: Aranesisch, Baskisch, Galicisch, Katalanisch

Hauptstadt Madrid
Staatsform Parlamentarische Erbmonarchie
Staatsoberhaupt König Juan Carlos I.
Regierungschef Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero
Fläche 504.645 km²
Einwohnerzahl 46.063.511 (Stand: 1. Jan. 2008)
Bevölkerungsdichte 91 Einwohner pro km²
BIP nominal (2007)[1] $1.438.959 Mio. (8.)
BIP/Einwohner $32.067 (25.)
HDI 0,949 (13.)
Währung Euro
Nationalhymne Marcha Real
Zeitzone UTC+1 MEZ
UTC+2 MESZ (März bis Oktober)
UTC (Kanarische Inseln)
UTC+1 (Kanarische Inseln) (März bis Oktober)
Kfz-Kennzeichen E
Internet-TLD .es
Telefonvorwahl +34


Spanien (amtlich Königreich Spanien, spanisch Reino de España) ist ein Staat mit einer parlamentarischen Erbmonarchie, der im Südwesten Europas liegt und den größten Teil der Iberischen Halbinsel einnimmt. Die Hauptstadt ist Madrid.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Geografie
1.1 Lage
1.2 Geologie
1.3 Klima
2 Flora
3 Bevölkerung
3.1 Bevölkerungsentwicklung
3.2 Lebenserwartung
3.3 Sprachen
3.4 Minderheiten
3.5 Immigration
3.6 Religionen und Weltanschauungen
3.7 Größte Städte
4 Geschichte
5 Politik
5.1 Staatsorganisation
5.2 Politische Parteien
5.3 Politische Gliederung
5.4 Polizei
5.5 Militär
6 Wirtschaft
6.1 Währung
6.2 Bruttoinlandsprodukt
6.2.1 BIP pro Kopf nach Autonomer Gemeinschaft
6.3 Tourismus
6.4 Landwirtschaft
6.5 Wohnungen
6.6 Staatsausgaben
6.7 Wirtschaftskennzahlen
7 Infrastruktur
7.1 Straßennetz
7.1.1 Fahrrad
7.1.2 Fernbusnetz
7.2 Schifffahrt
7.3 Bahnnetz
7.4 Flughäfen
8 Kultur
8.1 Medien
8.2 Sport
8.3 Nationale Feiertage
9 Weitere Themen
10 Einzelnachweise
11 Literatur
12 Weblinks



Geografie

Lage
Spanien befindet sich, ebenso wie Portugal (im Westen) und das zum Vereinigten Königreich gehörende Gibraltar (im Süden), auf der Iberischen Halbinsel, zwischen 36° und 43,5° nördlicher Breite und 9° westlicher und 3° östlicher Länge (ohne Balearen, Kanaren, Ceuta und Melilla). Spanien nimmt sechs Siebtel der Iberischen Halbinsel ein. Im Nordosten, entlang des Gebirgszuges der Pyrenäen, grenzt Spanien an Frankreich und den Kleinstaat Andorra. Außerdem gehören die Inselgruppen der Balearen, im Mittelmeer gelegen, und der Kanaren im Atlantik, sowie die an der nordafrikanischen Küste gelegenen Städte Ceuta und Melilla zum Staatsgebiet. In Frankreich besitzt Spanien die Exklave Llívia. Außerdem gehören Spanien die vor der marokkanischen Küste gelegenen Inseln Islas Chafarinas, Peñón de Vélez de la Gomera, Alhucemas, Alborán, Perejil sowie die Islas Columbretes.

Die Städte Ceuta und Melilla liegen an der marokkanischen Mittelmeerküste in Nordafrika. Der nördlichste Punkt Spaniens ist die Estaca de Bares in Galicien, auf dem Festland sind der westlichste Punkt das Cabo Touriñán (ebenfalls in Galicien), der südlichste die Punta Marroquí bei Tarifa und der östlichste das Cap de Creus an der Costa Brava. Die größte Ausdehnung von Norden nach Süden beträgt 856 km und von Osten nach Westen 1.020 km. Der westlichste und der südlichste Punkt Gesamtspaniens liegen auf der kanarischen Insel Hierro, der östlichste auf der Baleareninsel Menorca.

Der größte (und einzige Gletscher-) See Spaniens ist der Lago de Sanabria mit einer Ausdehnung von 368 Hektar und einer größten Tiefe von 55 m.


Geologie

Topografie SpaniensDer höchste Berg auf spanischem Staatsgebiet ist mit 3.718 m Höhe der Pico del Teide auf der Insel Teneriffa, die zu den Kanarischen Inseln gehört. Der höchste Berg auf dem Festland ist mit 3.482 m Höhe der Mulhacén, der in Andalusien in der Sierra Nevada in der Provinz Granada liegt.

Die Nordküste Spaniens verläuft fast in gerader Linie und bildet nur zwischen Gijón und Avilés sowie zwischen Ribadeo und A Coruña (spanisch La Coruña) bedeutendere Vorsprünge nach Norden. Gegenüber den übrigen Küsten des Landes zeichnen sich diese Küstenabschnitte durch Schroffheit und schlechte Zugänglichkeit aus.

Ursächlich hierfür ist, dass hier die Gebirge fast überall dicht ans Meer heranrücken. Zugänglich sind diese Küstenabschnitte nur an den Mündungen der Flüsse und der tief in das Land einschneidenden Meeresarme (Rías), die insbesondere an der Küste von Galicien häufig auftreten. Auch die Westküste Spaniens trägt im Ganzen diesen Charakter; doch ist sie viel zugänglicher als der Norden, da hier die Gebirge nur in den Kaps bis an das Meer herantreten und sich im Hintergrund der Rías gewöhnlich Ebenen befinden.

Charakteristisch für die Süd- und Ostküste sind dagegen weite, flache Meerbusen und dazwischen in felsigen Vorgebirgen endende Landvorsprünge. Diese Abschnitte sind zugänglicher als die Nord- und Westküste. Die wichtigsten Buchten der Südküste sind von Westen nach Osten die Golfe von Cádiz, Málaga und Almería sowie die Bucht von Cartagena, an der Ostküste die Bahía von Alicante und der Golf von Valencia. Die größten Flüsse Spaniens sind der Duero, der Tajo und der Ebro. Der Tajo ist der längste Fluss der Iberischen Halbinsel.


Klima
Das Klima in Spanien kann grob in folgende Zonen gegliedert werden:

Atlantisches Klima: an der nördlichen Atlantikküste: Galicien, Asturien, Kantabrien, Baskenland, Navarra (Norden).
Vor allem im Winter Niederschläge, sehr milde Winter und Sommer (siehe Klimadiagramm von Santander).
Ozeanisch-Kontinentales Klima: im Zentrum der Iberischen Halbinsel: Kastilien-León, Madrid, La Rioja, Navarra, Kastilien-La Mancha, Extremadura und Andalusien.
Sehr kalte Winter mit regelmäßigen Schneefällen im Norden und heiße Sommer, hauptsächlich im Winter Niederschläge.
Kontinentales Mittelmeerklima: in Aragón, Katalonien, Valencia (Hinterland), Murcia, Kastilien-La Mancha und Andalusien.
Niederschläge vor allem in Frühling und Herbst. Heiße Sommer und kalte Winter; die täglichen Temperaturschwankungen können 25 °C betragen.
Mittelmeerklima: in Katalonien, auf den Balearen, in Valencia, Murcia und Andalusien.
Niederschläge fallen vor allem im Frühjahr und Herbst, zum Teil wolkenbruchartig (erste Septemberwoche). Durch die von Norden nach Süden abnehmende Niederschlagsmenge (Barcelona 640 mm, Tortosa 524 mm, Valencia 454 mm, Alicante 336 mm, Almería 196 mm) kann das Mittelmeerklima in ein feuchtes und trockenes unterschieden werden. Die Temperaturen sind im Winter mild, im Sommer ist es heiß, teilweise auch heiß-feucht.
Subtropisches Klima: auf den Kanaren.
Milde Temperaturen (18 °C bis 24 °C) fast über das ganze Jahr, einen Winter gibt es so gut wie nicht (Durchschnittstemperaturen in Santa Cruz de Tenerife: 17,9 °C im Januar und 25,1 °C im August). Die Niederschläge auf den Kanaren variieren sehr stark in den einzelnen Regionen der Inseln.
Gebirgsklima: in den Höhenlagen der Pyrenäen, des Kastilischen Scheidegebirges und der Betischen Kordillere.
Lange, kalte Winter und kurze, frische Sommer.
Klimadiagramme
Mittelmeerküste

Mittelmeerklima in Barcelona
Mittelmeerklima in Valencia
Mittelmeerklima in Ibiza (Balearen)
Mittelmeerklima in Málaga
Zentralspanien Nordküste Kanarische Inseln

Ozeanisch-Kontinentales Klima in Madrid
Atlantisches Klima in Santander
Subtropisches Klima in Santa Cruz de Tenerife


Flora
Die Vegetation der Iberischen Halbinsel teilt sich in drei große Bereiche auf:

Vegetation des feuchten Spanien: Eichen, Buchen
Vegetation des trockenen Spanien: immergrüne Eichen (Steineichen, Korkeichen


17.12.2008 19:14:07
italia
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Italien
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Repubblica Italiana

Italienische Republik


Flagge Wappen

Amtssprache Italienisch

Regionale Amtssprachen: Deutsch, Französisch, Ladinisch, Slowenisch [1]


Hauptstadt Rom
Staatsform Parlamentarische Republik
Staatsoberhaupt Staatspräsident Giorgio Napolitano
Regierungschef Ministerpräsident Silvio Berlusconi
Fläche 301.336 km²
Einwohnerzahl 59.619.290 (31. Dezember 2007) [2]
Bevölkerungsdichte 196 Einwohner pro km²
BIP nominal (2007)[3] 2.104.666 Mio. US$ (7.)
BIP/Einwohner 35.872 US$ (20.)
HDI 0,941 (20.)
Währung Euro
Nationalhymne Fratelli d’Italia
Nationalfeiertag 25. April, 2. Juni
Zeitzone UTC+1 MEZ
UTC+2 MESZ (März bis Oktober)
Kfz-Kennzeichen I
Internet-TLD .it
Telefonvorwahl +39



Italien (ital. Italia) ist eine Republik in Europa, die zum größten Teil auf der vom Mittelmeer umschlossenen Apenninhalbinsel liegt. Italiens Hauptstadt ist Rom. Angrenzende Staaten sind Frankreich (Länge der gemeinsamen Staatsgrenze: 488 km), die Schweiz (734,2 km), Österreich (430 km), Slowenien (232 km), sowie Kroatien (über eine Seegrenze), die Enklaven San Marino (39 km) und die Vatikanstadt (in Rom, 3 km).

Italien ist unter anderem bekannt für seine Küche, Mode- und Designerartikel, Architektur, Autos, Fußball, Forschung, Kunst, Filme, Musik und Touristenziele. Das Gebiet des heutigen Italien war in der Antike die Kernregion des Römischen Reiches mit Rom als Hauptstadt des Imperiums. Außerdem war die heute italienische Toskana das Kernland der Renaissance. Seit dem Risorgimento besteht der moderne italienische Staat.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Geografie
2 Bevölkerung
2.1 Stadt- und Landbevölkerung
2.2 Größte Städte
2.3 Die zehn größten Provinzen
2.4 Größte Ballungszentren
2.5 Gesundheit
2.6 Religion
2.7 Sprachen
2.8 Einwanderung
2.9 Italiener im Ausland
3 Geschichte
4 Politik
4.1 Politisches System
4.2 Politische Gliederung
4.3 Gesundheitssystem
4.4 Polizei
4.5 Militär
5 Wirtschaft
5.1 Staatsfinanzen
5.2 Steuern
5.3 Währung
5.4 Rohstoffe
5.5 Energieversorgung
5.6 Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistungen
5.7 Arbeitsmarkt
5.8 Nord-Süd-Gefälle
5.8.1 BIP in den Regionen: gesamt und pro Kopf
5.9 Die reichsten Italiener
6 Verkehr
6.1 Straßenverkehr
6.2 Schienenverkehr
6.3 Schifffahrt
6.3.1 Italienische Reedereien
6.4 Luftfahrt
7 Kultur
7.1 Schulwesen und Bildung
7.2 Feiertage
7.3 Medien
7.3.1 Presse
7.3.2 Rundfunk und Fernsehen
8 Sport
9 Quellen
10 Literatur
11 Weblinks



Geografie
Italien liegt auf einer Halbinsel, welche an die Form eines Stiefels erinnert. Der Gebirgszug des Apennin durchzieht das Land entlang der Längsachse. Im Norden gehört ein Teil der Alpen zu Italien. Entlang der Westküste Italiens ziehen sich von Norden in Richtung Süden unter anderem die Italienische Riviera in Ligurien und den Golf von Neapel in Kampanien. Die Ostküste wird von Triest im Norden bis zum Gargano im Norden Apuliens (nach anderen Darstellungen: bis zur Straße von Otranto) als die Italienische Adriaküste bezeichnet.

Zu Italien gehören die Mittelmeerinseln Sizilien und Sardinien sowie die Inselgruppen der Liparischen Inseln, der Ägadischen Inseln, der Tremiti-Inseln, der Pontinischen Inseln und der Toskanische Archipel. Die Pelagischen Inseln und die Insel Pantelleria gehören geografisch bereits zu Afrika. Italien besitzt mit Campione d’Italia eine Exklave in der Schweiz.

Die längsten Flüsse sind Po, Etsch, Arno und Tiber. Zu den größten italienischen Seen zählen der Gardasee, der Lago Maggiore und der Comer See in Oberitalien sowie der Lago di Bolsena und der Lago Trasimeno in Mittelitalien.

Neben dem Vesuv auf dem italienischen Festland stehen auf italienischen Inseln gleich zwei weitere bekannte Vulkane, der Ätna und der Stromboli.

Neben der Hauptstadt Rom sind die bedeutendsten Städte Mailand, Neapel, Genua, Turin, Venedig, Bologna, Florenz, Bari, Catania und Palermo.

Höchster Gipfel Italiens ist der Mont Blanc de Courmayeur mit 4.748 m, ein Nebengipfel des Mont Blanc. Das höchste Bergmassiv, das vollständig auf italienischem Boden steht, ist der Gran Paradiso mit 4.061 m in den Grajischen Alpen.

Hydrografisch gehört Italien fast ausschließlich zum Mittelmeer. Einzig das Tal des Lago di Livigno und der oberste Teil des Val d’Uina entwässern via Inn und Donau ins Schwarze Meer. Ferner entwässert das Tal des Lago di Lei über den Rhein in die Nordsee.


Bevölkerung
Italien hat eine Einwohnerzahl von 59.131.287 Einwohnern (Stand am 31. Dezember 2006) und rangiert in der Weltrangliste auf Platz 22, innerhalb der Europäischen Union liegt das Land auf dem vierten Rang hinter Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich.


Stadt- und Landbevölkerung
Rund 67 % der Einwohner Italiens, vornehmlich im Norden, leben in Städten. Vor allem von 1950 bis 1960 herrschte eine starke Abwanderung aus den unterentwickelten Landregionen in die Städte (Landflucht). Seit den 1980er Jahren hat sich dieser Trend zu Gunsten der Vororte und Kleinstädte umgekehrt (Suburbanisierung).


Größte Städte
(Einwohner 31. Dezember 2006)[4]

Rom - 2.705.603
Mailand - 1.303.437
Neapel - 975.139
Turin - 900.569
Palermo - 666.552
Genua - 615.686
Bologna - 373.026
Florenz - 365.966
Bari - 325.052
Catania - 301.564
Siehe: Liste der Städte in Italien


Die zehn größten Provinzen
Liste der größten Provinzen nach Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2006)[4].

Rom - 4.013.057
Mailand - 3.884.481
Neapel - 3.082.756
Turin - 2.248.955
Bari - 1.596.364
Palermo - 1.241.241
Brescia - 1.195.777
Salerno - 1.089.737
Catania - 1.076.972
Bergamo - 1.044.820


Die Autonome Provinz Bozen-Südtirol ist mit 7.399,97 km² die flächenmäßig größte Provinz.

Siehe: Liste der italienischen Provinzen


Größte Ballungszentren
Laut einer Untersuchung der OECD [2] lassen sich in Italien folgende vier große Ballungszentren ausmachen:

Ballungsraum Einwohner OECD Rangliste EU Rangliste
Mailand 7.400.000 14. 4.
Rom 3.700.000 36. 13.
Neapel 3.100.000 45. 15.
Turin 2.200.000 65. 26.


Gesundheit
Italien hat eine der höchsten Lebenserwartungen der Welt. Sie betrug im Jahr 2005 80,4 Jahre und liegt folglich ungefähr zwei Jahre über dem OECD-Durchschnitt von 78,6.[5] Italien liegt damit an siebter Stelle unter allen OECD-Staaten. Die Lebenserwartung beträgt für Frauen rund 83 Jahre, für Männer 78. Ungefähr 19 % der Italiener sind älter als 65 Jahre. Gelegentlich wird die hohe Lebenserwartung auf die mediterrane Kost zurückgeführt, welche die Italiener zu sich nehmen (diese enthält beispielsweise viel Fisch, Olivenöl und Gemüse).

Trotzdem lässt sich auch in Italien, wie in so gut wie allen OECD-Staaten, ein Anstieg des Anteils übergewichtiger Personen beobachten. So stieg dieser Wert von 7,0% im Jahr 1994 auf 9,9% im Jahr 2005 (in Deutschland lag diese Quote im selben Jahr bei 13,6%).[5][6] Mittlerweile gibt es auch in Italien eigene Krankenhausstrukturen für diese Personengruppe.

Die Kindersterblichkeit lag in Italien 2005 bei 4,7‰ (OECD: 5,4‰).[5]

Der Anteil täglicher Raucher fiel im Vergleichszeitraum 1990 bis 2005 von 27,8% auf 22,3% (OECD: 24,3%).[5] Seit 10. Januar 2005 gilt außerdem ein generelles Rauchverbot in allen öffentlich zugänglichen Gebäuden. Wer trotzdem raucht, muss mit Bußgeldern zwischen 27,50 und 275 Euro rechnen, Wirte, die nicht für die Einhaltung des Verbots sorgen, mit 220 bis 2200 Euro.


Religion
Mit 80,2 % Katholiken und 16,2 % Konfessionslosen ist Italien ein katholisch gepr


17.12.2008 19:13:20
planeten!!!!
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Planet
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Planeten)
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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen werden unter Planet (Begriffsklärung) aufgeführt.



Maßstabsgetreue Darstellung der Planetengrößen des Sonnensystems:

1 – Merkur
2 – Venus
3 – Erde
4 – Mars
5 – Jupiter
6 – Saturn
7 – Uranus
8 – Neptun

Ein Planet im engeren astronomischen Sinn ist ein Himmelskörper, der (a) sich auf einer keplerschen Umlaufbahn um die Sonne bewegt, (b) dessen Masse groß genug ist, dass sich das Objekt im hydrostatischen Gleichgewicht befindet – und somit eine näherungsweise kugelähnliche Gestalt besitzt – und der (c) das dominierende Objekt seiner Umlaufbahn ist, das heißt, der diese von weiteren Objekten „geräumt“ hat.

Im weiteren Sinn der extrasolaren Planeten versteht man darunter auch einen entsprechend großen Körper, der einen anderen Stern umläuft, im Innern frei von Kernfusionsprozessen ist und sichtbares Licht somit nur reflektiert und nicht selbst aussendet.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Geschichte des Begriffs
1.1 Wortherkunft
1.2 Zuordnungen
1.3 Definition
1.3.1 Die neue Definition
1.3.2 Kritik an der Definition
1.4 Andere Planeten
2 Planeten des Sonnensystems
2.1 Der Bezug auf die Sonne
2.2 Gruppierungen
3 Geschichte der Entdeckungen
3.1 Planeten des Sonnensystems
3.2 Extrasolare Planeten
4 Entstehung von Planeten
4.1 Historische Theorien
4.1.1 Pierre Laplace
4.1.2 James Jeans
4.2 Moderne Theorie
4.2.1 Kernakkretionsmodell
4.2.2 Bemerkungen
4.2.3 Gravitations-Instabilitäten-Modell
4.2.4 Bemerkungen
5 Planemos
6 Charakteristische Formeln
7 Sonstiges
8 Siehe auch
9 Literatur
10 Weblinks
11 Videos
12 Einzelnachweise



Geschichte des Begriffs [Bearbeiten]

Wortherkunft [Bearbeiten]
Das Wort „Planet“ geht zurück auf griechisch πλανήτης (planētēs), zu πλανάομαι (planáomai), das auf deutsch „umherirren, umherschweifen“ bedeutet und sich im Altgriechischen auf eine Herde bezog, die sich über die Weide ausbreitet. Daher wurden Planeten früher auch eingedeutscht als Wandelsterne bezeichnet, im Sinne von „der Umherschweifende“ bzw. „der Wanderer“. Dabei wurden durch Fehlen der himmelsmechanischen Grundlagen bis in die frühe Neuzeit der Unterschied zwischen Planeten und anderen Himmelskörpern nicht sauber erkannt, und durchaus Sonne und Mond, wie auch Kometen und anderes zu den Wandelsternen gezählt.


Zuordnungen [Bearbeiten]
Ursprünglich, im geozentrischen Weltbild, wurden alle mit bloßem Auge regelmäßig sichtbaren Himmelserscheinungen, die sich vor dem Hintergrund des Fixsternhimmels bewegen, als Planeten bezeichnet und jeder einem Wochentag zugeordnet: Sonne, Mond, Mars, Merkur, Jupiter, Venus, Saturn. Mit Einführung des heliozentrischen Weltbildes ging die Bezeichnung Planet auf diejenigen über, die um die Sonne kreisen. Sonne und Mond fielen also heraus und die Erde kam dafür hinzu.

Nach der Erfindung des Fernrohrs im Jahre 1608 von Hans Lippershey entdeckte William Herschel am 13. März 1781 den siebten Planeten des Sonnensystems: Uranus, der außerhalb der Saturnbahn die Sonne umkreist.

Am 1. Januar 1801 entdeckte Giuseppe Piazzi den Zwergplaneten Ceres, der zwischen Mars und Jupiter die Sonne umrundet. Ceres wurde damals jedoch als achter Planet des Sonnensystems betrachtet. Am 28. März 1802 entdeckte Heinrich Wilhelm Olbers mit Pallas ein weiteres Objekt, das die Sonne zwischen Mars und Jupiter umkreist. Es folgten die Entdeckungen von weiteren Objekten, die zwischen Mars und Jupiter die Sonne umrunden: Juno (1804), Vesta (1807) und Astraea (1845). Damit war die Zahl der Planeten auf zwölf angestiegen.

Im Jahre 1846 entdeckte Johann Gottfried Galle am 23. September einen 13. Planeten, der schließlich Neptun genannt wurde und die Sonne außerhalb der Bahn von Uranus umkreist.

Weil sich die Neuentdeckungen von Objekten zwischen Mars- und Jupiterbahn ab dem Jahre 1847 zu sehr häuften und alle diese Objekte um Größenordnungen kleiner waren als alle klassischen Planeten, wurde diesen der Planetenstatus wieder aberkannt. Nur noch die Planeten, die seit der Antike bekannt waren, plus Uranus und Neptun galten weiterhin als Planeten. Damit sank die Zahl der vollwertigen Planeten auf acht. Für die zahlreichen Objekte zwischen Mars- und Jupiterbahn wurde die Klasse der Asteroiden (Planetoiden) eingeführt.

Außer Merkur und Venus werden alle Planeten des Sonnensystems ihrerseits von natürlichen Satelliten umkreist, die nach dem Erdbegleiter auch „Monde“ genannt werden.

Am 13. März 1930 entdeckte Clyde W. Tombaugh Pluto, dessen Umlaufbahn zum größten Teil außerhalb der des Neptuns liegt. Die Größe Plutos wurde anfangs weit überschätzt, und er wurde bis ins Jahr 2006 als neunter Planet geführt. Sein Planetenstatus war aufgrund seiner geringen Größe und seiner sehr elliptischen sowie stark gegen die Ekliptik geneigten Bahn umstritten. Viele Astronomen rechneten ihn schon früh dem Kuipergürtel zu, einem Reservoir von Kometen und Asteroiden, das im Inneren bis an die Neptunbahn heranreicht. Weil im Bereich von Plutos Umlaufbahn im Laufe der Zeit immer mehr vergleichbare Objekte entdeckt wurden, mit Eris sogar eines, das größer ist als Pluto, wurde eine klare Definition für Planeten erforderlich. Mit der Festlegung der Internationalen Astronomischen Union (IAU) vom August 2006, dass Planeten den Bereich ihrer Umlaufbahn dominieren müssen, verlor Pluto den Planetenstatus. Er wurde in die gleichzeitig geschaffene Klasse der Zwergplaneten eingestuft, deren Form durch ihre Gravitation und die durch ihre Rotation verursachte Zentrifugalkräfte bestimmt ist, ohne dass sie Planeten sind. Alle weiteren kleineren Körper wurden zu den so genannten Kleinkörpern zusammengefasst.


Abstimmung über die Planetendefinition am 23. August 2006Bis dahin hatte es kein klar definiertes Unterscheidungsmerkmal zwischen Planeten und Asteroiden gegeben. Im Jahr 2004 wurde von der IAU ein Komitee eingesetzt, um verbindliche Kriterien für die Definition eines Planeten zu erarbeiten. Auf der 26. Generalversammlung der IAU in Prag wurden am 24. August 2006 offizielle Definitionen für verschiedene Klassen der die Sonne umlaufenden Himmelskörper verabschiedet – und damit hauptsächlich die erste wissenschaftliche Definition eines Planeten:


Definition [Bearbeiten]

Die neue Definition [Bearbeiten]
Ein Himmelskörper ist ein Planet[1], wenn er …

… sich auf einer Bahn um die Sonne befindet und
… über eine ausreichende Masse verfügt, um durch seine Eigengravitation eine annähernd runde Form (hydrostatisches Gleichgewicht) zu bilden und
… die Umgebung seiner Bahn bereinigt hat.
Bereinigt im Sinne der Definition hat ein Planet auch Körper, die er in Bahnresonanzen gezwungen hat. Dies trifft u. a. für die Plutinos einschließlich Plutos im Bereich des Neptun, für die Trojaner in der Jupiterbahn und für 2002 AA29 in der Erdbahn zu.

Da Pluto die Umgebung seiner Bahn nicht bereinigt hat, ist er nur ein Zwergplanet, ebenso wie Ceres und Eris. Für Planeten und Zwergplaneten jenseits der Neptunbahn war ursprünglich die Bezeichnung Plutonen vorgeschlagen worden, deren Prototyp Pluto gewesen wäre. Weil aber bereits in der Geologie der gleichlautende Fachbegriff Pluton verwendet wird, kam es hinsichtlich dieser Namensgebung zu keiner Einigung.

Siehe auch: Planeten des Sonnensystems (Tabelle), Zwergplaneten des Sonnensystems (Tabelle)



Kritik an der Definition [Bearbeiten]
An der in Prag


17.12.2008 19:12:55
mexico
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Mexiko
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen werden unter Mexiko (Begriffsklärung) aufgeführt.

Estados Unidos Mexicanos

Vereinigte Mexikanische Staaten


Flagge Wappen

Amtssprache Spanisch (de facto), seit 2003 sind 62 indigene Sprachen in Mexiko als „Nationalsprachen“ anerkannt
Hauptstadt Mexiko-Stadt
Staatsform Präsidiale Bundesrepublik
Staatsoberhaupt und Regierungschef Präsident Felipe Calderón Hinojosa
Fläche 1.972.550 km²
Einwohnerzahl 109.960.000(2008)[1]
Bevölkerungsdichte 55,7 Einwohner pro km²
BIP nominal (2007)[2] 893.365 Mio. US$ (15.)
BIP/Einwohner 8.479 US$ (59.)
HDI 0,829 (52.)
Währung Mexikanischer Peso
Unabhängigkeit 1810 erklärt, 1821 anerkannt
Nationalhymne Himno Nacional Mexicano
Zeitzone UTC -6 bis -8
Kfz-Kennzeichen MEX
Internet-TLD .mx
Telefonvorwahl +52


Mexiko (Spanisch: México, amtlich Vereinigte Mexikanische Staaten, span. Estados Unidos Mexicanos, worttreue Übersetzung: Mexikanische Vereinigte Staaten) ist ein Staat in Mittelamerika. Es grenzt im Norden an die Vereinigten Staaten von Amerika und im Süden an Belize und Guatemala. Westlich liegt der Pazifik, im Osten der Golf von Mexiko sowie das Karibische Meer, beides Randmeere des Atlantiks.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Geographie
1.1 Klima
1.2 Räumliche Gliederung
2 Bevölkerung
2.1 Religion
2.2 Bildung
3 Geschichte
3.1 Der Name Mexiko
4 Politik
4.1 Militär
4.2 Grenzpolitik
4.3 Präsidentschaftswahl vom 2. Juli 2006
5 Bundesstaaten
6 Wirtschaft
6.1 Allgemeines
6.2 Außenhandel
6.3 Energiewirtschaft
6.4 Erdölwirtschaft
6.5 Automobilindustrie
6.6 Landwirtschaft
6.6.1 Landwirtschaftliche Produkte
6.7 Haushalt
6.8 Wirtschaftskennzahlen
7 Armut & Kriminalität
7.1 Eskalation des Drogenkriegs 2008
8 Sport
9 Kultur
9.1 Kulturelle Vielfalt
9.2 Medien
9.3 Essen und Trinken
9.4 Feiertage
10 Bekannte & bedeutende Mexikaner
10.1 Literatur
10.1.1 Prähispanische Werke
10.1.2 Kolonialzeit
10.1.3 19. Jahrhundert
10.1.4 20. Jahrhundert
10.2 Malerei
10.3 Musik
10.4 Nationalhelden
10.5 Schauspieler
11 Literatur
12 Weblinks
13 Quellen



Geographie [Bearbeiten]
Der größte Teil von Mexiko (88%) ist dem nordamerikanischen Kontinent zugeordnet, während der südliche Teil bereits zur zentralamerikanischen Landbrücke zählt. Das Land ist mit einer Fläche von 1.972.550 km², wovon 1.923.040 km² auf Land und 49.510 km² auf Wasser entfallen, mehr als sechsmal so groß wie Deutschland.

Im Norden grenzt Mexiko an die USA und im Südosten an Guatemala und Belize. Es besitzt zudem 12.540 km Meeresküste, davon 8.200 km am Pazifik und 3.200 km am Atlantik. Ab der Küste seewärts besitzt Mexiko bis 200 Seemeilen (370 km) exklusive Nutzungsrechte.

Der höchste Punkt Mexikos ist mit 5.700 Meter der auf der Grenze zwischen den Bundesstaaten Puebla und Veracruz liegende Vulkan Citlaltépetl und der tiefste Punkt mit 10 Meter unter dem Meeresspiegel Mexicali, die Hauptstadt des Bundesstaates Baja California.

Die größten Städte Mexikos sind mit jeweils mehr als einer Million Einwohner Mexiko-Stadt, Guadalajara, Ecatepec de Morelos, Puebla, Nezahualcóyotl, Ciudad Juárez, Tijuana, León, Monterrey und Zapopan.

Siehe auch: Liste der Städte in Mexiko


Klima [Bearbeiten]

Vulkan Citlaltépetl oder Pico de Orizaba, höchster Berg Mexikos.Mexiko ist ein klimatisch vielgestaltiges Land, das sowohl über subtropisches und alpines Klima als auch über Wüstenklima verfügt. Es gehört somit in den Übergangsbereich der sommerfeuchten äußeren Tropen mit 8–10 humiden Monaten im Südosten des Landes über die ganzjährig ariden Subtropen im Bereich des Wendekreises, bis zum Winterregenklima Kaliforniens, das im äußersten Westen (Baja California) gerade noch wirksam wird.


Räumliche Gliederung [Bearbeiten]

Mexikos TopographieDer größte Teil Mexikos besteht aus einem Hochlandblock, der an markanten Bruchlinien im Osten und Westen herausgehoben wurde. Die Randgebirge sind sehr unterschiedlich gestaltet: die Sierra Madre Oriental im Osten setzt sich aus parallel streichenden Faltenzügen und steil aufragenden Schichtrippen der Jura- und Kreideformation zusammen. Dagegen baut sich die Sierra Madre Occidental im Westen aus flach lagernden vulkanischen Decken des Tertiärs auf. Beide erscheinen von den hügeligen Küstentiefländern aus als hohe Gebirgsmauern.


Vulkan Popocatépetl, der berühmteste Berg des Landes.Das Hochland ist in weite Beckenlandschaften gegliedert. Diese erreichen an der Grenze zu den USA 1.200 m Meereshöhe. An die Sierra Madre Occidental schließt sich südlich die Cordillera Neovolcánica an, die aus vulkanischen Ablagerungen aus der Zeit des Pliozän bis Quartär besteht und nicht nur durch Riesenvulkane, sondern zusätzlich durch eine Vielzahl von vulkanischen Kegeln und Kratern geprägt ist. Sie bildet den Südrand des Hochlandblocks, der in einer Bruchstufenzone rund 1.000 m tief zur Senke des Río Balsas abbricht. Im Süden befindet sich die Sierra Madre del Sur westlich der Sierra Madre de Chiapas. Nordöstlich vorgelagert ist die Halbinsel Yucatán, deren größter Teil zu Mexiko gehört. Sie besteht aus einer Kalksteintafel, die seit dem Tertiär aus dem Meer herausgehoben wurde.

Die höchsten Vulkane des Landes sind der Citlaltépetl (auch Pico de Orizaba genannt), der mit 5.700 m gleichzeitig der höchste Berg in Mexiko ist, der derzeit aktive Popocatépetl mit 5.452 m und der Iztaccíhuatl mit 5.286 m.


Bevölkerung [Bearbeiten]

Hausfassade in Puebla mit der Fahne verziert, für die „Fiesta de la independencia“.Die Bevölkerung setzt sich zusammen aus 60 % Mestizen, 30 % indigenen Völkern (nach anderen Angaben 13 % beziehungsweise 7 %, unter anderem Maya und Nahua, Nachkommen der Azteken) und etwa 9 % Europäischstämmigen (meist Spanier). Das übrige 1 % Prozent bilden Bevölkerungsgruppen anderer Abstammung (größtenteils aus Afrika).

Nach der Volkszählung 2005 sprechen 5,8 % der Bevölkerung indigene Sprachen. Weniger als 1 % sprechen kein Spanisch.[1] Die meist gesprochenen Sprachen sind Nahuatl (etwa 1,6 Millionen) und Mayathan (etwa 900.000). Seit 2003 sind 62 indigene Sprachen in Mexiko als „Nationalsprachen“ anerkannt. Insgesamt werden in Mexiko 291 verschiedene Sprachen und Idiome gesprochen.

Die Mehrheit der schwarzen Mexikaner ging in den letzten 200 Jahren innerhalb der Mestizenbevölkerung auf. Im Bundesstaat Veracruz und an der Westküste sind jedoch noch einige von ihnen zu finden. Das einzige auf mexikanischem Boden gesprochene Kreol ist das Gullah. Es wird von den Angehörigen der Schwarzen Seminolen in der kleinen Gemeinde Nacimiento de los Negros (in der Nähe von Muzquiz, Coahuila) gesprochen.

Jahr Einwohner
1805 5.700.000
1842 7.000.000
1880 9.600.000
1895 12.632.000
1900 13.607.000
1910 15.160.000
1921 14.335.000
1930 16.553.000
1940 19.654.000
1948 24.461.000
Jahr Einwohner
1950 26.282.000
1955 30.557.000
1960 34.994.000
1965 41.284.000
1970 50.695.000
1975 60.145.000
1990 81.250.000
1996 93.182.000
2000 100.350.000
2006 108.700.000
2008 109.960.000



Religion [Bearbeiten]
87 % der Mexikaner sind Katholiken.[3] Daneben gibt es eine wachsende protestantische Minderheit (7,5 %). 3,5 % der Bevölkerung bezeichnen sich als keiner Religionsgemeinschaft angehörig und lediglich 0,36 % entfallen auf andere Religionen, darunter auch die Muslime in Mexiko. Die Religion hat in gewissen Schichten der mexikanischen Gesellschaft eine groß


17.12.2008 19:12:06
russland
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Russland
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Dieser Artikel befasst sich mit dem gegenwärtigen russischen Staat; zu weiteren Bedeutungen siehe Russland (Begriffsklärung).

Российская Федерация
Rossijskaja Federazija
Russische Föderation

Flagge Wappen

Amtssprache Russisch, Sprache der Nationalitäten in den Teilrepubliken und Autonomen Kreisen
Hauptstadt Moskau
Staatsform Semipräsidiale Republik
Staatsoberhaupt Präsident Dmitri Medwedew
Regierungschef Premierminister Wladimir Putin
Fläche (1.) 17.075.400 km², davon in Europa: 3.952.550 km², in Asien: 13.122.850 km²
Einwohnerzahl (8.) 142.400.000 (europ. Teil: 104.400.000 / asiat. Teil: 38.000.000 Stand: März 2008)
Bevölkerungsdichte (179.) 9 Einwohner pro km²
BIP 2007
$1290 Mrd. (11.)
BIP/Einwohner $9075 (2007)
HDI 0,802 (67.)
Währung 1 Rubel = 100 Kopeken
Gründung 12. Juni 1990 (Souveränitätserklärung)
26. Dezember 1991 (Auflösung der Sowjetunion)
Nationalhymne Hymne der Russischen Föderation
Nationalfeiertag 12. Juni (Tag Russlands)
Zeitzone MEZ +1 bis +11
Kfz-Kennzeichen RUS
Internet-TLD .ru und .su
Telefonvorwahl +7


Russland (russisch Россия Aussprache ?/i, Transkription Rossija; bzw. Russische Föderation und in richtiger Übersetzung aus dem Russischen Russländische Föderation, russisch Российская Федерация, Aussprache ?/i/ Transkription Rossijskaja Federazija, beide Bezeichnungen sind gleichwertig) ist ein Staat im nördlichen Eurasien und flächenmäßig der größte der Erde. Russland entwickelte sich aus der Expansion des Großfürstentums Moskau, später des Russischen Zarenreiches zu einem von ethnischen Russen dominierten Vielvölkerstaat. Seine größte territoriale Ausdehnung hatte Russland im 19. Jahrhundert.

Die Russische Föderation ist Rechtsnachfolger der Sowjetunion, Atommacht und ständiges Mitglied des Weltsicherheitsrates. Das Land gilt nach der partiellen Erholung von den verschiedenen Transformationskrisen insbesondere wegen des Reichtums an natürlichen Ressourcen als wichtige Industrienation und wurde deshalb in die G8 aufgenommen.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Geografie
1.1 Angrenzende Staaten und Meere
1.2 Großlandschaften
1.3 Flüsse
1.4 Gebirge und Berge
1.5 Städte
1.6 Klima
2 Bevölkerung
2.1 Völker und Sprachen
2.2 Religionen
2.2.1 Christentum
2.2.1.1 Russisch-Orthodoxe Kirche
2.2.1.2 Abspaltungen von der Russisch-Orthodoxen Kirche
2.2.1.3 Römisch-Katholische Kirche
2.2.1.4 Evangelisches Christentum
2.2.1.5 Neuapostolische Kirche
2.2.2 Islam
2.2.3 Judentum
2.2.4 Buddhismus
2.2.5 Schamanismus
2.2.6 Situation heute
2.3 Bevölkerungsentwicklung
3 Geschichte
3.1 Etymologie
3.2 Entstehung
3.3 Öffnung Russlands unter Peter dem Großen
3.4 Russische Revolution
3.5 Russischer Bürgerkrieg
3.6 Die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken
3.6.1 Der Zweite Weltkrieg
3.6.2 Der Kalte Krieg
3.6.3 Zerfall der Sowjetunion
3.7 Das moderne Russland
4 Politik
4.1 Politisches System
4.2 Strittige Gebiete
4.3 Umbruch nach der Auflösung der Sowjetunion
4.4 Politische Kooperation der Nachfolgestaaten
4.5 „Gelenkte Demokratie“ Putins
4.6 Ungelöster Tschetschenien-Konflikt
4.7 Fremdenfeindlichkeit
4.8 Militär
5 Verwaltungsgliederung
6 Infrastruktur
6.1 Eisenbahn
6.2 Straßennetz
6.3 Wasserstraßen
6.4 Flugverkehr
6.5 Nahverkehr
6.6 Telekommunikation und Post
6.7 sonstige Infrastruktur
7 Wirtschaft
7.1 Währung
7.2 Bruttoinlandsprodukt und Produktionsstruktur
7.3 Außenwirtschaft
7.4 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung seit der Finanzkrise 1998
7.5 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2006
7.6 Schwachstellen und Probleme der russischen Wirtschaft
7.7 Wirtschafts- und Finanzpolitik
7.8 Tourismus
8 Gesundheit und Soziales
8.1 Gesundheitswesen
8.2 Armut
8.3 Umweltschutz
9 Kultur
9.1 Literatur
9.2 Musik
9.2.1 Kunstmusik
9.2.2 Rock- und Popmusik
9.3 Ballett
9.4 Theater und Oper
9.5 Malerei
9.6 Film
9.7 Feiertage
9.8 Architektur
10 Sport
11 Bildung und Wissenschaft
11.1 Bildungssystem im Überblick
11.2 Bildung
11.3 Universitäten und Hochschulen
11.4 Wissenschaft
12 Medien
12.1 Presse, Printmedien
12.2 Fernsehen
12.3 Hörfunk, Radio und Rundfunk
12.4 Internet
13 Weblinks
14 Literatur
14.1 Allgemeines
14.2 Aktuelle Politik
14.3 Geschichte
14.4 Soziologie & Kultur
15 Einzelnachweise



Geografie

Angrenzende Staaten und Meere
Im Folgenden sind die an Russland angrenzenden Nachbarländer und Meere entgegen dem Uhrzeigersinn aufgeführt. Die Grenzlänge ist hinter den jeweiligen Staaten in Klammern angegeben.

Russland und die Volksrepublik China haben mit jeweils vierzehn die größte Anzahl von Nachbarstaaten mit einer Landgrenze.

Das russische Kernland grenzt an die Staaten Norwegen (196 Kilometer) und Finnland (1.340 Kilometer), gefolgt von einem kurzen Küstenstreifen zur Ostsee. Danach teilt sich Russland eine Grenze mit den baltischen Ländern Estland (294 Kilometer) und Lettland (217 Kilometer), weiter südlich gefolgt von Weißrussland (959 km) und der Ukraine (1.576 Kilometer).

Das Schwarze Meer trennt die europäischen Grenzen Russlands von den asiatischen. Im Kaukasus grenzen Georgien (723 Kilometer) und Aserbaidschan (284 Kilometer) an. Es folgt ein Küstenstreifen am Kaspischen Meer und eine lange gemeinsame Grenze mit Kasachstan (6.846 Kilometer).

In Ostasien grenzt Russland erstmals an die Volksrepublik China (etwa 40 Kilometer) und dann an die Mongolei (3.485 Kilometer). Danach trifft das russische Hoheitsgebiet zum zweiten Mal mit dem der Volksrepublik China zusammen (3.605 Kilometer). Mit Nordkorea (19 Kilometer) besteht die letzte Landverbindung zu einem anderen Staat. Danach folgen die Küstenlinien zum Japanischen Meer, dem Ochotskischen Meer, zum Pazifischen Ozean und schließlich zur Beringsee. Über die nur etwa 85 Kilometer schmale und 30 bis 50 Meter tiefe Beringstraße ist Russland im äußersten Osten von Alaska getrennt.

Der gesamte nördliche Teil des Landes grenzt an den Arktischen Ozean. Dort liegen verschiedene zu Russland gehörende Inseln, als nördlichste Franz-Josef-Land.

Neben dem Kernland besitzt Russland noch eine Exklave, den nördlichen Teil des ehemaligen Ostpreußens, die heutige Oblast Kaliningrad. Die Exklave grenzt an Litauen (227 Kilometer) und Polen (206 Kilometer) und gehörte bis 1945 zu Deutschland.

Die Gesamtlänge der Landesgrenzen beträgt 20.017 Kilometer, die Küstenlinie umfasst 37.653 Kilometer.


Großlandschaften

Topografie von Russland→ Hauptartikel: Russische Großlandschaften

Russland gliedert sich geografisch betrachtet hauptsächlich in die folgenden Großlandschaften (etwa in West-Ost-Richtung):

Osteuropäische Ebene – westlich des Uralgebirges
Westsibirisches Tiefland – östlich des Uralgebirges
Nordsibirisches Tiefland – südlich des Arktischen Ozean
Mittelsibirisches Bergland – zwischen Jenissei und Lena
Südsibirische Gebirge – Gebirge im Süden Russlands (bzw. Sibiriens)
Mitteljakutische Niederung – in der Fluss-Niederung der Lena
Ostsibirisches Bergland – Gebirge östlich der Lena
Ostsibirisches Tiefland – südlich der Ostsibirischen See

Flüsse
Im europäischen Teil Russlands ist der wichtigste Fluss die Wolga. Sie ist der längste Fluss Europas und verläuft ausschließlich


17.12.2008 19:11:26
asien
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Asien
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Asien ist mit rund 44,4 Mio. km² der größte Kontinent und Teil von Eurasien. Es umfasst etwa ein Drittel der Landmasse der Erde. In Asien leben mit etwa 4 Milliarden Menschen etwa 60 % der Weltbevölkerung. Das Wort Asien (Asia) stammt aus dem Assyrischen und bedeutet Sonnenaufgang. Es entspricht also dem lateinischen Wort Orient oder dem deutschen Morgenland. So hieß in der Antike das Gebiet Kleinasiens die römische Provinz Asien.


Satellitenbild AsiensInhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Geographie
1.1 Ausdehnung
1.2 Flüsse und Seen
1.2.1 Flüsse
1.2.1.1 Flüsse, die in das Polarmeer münden
1.2.1.2 Flüsse, die in den Pazifik münden
1.2.1.3 Flüsse, die in den Indischen Ozean münden
1.2.2 Seegewässer
1.2.2.1 Abflusslose Seen
1.2.2.2 Seen mit Verbindung zu den Ozeanen
1.2.2.3 Weitere Seen in Asien
1.3 Steppen und Wüsten
1.4 Gebirge
1.5 Flora und Fauna
1.5.1 Klimazonen und Landschaftszonen
2 Geschichte
3 Bevölkerung
3.1 Gesundheit
4 Wirtschaft
4.1 Industrienationen
4.2 Tiger- bzw. Pantherstaaten
4.3 Entwicklungsländer
4.4 Golfstaaten
5 Religion, Mythologie und Philosophie
5.1 Vorderasien
5.2 Süd- und Ostasien
6 Länder Asiens nach Regionen
7 Wirtschaftliche und politische Bündnisse und Organisationen
8 Siehe auch
9 Weblinks
10 Quellen



Geographie [Bearbeiten]

Lage AsiensDie kontinentale Landmasse liegt ganz in der östlichen Hemisphäre und nördlich des Äquators mit Ausnahme der Tschuktschen-Halbinsel in Ostsibirien, die östlich der Datumsgrenze liegt, und den südöstlichsten Inseln im Indonesischen Archipel, die sich auf der Südhalbkugel der Erde befinden. Asien ist der größte Kontinent der Erde. Mit ca. 44,4 Millionen Quadratkilometer Fläche (ohne Russland 31,7 Millionen Quadratkilometer) umfasst er rund ein Drittel der gesamten Landmasse. Gemeinsam mit Europa wird Asien auch als Teil des Großkontinents Eurasien betrachtet.

Regionen:

Ostasien
Nordasien
Zentralasien
Vorderasien (Westasien)
Südasien
Südostasien

Ausdehnung [Bearbeiten]
Asien wird im Norden vom Arktischen Ozean, im Osten vom Pazifischen Ozean und im Süden vom Indischen Ozean begrenzt.

Im Westen wird die Grenze zu Europa von Nord nach Süd durch das Ural-Gebirge, den Ural-Fluss, das Kaspische Meer bzw. die Manytschniederung, den Kaukasus, die Südküste des Schwarzen Meeres, sowie Bosporus, Marmarameer und Dardanellen gebildet. Von der Barentssee bis zum Schwarzen Meer ist diese Grenze rund 2.700 km lang. Mit Afrika ist Asien nördlich des Roten Meeres über die Halbinsel Sinai (Landenge von Sues, 145 km breit) verbunden.

Im Nordosten liegen die Festlandmassen von Asien und Nordamerika an der Beringstraße etwas mehr als 80 km voneinander entfernt.

Im Südosten bildet der indonesische Archipel die Verbindung zu Australien.

Die Küstenlänge Asiens beträgt etwa 82.300 km, davon entfallen auf den Arktischen Ozean 15.900 km, auf den Pazifischen Ozean 27.300 km, auf den Indischen Ozean 33.600 km und auf das Mittelmeer und das Schwarze Meer zusammen rund 5.500 km.


Der geographische „Mittelpunkt Asiens“ in KysylDer geografische Mittelpunkt Asiens liegt nach Berechnung des britischen Geografen Douglas Carruthers[1] aus dem frühen 20. Jahrhundert bei Kyzyl in der autonomen russischen Republik Tuwa in Südsibirien am Zusammenfluss von großem und kleinem Jenissei.
Nördlichster Punkt der Landmasse ist das Kap Tscheljuskin (77° 40′ n. Br.) auf der Taimyr-Halbinsel in Sibirien.
Südlichster Punkt der Landmasse ist der Bundesstaat Johor an der Spitze der Malaiischen Halbinsel, die südöstlichsten Inseln im Indonesischen Archipel befinden sich sogar auf der Südhalbkugel der Erde.
Westlichster Punkt ist das Kap Baba in Kleinasien (26° 4′ östl. L.,)
Östlichster Punkt ist auf Kap Deschnjow (169° 44′ westl. L.) auf der Tschuktschen-Halbinsel in Ostsibirien.
Der riesigen Landmasse sind zahlreiche größere Inseln und Halbinseln vorgelagert.

Im Westlichen Teil --> Kleinasien (Anatolien) ist der Teil der Eurasischen Platte.
im Südwesten die Arabische Halbinsel zwischen dem Roten Meer und dem Persischen Golf zählt geologisch zur Arabischen Platte.
Indien zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Bengalen, mit der vorgelagerten Insel Sri Lanka zählt geologisch zur indisch-australischen Platte.
im Südosten Hinterindien mit Indochina, Malaysia und Indonesien zwischen dem Golf von Bengalen und dem Chinesischen Meer.
An der Ostküste Asiens befinden sich mehrere südwärts gerichtete Halbinseln mit vorgelagerten Inselreihen: Korea und Kamtschatka mit den Kurilen, Sachalin und die Inseln Japans (Hokkaidō, Honshū, Shikoku und Kyūshū\;\) sowie die Philippinen.
Im Norden ist die sibirische Küste, neben der Taimyr- und der Jamal-Halbinsel, durch die Mündungen mächtiger Ströme geprägt.

Flüsse und Seen [Bearbeiten]
Einen Fluss (Gewässer), der nicht Nebenfluss eines anderen Flusses ist, sondern im offenen Meer endet, bezeichnet man auch als Strom (Gewässer).

Unter See (Gewässer) versteht man eine größere Ansammlung von Wasser in einer Bodenvertiefung oder einem Loch in einer Landfläche, also ein Süßwassersee. Dem gegenüber sollte man Meeresteile z. B. Barentssee, Karasee, Laptewsee, Ostsibirische See und Tschuktschensee besser mit Binnenmeer bezeichnen.


Flüsse [Bearbeiten]

Flüsse, die in das Polarmeer münden [Bearbeiten]

Schiffshebewerk am Jenissei bei DiwnogorskDie wichtigsten Flüsse in Sibirien verlaufen von Süden nach Norden in den Arktischen Ozean. Dies erschwerte die Erschließung von Sibirien da keine West-Ost Verbindung auf dem Wasser möglich ist und die Flüsse nur kurze Zeit im Sommer schiffbar sind. Trotzdem besitzen die Flüsse eine große wirtschaftliche Bedeutung zur Versorgung der nördlich der Transsibirischen Eisenbahn gelegenen Gebiete. Von West nach Ost sind die wichtigsten Flüsse Sibiriens: Ob, Jenissei und Lena (Die Kolyma verläuft in einem sehr dünn besiedelten Gebiet).

Der Ob entsteht durch die Vereinigung der beiden Flüsse Bija und Katun im südsibirischen Gebirge in der Nähe der Stadt Bijsk. Der Ob ist ein 3.650 km langer Strom der im westsibirischen Tiefland entlang des Urals fließt und schließlich in den Arktischen Ozean mündet. Das Einzugsgebiet des Ob beträgt 2.972.497 km² und führt zu einer Wassermenge von 13.070 m³/sec (Jahresdurchschnitt 1994) bei der Mündung.

Die Quellen des Jenissei liegen im Sajangebirge in Tuwa. Der Große Jenissei (605 km lang) und der Kleine Jenissei (680 km lang) vereinigen sich am Ostrand der Stadt Kysyl zum Jenissei. Dann fließt der Jenissei an den Großstädten Abakan, Krasnojarsk vorbei, vereinigt sich mit dem Abfluss des Baikalsee, der Angara und fließt am wichtigen Hafen Dudinka vorbei in die Karasee. Der Fluss besitzt eine Länge von 4.092 km, Ein Einzugsgebiet von 2.554.482 km² und führt etwa 19.600 m³ Wasser pro Sekunde an der Mündung und gilt damit als der wasserreichste Fluss Sibiriens.

Die Lena gehört mit einer Länge von über 4.400 km zu den längsten Flüssen der Erde. Die Flussquelle liegt nur wenige Kilometer vom Baikalsee entfernt, trotzdem mündet der Fluss tausende Kilometer vom Jenissei entfernt in die Laptewsee. Das Einzugsgebiet der Lena beträgt 2.460.000 km² und führt zu einer Wassermenge von etwa 16.440 m³ Wasser pro Sekunde (Jahresdurchschnitt 1994) an der Mündung.

Der letzte der vier großen Flüsse ist die Kolyma mit einer Länge von 2.513 km. und einem Einzugsgebiet von 526.000 km² und führt zu einer Wassermenge etwa 2.728 m³ Wasser pro Sekunde (Jahresdurchschnitt 1994) an der Mündung. Im Kolymagebirge und dem dor


17.12.2008 19:10:58
europa
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Europa
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen werden unter Europa (Begriffsklärung) aufgeführt.

Europa



Fläche 10.180.000 km²
Bevölkerung über 700.000.000
Bevölkerungsdichte 65 Einwohner/km²
Länder ca. 50
Sprachfamilien Indogermanisch
Finno-Ungarisch
Turksprachen
Baskisch
Semitisch
Nordwestkaukasische Sprachen
Nordostkaukasische Sprachen
Mongolische Sprachen
Zeitzonen UTC (Island) - UTC+4 (Russland)

Satellitenfoto von EuropaEuropa (griechisch Εὐρώπη, Eurṓpē\;\) ist das westliche Fünftel der eurasischen Landmasse. Obwohl Europa geografisch gesehen ein Subkontinent ist, der mit Asien zusammen den Kontinent Eurasien bildet, wird es historisch und kulturell begründet meist als eigenständiger Kontinent betrachtet. Dies verweist darauf, dass sich der Begriff ‚Europa‘ nicht in der geografischen Definition erschöpft, sondern sich auch auf historische, kulturelle, politische, wirtschaftliche, rechtliche und ideelle Aspekte bezieht.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Name
2 Geographie
3 Bevölkerung
3.1 Sprachen
3.2 Religionen
3.3 Bildung und Kultur
3.4 Städte und Metropolen
4 Geschichte
5 Politik
5.1 Politische Gliederung
5.2 Politische Organisationen
6 Wirtschaft
7 Klima
8 Flora und Fauna
9 Siehe auch
10 Einzelnachweise
11 Weblinks



Name
Der Name „Europa“ lässt sich in Europa selbst am weitesten in Form der griechischen Εὐρώπη zurückverfolgen: Hier wurde Eurṓpē meist als Kompositum aus altgriechisch εὐρύς, eurýs, „weit“ und ὄψ, óps, „Sicht“, „Gesicht“ aufgefasst, daher Eurṓpē, „die [Frau] mit der weiten Sicht“.

Der griechischen Sage nach war dies der Name einer phönizischen Königstochter, die Zeus in Stiergestalt schwimmend nach Kreta entführte und dort verführte. Dieser Name stammt nach Auffassung einiger Etymologen[1] aus einer semitischen Sprache und wurde dann gräzisiert, z. B. aus akkadisch erebu, „sinken“, „untergehen“ (in Bezug auf die Sonne) analog zu „Okzident“[1] oder aus phönizisch erob, „dunkel“, „Abend“; daher auch „Abendland“. Auch das hebräische Wort ereb bedeutet soviel wie „Dunkel“ oder „Abendland“.


Geographie

Topographie Europas→ Hauptartikel: Geographie Europas, siehe auch: Eurasien

Europa hat im Osten gegenüber Asien keine eindeutige geographische oder geologische Grenze. Deshalb sind die ‚Grenzen Europas‘ eine Frage gesellschaftlicher Übereinkunft, eine geographische Definition Europas immer willkürlich. („Europa ist kein Ort, sondern eine Idee.“ – Bernard-Henri Lévy). Im Folgenden wird aus pragmatischen Gründen bezüglich der Grenze zwischen Europa und Asien die Definition von Strahlenberg verwendet. Danach bilden Uralgebirge und -fluss die Ostgrenze Europas. Zwischen dem Kaspischen Meer und dem Schwarzen Meer verläuft die Grenzlinie nördlich des Kaukasusgebirges.

Insgesamt hat Europa eine Fläche von etwa 10,5 Millionen Quadratkilometern und ist damit nach Australien der zweitkleinste Kontinent. Der nördlichste Punkt des europäischen Festlands liegt in Knivskjellodden (Norwegen), der südlichste in Tarifa (Spanien) und der westlichste in Cabo da Roca (Portugal). Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 3800 Kilometer. In Ost-West-Richtung misst das europäische Festland etwa 6000 Kilometer, vom Uralgebirge in Russland bis zur Atlantikküste Portugals.


Bevölkerung
Mit über 700 Millionen Einwohnern gehört Europa zu den dichter besiedelten Teilen der Erde. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte beträgt etwa 65 Einwohner/km². Vor allem in West-, Mittel- und Südeuropa ist die Bevölkerungsdichte relativ hoch, während sie weiter nach Norden und Osten stark abnimmt.


Sprachen
Mehr als 90 Prozent der Einwohner Europas sprechen indogermanische Sprachen. Am weitesten verbreitet sind slawische, germanische und romanische Sprachen. Auch Griechisch, Albanisch, die baltischen und keltischen Sprachen, sowie das Romani zählen zu den indogermanischen Sprachen.

Die uralischen Sprachen stellen die zweitgrößte Sprachfamilie Europas dar. Sie unterteilen sich weiter in die samojedischen Sprachen, die von einigen wenigen Tausend Menschen im äußersten Nordosten Europas gesprochen werden, und in die finno-ugrischen Sprachen. Hierzu zählen vor allem Finnisch, Ungarisch, Estnisch als Amtssprachen, ferner die in Lappland gesprochenen samischen Sprachen und einige Minderheitensprachen, vor allem in Russland.

Im europäischen Teil der Türkei ist mit Türkisch eine Turksprache Amts- und Titularsprache. Andere Turksprachen kommen als Minderheitensprachen in Ost- und Südosteuropa vor, so etwa das Gagausische und das Tatarische. Mit Kalmückisch wird am Ostrand des Kontinents auch ein Vertreter der mongolischen Sprachfamilie in Europa gesprochen.

Mit Maltesisch ist auf der Insel Malta zudem eine Sprache des semitischen Zweigs der afroasiatischen Sprachen vertreten. Die in Spanien und Frankreich gesprochene baskische Sprache wird keiner größeren Sprachfamilie zugerechnet, ihr Ursprung konnte durch die moderne Sprachwissenschaft nicht rekonstruiert werden und ist nach wie vor unbekannt. Darüber hinaus werden heute in Europa zahlreiche weitere Sprachen aus anderen Sprachfamilien gesprochen, die durch Einwanderer in jüngerer Zeit hierher gelangt sind.

Bezogen auf die Zahl der Bewohner ist in Europa das lateinische Alphabet am gebräuchlichsten, gefolgt von dem kyrillischen Alphabet (in Russland, Weißrussland, der Ukraine, Bulgarien, Serbien, Montenegro, Mazedonien und Teilen Bosniens und der Herzegowina) und dem griechischen Alphabet. Die lateinische Sprache hat durch die römisch-katholische Kirche bis in die Neuzeit als Schrift des Kontinents überleben können.

Siehe auch: Liste von Sprachen in Europa, Minderheitensprachen in Europa


Religionen

Religionszugehörigkeit in Europa
Kölner DomEtwa 75 % der Europäer sind Christen (vor allem katholisch, protestantisch, orthodox).

8 % sind Muslime, wobei die meisten Muslime in den europäischen Teilen Russlands (25 Millionen) leben, daneben im europäischen Gebiet der Türkei (5,9 Millionen), Bosnien-Herzegowina (2,2 Millionen), Albanien (1,4–2,5 Millionen[2]), sowie muslimische Einwanderer und deren Nachkommen in Frankreich (5,5 Millionen), Deutschland (3,2 Millionen), im Vereinigten Königreich (1,5 Millionen) und Italien (1 Million).

Weniger als 1 % der europäischen Bevölkerung sind Juden (knapp 2 Mio.). Andere Religionen (Hinduismus, Buddhismus etc.) sind ebenfalls mit weniger als 1 % vertreten.

Etwa 17 % der Europäer sind konfessionslos, besonders in Estland, Tschechien, Niederlande, Russland und Ostdeutschland, sonst v.a. in den Städten.

Die alleinige Konfessionszugehörigkeit sagt jedoch wenig über den tatsächlichen Grad der Religiosität in einem Land aus. Nach der European Values Study bezeichneten sich ca. ein Drittel der Europäer als unreligiös, 5 % als überzeugte Atheisten.

Das Christentum erreichte Europa erstmals im 1. Jahrhundert nach Chr. Der Islam breitete sich im 8. Jahrhundert auf der Iberischen Halbinsel aus, wurde aber im Zuge der „Reconquista“ vom 13. bis zum 15. Jahrhundert wieder verdrängt. Europäer verbreiteten das Christentum durch Einwanderung und Mission in Amerika, Australien und in geringerem Maße auch auf anderen Kontinenten (Teile Südostasiens, Afrikas und Ozeaniens). Heute ist Europa weitgehend säkularisiert.

Die Römisch-Katholische Kirche hat seit 1964 sechs Heilige zu Patronen Europas ernannt [3].

Siehe auch: Islam in Europa


Bil


17.12.2008 19:10:30
australia
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Australien
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Staat Australien. Für eine Beschreibung des gleichnamigen Kontinents, siehe Australien (Kontinent).

Commonwealth of Australia

Commonwealth von Australien


Flagge Wappen

Wahlspruch: kein Wahlspruch
früher: Advance Australia („Schreite voran, Australien“)
Amtssprache Englisch (de facto)
Hauptstadt Canberra
Staatsform Parlamentarische Monarchie
Staatsoberhaupt Königin Elizabeth II.

vertreten durch Generalgouverneurin Quentin Bryce

Regierungschef Premierminister Kevin Rudd
Fläche (6.) 7.692.030 km²
Einwohnerzahl (52.) 21.360.000 (Stand Juli 2008)
Bevölkerungsdichte (191.) 2,7 Einwohner pro km²
BIP nominal (2007)[1] 908.826 Mio. US$ (Rg. 14)
BIP/Einwohner 43.312 US$ (Rg. 15)
HDI 0,962 (Rg. 3)
Währung Australischer Dollar
Unabhängigkeit 1. Januar 1901
Nationalhymne Advance Australia Fair
Zeitzone UTC +8 bis +11
Kfz-Kennzeichen AUS
Internet-TLD .au
Telefonvorwahl +61


Australien (engl. und lat. Australia, abgeleitet von lat. terra australis: „südliches Land“; offizieller Name Commonwealth of Australia) ist der flächenmäßig sechstgrößte Staat der Erde. Er liegt auf der Südhalbkugel nordwestlich von Neuseeland und südlich von Indonesien, Osttimor, West-Neuguinea und Papua-Neuguinea und umfasst die Hauptlandmasse des Kontinents Australien sowie die vorgelagerte Insel Tasmanien und einige kleinere Inseln. Darüber hinaus gehören noch die pazifische Norfolkinsel, die Kokosinseln, die Weihnachtsinsel und die Ashmore- und Cartierinseln im Indischen Ozean sowie die subantarktischen Inseln Macquarieinsel und Heard und McDonaldinseln als Außengebiete zu Australien. Auch das Australische Antarktis-Territorium wird vom australischen Staat als Außengebiet betrachtet. Der Anspruch auf dieses Gebiet wird seit dem Jahr 1933 erhoben.

Australien wird, hauptsächlich in Australien selbst, auch als Oz (Abk. des Wortes „Australia“ in der englischen Aussprache) bezeichnet. Ebenso gibt es die Sammelbezeichnungen Down Under, Australasia (Südliches Asien), oder kurz A’sia, welche Australien, Neuseeland und die umliegenden Inseln zusammenfassen.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Geographie
2 Klima
3 Flora und Fauna
4 Bevölkerung
4.1 Religion
4.2 Indigene Bevölkerung
5 Geschichte
5.1 Vor Ankunft der Europäer
5.2 Nach Ankunft der Europäer
5.2.1 Entdeckung
5.2.2 Kolonisation
5.2.3 Weg zur Nation
5.2.4 Der Australische Bund
6 Politik
6.1 Bundesverfassung
6.2 Bundesstaaten und Territorien
6.3 Parteien
6.4 Politische Entwicklung
6.5 Nationalfarben
6.6 Nationalhymne
6.7 Liste der australischen Staatsoberhäupter
6.8 Außen- und Sicherheitspolitik
6.9 Militär
7 Regionale Untergliederungen
8 Infrastruktur
8.1 Flugverkehr
8.2 Straßenverkehr
8.3 Schienenverkehr
9 Wirtschaft
9.1 Außenhandel
9.2 Landwirtschaft
9.3 Bodenschätze
9.4 Tourismus
9.5 Energieerzeugung
9.6 Staatsausgaben für Gesundheit, Bildung und Verteidigung
10 Kultur
10.1 Kunst
10.2 Literatur
10.3 Film
10.4 Musik
10.5 Tanz und Theater
10.6 Museen
10.7 Medien
10.8 Sport
10.9 Feiertage
10.10 Australische Küche
10.11 Gesellschaftliche Probleme
10.12 Homosexualität
11 Bildungssystem
11.1 Schulbildung
11.2 Universitäten
12 Literatur
13 Siehe auch
14 Einzelnachweise
15 Weblinks



Geographie

Satellitenbild Australiens
Sonnenuntergang am Uluṟu („Ayers Rock“)→ Hauptartikel: Geographie Australiens

Die Gesamtfläche des Landes umfasst etwa 7,7 Millionen Quadratkilometer. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 3.700 km, die West-Ost-Ausdehnung ungefähr 4.000 km. Es lassen sich geographisch drei Großlandschaften unterscheiden. Das Tafelland des Westaustralischen Plateaus nimmt etwa 60 Prozent des Kontinents ein. Hier liegen die großen Trockengebiete der Großen Sandwüste, der Gibsonwüste, der Großen Victoriawüste und der Nullarbor-Wüste.

Kleinere Gebirge wie die MacDonnell Ranges und Inselberge wie der Uluṟu sind in großer Anzahl vorhanden. Im Osten schließt sich das Sedimentbecken der Mittelaustralischen Senke an. Hier befindet sich mit der Simpsonwüste sowohl die trockenste Region des Landes als auch das größte Fluss-System, das Murray-Darling-Becken. Der Osten des Landes ist von der Great Dividing Range geprägt, die sich von Norden nach Süden über 3.200 km erstreckt. Auch Tasmanien kann als Teil dieser Gebirgskette angesehen werden. Mit 2.229 m befindet sich in den zur Great Dividing Range gehörenden Snowy Mountains der Mount Kosciuszko. Der höchste Berg und gleichzeitig der einzige aktive Vulkan auf australischem Hoheitsgebiet ist mit 2.745 m der auf der unbewohnten Insel Heard gelegene Big Ben.

Ein Großteil der westlichen und zentralen Landesteile ist unbewohnbar. Im Outback findet sich Platz für extensive Weidewirtschaft – 130 Mio. Schafe und 25 Mio. Rinder.

Die Hauptstadt Canberra (308.700 Einwohner) ist eine Planhauptstadt zwischen Sydney und Melbourne, da diese beiden Städte sich nicht einigen konnten, welche als Hauptstadt angesehen werden sollte.

Die größten und bekanntesten Städte sind Sydney (3,7 Mio. Ew.), Melbourne (3,6 Mio. Ew.), Brisbane (1,7 Mio. Ew.), Perth (1,4 Mio. Ew.) und Adelaide (1,1 Mio. Ew.).

Siehe auch: Liste der Flüsse in Australien, Liste der Seen in Australien, Liste der Städte in Australien


Klima

Klimazonen→ Hauptartikel: Klima in Australien

Aufgrund der großen Nord-Südausdehnung des Landes gibt es sehr unterschiedliche Klimazonen. Der Norden ist tropisch, es schließt sich ein subtropisches Gebiet an, im Süden ist das Klima gemäßigt. Wetter und Klima werden hauptsächlich von drei Phänomenen bestimmt. Von dem Tropischen Tiefdruckgürtel, der Passatwindzone und den subpolaren Westwinden.

Im Sommerhalbjahr, das von November bis April andauert, treten im Norden aufgrund eines Hitzetiefs starke Regenfälle auf. Zusätzlich kommt es über der Timorsee zu Wirbelstürmen. Südaustralien liegt zu dieser Zeit im subtropischen Hochdruckgürtel und bleibt weitgehend niederschlagsfrei. Im Winterhalbjahr, Mai bis Oktober, bleibt dagegen der Norden aufgrund eines Hochdruckgebiets trocken, Süden und Südwesten des Landes liegen in der Westwindzone und sind Niederschlägen ausgesetzt. Südostpassatwinde bringen in den Gebirgen des Ostens ganzjährig Steigungsregen.

Das Zentrum des Landes bleibt ganzjährig weitgehend trocken, 80 Prozent der Fläche Australiens sind semiaride und aride Gebiete mit weniger als 250 mm Niederschlägen im Jahr.

Der 1. Januar 2006 wurde in Australien als der heißeste Jahresanfang seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1858 festgestellt. In Sydney selbst wurden an der offiziellen Station am Observatory Hill um 16:24 h Höchsttemperaturen von 44,7 Grad Celsius gemessen. Der Januar-Temperaturrekord von 45,3 Grad Celsius vom 14. Januar 1939 blieb unangetastet. Nach Angaben des staatlichen Wetterdienstes geht 2005 als das heißeste Jahr in der australischen Geschichte seit Aufzeichnungsbeginn der Wetterdaten im Jahr 1858 ein. In den ersten zehn Monaten 2005 lagen die Werte um 1,03 Grad Celsius über dem 30-Jahres-Mittel. Seit 1988 ist ein deutlicher Trend zu höheren Durchschnittstemperaturen festzustellen.

Das südöstliche Australien ist das bevölkerungsreichste Gebiet im Bereich des südlichen Ozonlochs.


Flora und Fauna
→ Hauptartikel: Fauna Australiens, Flora und Vegetation Australiens


Blühender Eukalyptus
Blühender Akazienstrauch
Regenwald in Queensland
KoalaAuf dem australischen Kontinent, der seit rund 50 Millionen Jahr


17.12.2008 19:09:56
barack obama
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Barack Obama
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Dieser Artikel erläutert den designierten 44. US-Präsidenten; zu anderen Bedeutungen von Obama siehe Obama (Begriffsklärung).


Barack Obama (2008)Barack Hussein Obama, Jr. [bəˈɹɑːk hʊˈseɪn oʊˈbɑːmə] (* 4. August 1961 in Honolulu, Hawaii) ist ein US-amerikanischer Politiker.

Der promovierte Jurist gehört der Demokratischen Partei an und gilt seit der Präsidentschaftswahl am 4. November 2008 und der Stimmabgabe des Wahlmännerkollegiums am 15. Dezember 2008 als der gewählte, nächste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Seine Amtseinführung ist für den 20. Januar 2009 vorgesehen. Er wäre nach Amtsantritt der 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Von 2005 bis 2008 gehörte er als der dienstjüngere (Junior Senator) der beiden Senatoren aus dem Staat Illinois dem Senat der Vereinigten Staaten an.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Leben
1.1 Kindheit und Jugend
1.2 Studium und Beruf
1.3 Privatleben
2 Landespolitik in Illinois
3 US-Senat
3.1 Vorwahlen
3.2 Wahlkampf für den US-Senat
3.3 Democratic National Convention 2004
3.4 Amtszeit im Senat
3.5 Offizielle Auslandsreisen
4 Präsidentschaftswahl 2008
4.1 Kandidatur
4.2 Vorwahlen der Demokratischen Partei
4.3 Kontroversen und Rolle der Medien
4.4 Präsidentschaftswahl
5 Politische Positionen
5.1 Wirtschaftspolitik
5.2 Außenpolitik
5.2.1 Irak
5.2.2 Iran
5.2.3 Afghanistan und Pakistan
5.2.4 Guantanamo
5.2.5 Darfur
5.2.6 Bündnispolitik
5.2.7 Internationale Abrüstung
5.3 Innenpolitik
5.3.1 Todesstrafe
5.3.2 Religion
5.3.3 Gesundheitssystem
5.3.4 Energie und Umwelt
6 Kulturelle und politische Erscheinung
7 Werke
8 Auszeichnungen und Ehrungen
9 Siehe auch
10 Literatur
11 Weblinks
11.1 Offizielle Webseiten
11.2 Portraits und Berichte
11.3 Reden
12 Einzelnachweise



Leben

Kindheit und Jugend

Honolulu und WaikikiObamas Vater, Barack Hussein Obama Senior (1936–1982), stammte aus Alego in Kenia und gehörte zum Luo-Volk. Seine Mutter, Stanley Ann Dunham (1942–1995), war eine weiße US-Amerikanerin aus Wichita, Kansas.[1] Die Eltern lernten sich als Studenten an der Universität von Hawaii in Manoa kennen. Sie heirateten 1961 in Hawaii, während in anderen Teilen der USA Ehen zwischen Schwarzen und Weißen noch verboten waren.

1963 ließen sich die Eltern scheiden. Der Vater setzte sein Studium an der Harvard University fort. Obama sah ihn als Zehnjähriger zum letzten Mal.[2] Die Mutter heiratete einen Studenten und späteren Ölmanager[3] aus Indonesien und zog mit ihm und ihrem Sohn Barack 1967 nach Jakarta. Dort wurde seine Halbschwester Maya geboren.

Von väterlicher Seite hat Obama einen jüngeren Halbbruder, der in den Slums von Nairobi lebt[4], und eine Halbschwester (Auma), die in Heidelberg studiert hat.[5] Kenias Oppositionschef Raila Odinga erklärte im Januar 2008, er sei ein Cousin Barack Obamas;[6] ein Onkel Obamas aus Kenia bestreitet dies jedoch.[7]

Barack besuchte in Jakarta von 1967 bis 1970 die von Kapuzinern geführte St. Francis of Assisi Elementary School[8], 1970/71 eine staatliche Schule mit Schülern verschiedener Religionsangehörigkeit und kehrte 1971 nach Hawaii zurück. Dort zogen ihn die Eltern seiner Mutter, Madelyn (1922–2008) und Stanley Dunham (1918–1992), auf. Sie schulten ihn in die fünfte Klasse der renommierten privaten Punahou School ein, deren Ausbildung er 1979 mit Auszeichnung abschloss.


Studium und Beruf

Austin Hall der Harvard Law SchoolBarack Obama studierte zwei Jahre am Occidental College in Los Angeles und wechselte 1981 an die Columbia University in New York City. Nach seinem Bachelor-Abschluss 1983 in Politikwissenschaften (Schwerpunkt Internationale Beziehungen) arbeitete er ein Jahr lang für das Wirtschaftsberatungsunternehmen Business International Corporation in New York. 1985 wechselte er nach Chicago, wo er für eine gemeinnützige Organisation arbeitete, die Kirchengemeinden beim Arbeitstraining für Einwohner armer Stadtviertel half.[9] Danach studierte er drei weitere Jahre Rechtswissenschaft an der Harvard Law School und wurde dort zum Präsidenten der Fachzeitschrift Harvard Law Review gewählt. Er gilt als der erste Afroamerikaner in diesem Amt. 1991 machte Obama seinen J.D.-Abschluss mit der Gesamtbewertung magna cum laude.

Obama kehrte 1992 nach Chicago zurück und arbeitete ab 1993 in der auf Bürgerrechte spezialisierten Anwaltssozietät Miner, Barnhill and Galland. Außerdem lehrte er bis zu seiner Wahl in den US-Senat 2004 Verfassungsrecht an der University of Chicago.[9][10]


Privatleben

Michelle und Barack ObamaBarack Obama ist seit 1992 mit Michelle Obama (* 1964) verheiratet, die wie er an der Harvard Law School studierte und selbst in der öffentlichen Verwaltung von Chicago tätig ist. Sie lernten sich in der Anwaltskanzlei kennen, in der Michelle nach ihrem Abschluss 1988 arbeitete und dem jungen Praktikanten Barack Obama als Tutorin zugeteilt war. Sie haben zwei Töchter: Malia Ann (* 1998) und Natasha ('Sasha') (* 2001). Barack Obama lebt mit seiner Familie in Chicago.[11][12]


Landespolitik in Illinois
In Illinois wurde Obama erstmals 1992 politisch aktiv: Er organisierte eine Kampagne zur Wählerregistrierung von afroamerikanischen Bürgern Chicagos, um so die Wahl Bill Clintons zum US-Präsidenten zu unterstützen. Dadurch mobilisierte er mehr als 150.000 Menschen.[13]

1996 wählte ihn der südliche Wahlkreis von Chicago zum Abgeordneten für den Senat von Illinois. Er übernahm dort den Vorsitz im Ausschuss für öffentliches Gesundheitswesen und Wohlfahrt. Er verfasste eine Gesetzesinitiative mit, die Hilfen für arme Arbeiterfamilien vorsah, und arbeitete an einer Vorlage zur Unterstützung von Menschen ohne Krankenversicherung. Er half Organisationen, die sich für Schwule und Lesben einsetzen, und setzte eine Erhöhung der Mittel zur Aids-Prävention und -Behandlung durch.

1998 wurde Obama zum ersten, 2002 zum zweiten Mal, diesmal ohne Gegenkandidaten, in den Senat von Illinois wiedergewählt. Er initiierte ein Gesetz, das die Polizei verpflichtete, Vernehmungen auf Video aufzuzeichnen, die bei Anklagen auf Todesstrafe verwendet werden sollen. Außerdem beantragte er erfolgreich, Krankenversicherungen zu verpflichten, Kosten für regelmäßige vorbeugende Mammografien zu übernehmen. Er konnte für diese und andere Vorhaben Koalitionen mit politischen Gegnern bilden. Obwohl er mit der Polizeigewerkschaft Fraternal Order of Police über viele innenpolitische Gesetzesinitiativen uneinig gewesen war, lobte sie ihn für seine „langjährige Unterstützung von Waffenkontrollgesetzen und zur Bereitschaft, Kompromisse zu verhandeln“.[14]

2000 unterlag er mit 30 % zu 61 % gegen den Mitbewerber und Mandatsinhaber Bobby L. Rush in einem Wahlkreis in Illinois bei den Vorwahlen für das US-Repräsentantenhaus. Rush punktete mit dem Hinweis auf Obamas Unerfahrenheit.[15]


US-Senat

Vorwahlen
Obama trat 2004 an, um für die Demokratische Partei einen Sitz im US-Senat zu erlangen. Der amtierende republikanische Senator Peter Fitzgerald verzichtete auf eine Wiederwahl und vier Kongressabgeordnete aus Illinois unterstützten die Wahl Obamas öffentlich, ebenso liberale Demokraten wie der frühere Vorsitzende des Democratic National Committee, David Wilhelm.

Obama gewann bei den Vorwahlen im März 2004 52 Prozent der Stimmen, die restlichen Stimmanteile verteilten sich auf die übrigen sechs Kandidaten. Seine Kampagne war vom Medienberater David Axelrod entworfen worden, der später auch eine der Schlüsselfigure


17.12.2008 19:08:41
martin luther king
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Martin Luther King
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Martin Luther King Jr. (* 15. Januar 1929 in Atlanta, Georgia; † 4. April 1968 in Memphis, Tennessee) war ein US-amerikanischer Baptistenpastor und Bürgerrechtler. Er zählt weltweit zu den wichtigsten Vertretern im Kampf gegen die Unterdrückung der Afroamerikaner und Schwarzafrikaner und für soziale Gerechtigkeit. King, der immer die Gewaltlosigkeit predigte, wurde dreimal tätlich angegriffen, überlebte mindestens ein Bombenattentat und wurde zwischen 1955 und 1968 mehr als 30-mal inhaftiert. Am 4. April 1968 wurde er in Memphis, Tennessee, erschossen.


Martin Luther King (1964)Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Leben
1.1 Familie und Kindheit
1.2 Ausbildung und Einflüsse
1.3 Erste Erfolge – Montgomery
1.4 Erste Niederlagen – Albany
1.5 Birmingham – „Metropole der Rassentrennung” (King)
1.6 Washington, Friedensnobelpreis
1.6.1 March on Washington for Jobs and Freedom
1.6.2 Verkündung des Gesetzes zur Aufhebung der Rassentrennung, Friedensnobelpreis
1.7 Selma
1.8 Gewalttätige Aufstände im ganzen Land – gewaltfreie Versuche in Chicago
1.8.1 Marsch nach Jackson
1.9 Vietnamkrieg
2 Attentat
2.1 Nachwirkungen
2.2 Beisetzung
2.3 Kriminaltechnische Untersuchungen und Verschwörungstheorien
3 King und das FBI
4 Fragwürdige Autorenschaft
5 Nachleben
5.1 Ehrungen nach dem Tod
6 Rolle Kings innerhalb der Bürgerrechtsbewegung in den USA
7 Einzelnachweise
8 Werke
9 Literatur
9.1 Video und Audiomaterial
10 Filmographie
11 Weblinks



Leben

Familie und Kindheit
King wurde als Sohn der Lehrerin Alberta Christine Williams King (1904 - 1974) und des 2. Baptistenpredigers in einer Ebenezer-Gemeinde, Martin Luther King Sr. (1899 - 1984), geboren. Sein Vater war vor seiner Tätigkeit als Pfarrer unter anderem Hilfsmechaniker in einer Autowerkstatt und Feuerwehrmann bei einer Eisenbahngesellschaft. King senior holte seinen Abschluss an einer Abendschule nach und war bereits vor der Geburt von King jr. Vorsitzender der Bürgerrechtsorganisation National Association for the Advancement of Colored People (NAACP) in Atlanta.

King jrs. Großvater mütterlicherseits, Williams (* 1863), war Sohn von Sklaven und trat 1894 in die Ebenezer-Gemeinde ein. Dieser Kirchengemeinde gehörten alle nachfolgenden Generationen an. James King, der Großvater väterlicherseits, hatte auf Baumwollplantagen bei Stockbridge gearbeitet, etwa 20 Kilometer von Atlanta entfernt. Der Name Martin Luther war für den Vater und später für den Sohn Ausdruck tiefen religiösen Empfindens. Zusammen mit seinen Eltern lebte er bis 1941 in der Auburn Avenue 501, einer Straße, in der fast ausschließlich wohlhabende Schwarze wohnten.

Wie alle Schwarzen wurde auch er durch die damalige Rassentrennung in den Südstaaten der USA diskriminiert. Diese trennte alle Bereiche des täglichen Lebens in schwarz und weiß: Schulen, Kirchen, öffentliche Gebäude, Busse und Züge, selbst Toiletten und Waschbecken. King empfand schon früh solche Segregation als große Ungerechtigkeit, vor allem geprägt durch die väterliche Erziehung. Im Alter von 14 Jahren fuhr er von Atlanta nach Dublin, Georgia, um dort an einem Redner-Wettbewerb teilzunehmen, den er auch gewann. Schon damals setzte er sich öffentlich sowohl für die Desegregation wie auch die Stärkung der USA als Nation ein:

„Wir können keine aufgeklärte Demokratie sein, wenn eine große Bevölkerungsgruppe ignoriert wird. Wir können keine starke Nation sein, wenn ein Zehntel der Bevölkerung schlecht ernährt und krank durch Bazillen ist, die keinen Unterschied zwischen Schwarzen und Weißen machen – befolgt die Jim-Crow-Gesetze nicht [..]“ [1]
Am 18. Juni 1953 heiratete er Coretta Scott Williams. Die Hochzeit fand in ihrem Elternhaus in Marion, Alabama, statt und wurde von Kings Vater geleitet. King und Scott hatten zusammen vier Kinder:

Yolanda Denise (* 17. November 1955, Montgomery, Alabama; † 15. Mai 2007, Santa Monica, Kalifornien)
Martin Luther III (* 23. Oktober 1957, Montgomery, Alabama)
Dexter Scott (* 30. Januar 1961, Atlanta, Georgia)
Bernice Albertine (* 28. März 1963, Atlanta, Georgia)
Alle vier engagieren bzw. engagierten sich wie ihr Vater für Bürgerrechte, wenn auch ihre veröffentlichten Texte und Reden thematisch voneinander abweichen.

Coretta Scott King starb am 30. Januar 2006 im Alter von 78 Jahren in Rosarito Beach, Mexiko.


Ausbildung und Einflüsse
In der Schule lernte King leicht und wurde mit 17 Jahren Hilfsprediger seines Vaters an der Ebenezer Baptist Church in Atlanta, Georgia. Dort besuchte er ab dem 20. September 1944 die einzige Hochschule für Schwarze im Süden, das „Morehouse College“, das er 1948 mit einem Bachelor of Arts in Soziologie abschloss. Am Morehouse College war Benjamin Mays, damaliger Präsident der Schule und Bürgerrechtler, ein wichtiger Mentor für King. Auch sonst beschreibt er die Atmosphäre an dem College als konstruktiv und weitestgehend frei von Rassismus und Intoleranz gegenüber Schwarzen [2].

Danach wollte King trotz seines tiefen Glaubens eigentlich kein Prediger werden, entdeckte jedoch auf dem College endgültig das Reden für sich und belegte vordere Plätze bei Studentenwettbewerben, in denen es um politische Reden ging. Von Vater und Professoren schließlich überzeugt, besuchte er das Crozer Theological Seminary in Chester, Pennsylvania, um Theologie zu studieren. Er las Plato, John Locke, Jean-Jacques Rousseau, Aristoteles, Henry David Thoreau und Walter Rauschenbusch, der ihn insofern beeinflusste, als dass King die Rolle und Verantwortung eines Predigers für sich neu definierte:

„Predigen ist für mich ein dualer Prozess. Einerseits muss ich versuchen, die Seele eines jeden Einzelnen zu verändern, damit sich die Gesellschaft verändern kann. Andererseits muss ich versuchen, die Gesellschaft zu verändern, damit sich jede einzelne Seele verändern kann. Darum muss ich mir über Arbeitslosigkeit, Slums und wirtschaftliche Unsicherheit Gedanken machen.“ [3]
Zudem beschäftigte er sich intensiv mit verschiedenen Theorien zu Gesellschaftsformen und las etwa Karl Marx, der ihn stark beeinflusste, obwohl er ihn größtenteils ablehnte:

„Das Lesen von Marx überzeugte mich davon, dass die Wahrheit weder im Marxismus noch im traditionellen Kapitalismus zu finden ist. Beide repräsentieren eine Teilwahrheit. Historisch gesehen übersah der Kapitalismus die Wahrheit gemeinschaftlicher Unternehmen und der Marxismus erkannte nicht die Wahrheit individueller Unternehmen. Der Kapitalismus des 19. Jahrhunderts beachtete die sozialen Aspekte des Lebens nicht und der Marxismus übersah und übersieht, dass das Leben individuell und persönlich ist. Das Königreich Gottes ist weder die These von individuellen Unternehmungen noch die Antithese von kollektiven Unternehmungen, sondern stellt eine Synthese dar, welche die Wahrheiten beider vereinigt“ [4]
Außerdem wurde er noch stark von Mahatma Gandhi beeinflusst, dessen Erfolge mittels Gewaltlosigkeit und Nächstenliebe ihn tief beeindruckten. King sagte einmal über Gandhi:

„Durch diese Konzentration Gandhis auf Liebe und Gewaltlosigkeit entdeckte ich die Methode für soziale Reformen, nach der ich suchte“ [5]
Später las er noch Pazifismus-kritische Texte von Reinhold Niebuhr. Diese konnten ihn zwar nicht vom gewaltfreien Widerstand abbringen, veränderten jedoch sein Weltbild:

„Während ich noch an das Gute im Menschen glaubte, zeigte mir Niebuhr auch dessen Potenzial für das Böse. Außerdem half er mir, die Komplexität zu erkennen, mit der der Mensch in die blendende Existenz des kollektiven Bösen verwickelt i


17.12.2008 19:07:48
martin luther
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Martin Luther
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Dieser Artikel befasst sich mit dem Reformator Martin Luther. Für weitere Träger dieses Namens siehe Luther (Begriffsklärung).


Martin Luther, Portrait von Lucas Cranach d.Ä., 1529
Unterschrift Martin LuthersMartin Luther (ursprünglicher Nachname Luder; * 10. November 1483 in Eisleben, Sachsen-Anhalt; † 18. Februar 1546 ebenda) war der theologische Urheber und Lehrer der Reformation.

Als zu den Augustinermönchen gehörender Theologieprofessor wollte er Fehlentwicklungen in der Römisch-Katholischen Kirche durch ausschließliche Orientierung an Jesus Christus als dem fleischgewordenen Wort Gottes beseitigen. Seine Entdeckung der Gnade Gottes, seine Predigten und Schriften – besonders seine Lutherbibel – veränderten die mittelalterliche Gesellschaft nachhaltig. Sie wurden von den Fürstentümern des 16. Jahrhunderts dazu genutzt, die Zentralmächte von Papst und Kaiser zurückzudrängen. Unter ihrem Einfluss kam es entgegen Luthers Absichten zu einer Kirchenspaltung, Bildung der Evangelisch-Lutherischen Kirche und weiterer Konfessionen des Protestantismus.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Leben
1.1 Elternhaus und Jugend
1.2 Studium
1.3 Reformatorische Wende
1.4 Ablass und 95 Thesen
1.5 Der römische Prozess
1.6 Reichstag zu Worms
1.7 Bibelübersetzung
1.8 Reformation in Wittenberg
1.9 Heirat und Familie
1.10 Haltung zum Deutschen Bauernkrieg
1.11 Konsolidierung der Reformation
1.12 Spätzeit
2 Theologie
2.1 Überblick
2.2 Schriften zur reformatorischen Wende
2.3 Reformatorische Hauptschriften
2.3.1 An den christlichen Adel deutscher Nation von des christlichen Standes Besserung
2.3.2 De captivitate Babylonica ecclesiae (Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche)
2.3.3 Von der Freiheit eines Christenmenschen
2.4 Abgrenzung zum römisch-katholischen Mess- und Sakramentsverständnis
2.5 Der innerevangelische Abendmahlsstreit
2.6 Luther und die Juden
2.7 Luther und die Hexenverfolgungen
2.8 Gottesdienstordnungen
2.9 Musik
3 Rezeption
3.1 Forschung
3.2 Bilder
3.3 Denkmäler
3.4 Filme
4 Einzelnachweise
5 Werke
6 Literatur
7 Siehe auch
8 Weblinks



Leben

Elternhaus und Jugend

Luthers Eltern, Hans und Magrethe Luther von Lucas Cranach d.Ä.
Luthers Taufstein in Eisleben
Älteste Abbildung Martin Luthers als Augustinermönch mit Tonsur, Lucas Cranach d.Ä., 1520Luthers Eltern waren der Bauer, Bergmann, Mineneigner und spätere Ratsherr Hans Luder (1459–1530) und dessen Ehefrau Margarethe, geb. Lindemann (1459–1531), die aus Möhra stammten.

Luther wurde als ihr erster oder zweiter Sohn in Eisleben geboren. Am folgenden Martinstag (11. November 1483) wurde er auf den Namen des Tagesheiligen in der St.-Petri-Pauli-Kirche getauft. Er wuchs im benachbarten Mansfeld auf, wo der Vater als Hüttenmeister im Kupferschieferbergbau bescheidenen Wohlstand erwarb. Beide „Lutherstädte“ liegen im Mansfelder Land und heute im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt und hatten damals einige tausend Einwohner.

Luther erfuhr eine damals normale, strenge väterliche, aber auch liebevolle Erziehung. Seine Eltern waren kirchentreu, aber nicht übermäßig fromm. Von 1488 bis 1497 besuchte er die Mansfelder Stadtschule und danach für ein Jahr die Magdeburger Domschule. Dort unterrichteten ihn die Brüder vom gemeinsamen Leben, eine spätmittelalterliche Erweckungsbewegung. 1498 schickten ihn die Eltern auf das Franziskanerstift Eisenach, wo er eine musikalisch-poetische Ausbildung erhielt. Er galt als sehr guter Sänger.

Verwirrungen gab es um Luthers Geburts- und auch das Sterbehaus in Eisleben. Das Geburtshaus ging 1689 in Flammen auf, 1693 errichtete die Stadt auf dem Grundstück einen würdevollen Barockbau, der als eines der ersten deutschen Museen in Deutschland gilt. An der Stelle des Sterbehauses am Markt 56 entstand Ende des 16. Jahrhunderts ein Neubau, heute ein Hotel. Die ursprünglichen Eigentümer zogen in ein Haus am Andreaskirchplatz, das seitdem als das Sterbehaus angesehen wurde. Diese Verwechslung kam durch einen Irrtum in der Erforschung der Baugeschichte zustande[1].


Studium
Von 1501 bis 1505 studierte Luther an der Universität Erfurt in Thüringen und erhielt den „Magister Artium“ der Philosophischen Fakultät: Dazu gehörte eine Grundausbildung in Latein in den Fächern Grammatik, Rhetorik, Dialektik , Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie. Hier erwarb er sich eine genaue Kenntnis der Lehren des Aristoteles, die seit Thomas von Aquin die mittelalterliche Scholastik beherrschten, aber in Erfurt bereits in der Kritik des Nominalismus standen.

Auf väterlichen Wunsch begann Luther das Studium der Rechtswissenschaften. Doch am 2. Juli 1505 wurde er nach dem Besuch seiner Eltern in Mansfeld auf dem Rückweg nach Erfurt bei Stotternheim von einem schweren Gewitter überrascht, hatte Todesangst und rief zur Heiligen Anna, der Mutter Marias: „Heilige Anna, hilf! Lässt Du mich leben, so will ich ein Mönch werden.“ Weshalb der junge Luther gerade dieses Gelübde ablegte und dann einen kirchlichen Lebensweg einschlug, erklärt sich weder aus seiner Erziehung noch seiner Todesangst ganz.[2] Jedenfalls trat er am 17. Juli 1505 gegen den Willen seines Vaters in das Kloster der Augustinereremiten in Erfurt ein.[3]

Hier übte er die Ordensregeln in vorbildlicher Strenge, so dass er schon am 27. Februar 1507 zum Priester geweiht wurde. Trotz täglicher Bußübungen litt Luther große Gewissensqualen. Seine Hauptfrage war: „Wie kriege ich einen gnädigen Gott?“ Die Frage entzündete sich nicht an Missständen der kirchlichen Praxis, sondern am Sakrament der Buße, deren Vorbedingung die aufrichtige Reue aus Liebe zu Gott, nicht Angst vor Gottes Bestrafung, und die Beichte aller, auch der heimlichsten, einem selbst unbewussten Sünden war. Luther nahm diese Forderungen sehr ernst und stürzte deshalb in verzweifelte Heilsungewissheit darüber, ob er diese Voraussetzung erfüllen könne oder aber mit einer ungültigen Absolution ewige Verdammnis auf sich ziehen würde. Er erfuhr seine Unfähigkeit, aus Liebe, nicht Angst, Gottes Forderungen zu erfüllen, so dass er auch an der zugesagten Vergebung zweifelte.[4]

Sein Beichtvater Johann von Staupitz, der Generalvikar der Kongregation, empfahl Luther daraufhin für ein Theologiestudium und versetzte ihn dazu 1508 nach Wittenberg. In der dortigen Klosterschule lernte er die Theologie Wilhelm von Ockhams kennen, der Gottes Freiheit ebenso wie die menschliche Willensfreiheit betonte, dazu die Kirchenväter, vor allem – vermittelt durch die Sentenzen des Petrus Lombardus – Augustin. Ein Jahr darauf promovierte er auch zum baccalarius biblicus (Professor der Bibel), der Griechisch und Hebräisch beherrschte, und hatte nun neben Moralphilosophie auch biblische Fächer zu lehren.

1510 reiste Luther nach Rom, um im Auftrag seines Erfurter Konvents, in den er inzwischen zurückgekehrt war, gegen die von oben befohlene Vereinigung der strengen Observanten mit den liberaleren Augustinerklöstern zu protestieren. Er nahm an einer Generalbeichte teil und rutschte auf dem Bauch die „Heilige Treppe“ am Lateran hinauf, um Sündenvergebung für sich und seine Verwandten zu erlangen. Er zweifelte also damals noch nicht an der römischen Bußpraxis, war aber schon entsetzt über den Unernst und Sittenverfall, die ihm in Rom begegneten.

1511 holte Staupitz ihn erneut nach Wittenberg und machte ihn 1512 als Doktor der Theologie zu seinem Nachfolger. Mit dem thomistischen Gedanken, dass sein Gewissensleiden von Gott selbst hervorgerufen sei, um wahre Demut in ihm zu wecken, konnte er


17.12.2008 19:06:39
brad pitt
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Brad Pitt
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Dieser Artikel behandelt den Schauspieler Brad Pitt; für den gleichnamigen australischen Amateurboxer siehe Brad Pitt (Boxer).


Brad Pitt (2008)
Brad Pitt (2007)
Brad Pitt (2001)William Bradley „Brad“ Pitt (* 18. Dezember 1963 in Shawnee, Oklahoma) ist ein US-amerikanischer Schauspieler und Produzent.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Leben
1.1 Familie
1.2 Sonstiges
2 Filmografie
2.1 Darsteller
2.2 Produzent
3 Auszeichnungen
4 Literatur
5 Quellen
6 Weblinks



Leben
Pitt wuchs in Springfield, Missouri auf. Seine Familie ist zum Großteil englischer Abstammung. Schon in den 1980er Jahren bekam der Publizistikstudent (an der University of Missouri, wo er auch Mitglied der Sigma Chi Studentenverbindung wurde) seine erste kleine Filmrolle - einen zehnsekündigen Kurzauftritt als Freund von Charlie Wade in der Fernsehserie Dallas. Sein Studium in Journalismus und Werbung an der University of Missouri beendete Pitt nicht. Einem breiteren Publikum wurde Pitt 1991 bekannt, als er in dem Film Thelma & Louise mitspielte. Seine Filmpartnerinnen waren Susan Sarandon und Geena Davis. Nach den beiden nächsten Filmen Aus der Mitte entspringt ein Fluß und Legenden der Leidenschaft galt er bereits als Teenie-Idol. Diesem Stereotyp versuchte er stets zu entfliehen, indem er zum Beispiel in kontrovers diskutierten Filmen wie Kalifornia, Sieben und Fight Club gewissenlose Serienmörder, gemütsschwache Polizisten und aggressive Schläger verkörperte. Für seine Rolle des verrückten Jeffrey Goines in 12 Monkeys erhielt er einen Golden Globe und eine Oscar-Nominierung. Eine weitere Golden-Globe-Nominierung erhielt Pitt im Jahr 2007 für seine Rolle in Alejandro González Iñárritus mehrfach für den Oscar nominiertem Drama Babel, während er im selben Jahr für die Titelrolle des Jesse James in Andrew Dominiks Western Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford mit der Coppa Volpi, dem Darstellerpreis der 64. Filmfestspiele von Venedig, prämiert wurde.

Brad Pitt wurde in den Jahren 1994, 1995 und 2000 vom US-amerikanischen People Magazin zum Sexiest Man Alive gewählt.


Familie
Brad Pitt war vom 29. Juli 2000 bis zum 2. Oktober 2005 mit der Schauspielerin Jennifer Aniston verheiratet. Am 7. Januar 2005 gaben sie ihre Trennung bekannt.

Seit den Dreharbeiten zu Mr. und Mrs. Smith firmieren Pitt und Filmpartnerin Angelina Jolie in der Klatschpresse als neues Traumpaar.


Pitt und Angelina Jolie in Deauville (2007)Im Dezember 2005 stellte Brad Pitt einen Adoptionsantrag für die Kinder von Angelina Jolie, Maddox und Zahara. Im Mai 2006 wurde die erste leibliche Tochter des Paares, Shiloh Nouvel geboren. März 2007 kam noch ein weiteres Kind dazu: Pham Quang Sang (* 2003), den Brads Lebensgefährtin Angelina Jolie alleine adoptiert hat, da Kinder aus Vietnam nur von verheirateten Paaren oder alleinerziehenden Müttern adoptiert werden dürfen. Nach der Adoption hat Angelina Jolie den Jungen in Pax Thien umgenannt.[1] Am 12. Juli 2008 brachte Angelina Jolie in Nizza die Zwillinge des Paares, Knox Léon und Vivienne Marcheline, zur Welt.[2] Alle Kinder tragen offiziell den Nachnamen Jolie-Pitt.


Sonstiges
Brad Pitts deutscher Synchronsprecher ist Tobias Meister.

Am 31. März/1. April 2007 gab Pitt überraschend bekannt, dass er nach vier aktuellen Projekten seine Karriere als Schauspieler beenden wolle. Somit solle Dallas Buyer’s Club, geplant von Regisseur Marc Forster, sein letzter Film werden. Danach möchte er sich vermehrt seiner Frau Angelina Jolie, seinen Kindern und humanitären Projekten widmen.[3] Inzwischen hat sich dies als Aprilscherz herausgestellt; Pitt ist bereits an zwei weiteren Filmprojekten beteiligt.[4]

Ende Oktober 2007 wurde bekannt, dass Brad Pitt und seine Lebensgefährtin Angelina Jolie eine Serie für den amerikanischen Fernsehsender HBO planen, in der die beiden darüber berichten werden, wie Mitarbeiter von internationalen Hilfsorganisationen ihr Leben gefährden, um das Leben anderer zu retten. Bis dato stehen zwar weder der Name der Serie noch der Drehstart fest, allerdings wurde bekannt, dass Drehbuchautor Scott Burns das Drehbuch für die Pilotsendung schreiben und Pitt und Jolie als Produzenten agieren werden.[5]

Die Volksrepublik China hat Brad Pitt für seine Mitwirkung als Hauptdarsteller in dem Film Sieben Jahre in Tibet ein lebenslanges Einreiseverbot erteilt.[6]


Filmografie

Darsteller
1987: No Man's Land – Tatort 911
1987: Unter Null (Less Than Zero)
1987: Another World: Bay City (Fernsehserie)
1987–88: Dallas (Fernsehserie)
1988: 21 Jump Street – Tatort Klassenzimmer (Fernsehserie)
1988: Gebot des Schweigens (A Stoning in Fulham County), TV-Film
1989: Ganz große Klasse (Head of the Class), Fernsehserie
1989: Freddy's Nightmares (Freddy's Nightmares: A Nightmare on Elm Street – The Series), Fernsehserie
1987–89: Unser lautes Heim (Growing Pains), Fernsehserie
1989: Happy Together – Das Chaos-Duo / Glücklich vereint
1989: Todesparty II (Cutting Class)
1989: Die besten Jahre (thirtysomething), Fernsehserie
1990: Rufmord (The Image), TV-Film
1990: Zum Sterben viel zu jung (Too Young to Die?), TV-Film
1990: Glory Days (Fernsehserie)
1991: Rivalen (Across the Tracks)
1991: Drei Wege in den Tod (Two-Fisted Tales), TV-Film
1991: Thelma & Louise
1991: Johnny Suede
1992: Contact (Kurzfilm)
1992: Cool World
1992: Geschichten aus der Gruft (Tales from the Crypt), Fernsehserie
1992: Aus der Mitte entspringt ein Fluss (A River Runs Through It)
1993: Kalifornia
1993: True Romance
1994: The Favor – Hilfe, meine Frau ist verliebt!
1994: Interview mit einem Vampir – Aus der Chronik der Vampire (Interview with the Vampire: The Vampire Chronicles)
1994: Legenden der Leidenschaft (Legends of the Fall)
1995: Sieben (Se7en)
1995: 12 Monkeys (Twelve Monkeys)
1996: Sleepers
1997: Vertrauter Feind (The Devil's Own)
1997: Sieben Jahre in Tibet (Seven Years in Tibet)
1997: The Dark Side of the Sun
1998: Rendezvous mit Joe Black (Meet Joe Black)
1999: Being John Malkovich
1999: Fight Club
2000: Snatch – Schweine und Diamanten
2001: The Mexican – Eine heiße Liebe
2001: Spy Game – Der finale Countdown
2001: Friends (Fernsehserie)
2001: Ocean’s Eleven
2002: Voll Frontal (Full Frontal)
2002: Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind
2003: Freedom: A History of Us (Fernsehserie)
2004: Troja (Troy)
2004: Ocean’s Twelve
2005: Mr. & Mrs. Smith
2006: Babel
2007: Ocean’s Thirteen
2007: Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford (The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford)
2008: Burn After Reading – Wer verbrennt sich hier die Finger?

Produzent
2006: Departed – Unter Feinden
2007: Year of the Dog
2007: Ein mutiger Weg (A Mighty Heart)
2007: Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford (The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford)

Auszeichnungen
1994
Goldene Himbeere in der Kategorie Schlechtestes Leinwandpaar gemeinsam mit Tom Cruise für Interview mit einem Vampir
1995
Golden Globe Award als Bester Nebendarsteller (12 Monkeys)
MTV Movie Awards
Bester Schauspieler (Interview mit einem Vampir)
Begehrenswertester Schauspieler (Interview mit einem Vampir)
Western Heritage Awards - Bronze Wrangler (Legenden der Leidenschaft)
Bravo Otto in Gold in der Kategorie Filmstars männlich
1996
Saturn Award als Bester Nebendarsteller (12 Monkeys)
MTV Movie Awards als Begehrenswertester Schauspieler (Se7en)
Bravo Otto in Silber i


17.12.2008 19:06:04
der goldene kompass
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Der Goldene Kompass (Film)
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Filmdaten
Deutscher Titel: Der Goldene Kompass
Originaltitel: The Golden Compass
Produktionsland: USA
Vereinigtes Königreich
Erscheinungsjahr: 2007
Länge: 109 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12 (Schweiz: 6/8)
Stab
Regie: Chris Weitz
Drehbuch: Chris Weitz
Romanvorlage: Philip Pullman
Produktion: Bill Carraro,
Deborah Forte
Musik: Alexandre Desplat
Kamera: Henry Braham
Schnitt: Anne V. Coates
Besetzung
Dakota Blue Richards: Lyra Belacqua
Daniel Craig: Lord Asriel
Nicole Kidman: Marisa Coulter
Sam Elliott: Lee Scoresby
Ben Walker: Roger Parslow
Charlie Rowe: Billy Costa
Clare Higgins: Ma Costa
Jim Carter: John Faa, Fürst der Gypter
Tom Courtenay: Farder Coram, Ältester der Gypter
Jack Shepherd: Rektor des Jordan College
Christopher Lee: Hoher Rat des Magisteriums
Edward de Souza: 2. Hoher Rat des Magisteriums
Derek Jacobi: Botschafter des Magisteriums
Simon McBurney: Fra Pavel, Abgesandter des Magisteriums
Eva Green: Serafina Pekkala
Stimmen:

Freddie Highmore: Pantalaimon, Lyras Dæmon
Kristin Scott Thomas: Stelmaria, Asriels Dæmon
Kathy Bates: Hester, Scoresbys Dæmon
Ian McKellen: Iorek Byrnison
Ian McShane: Ragnar Sturlusson

Der Goldene Kompass ist die Verfilmung des gleichnamigen ersten Teils der Fantasy-Trilogie His Dark Materials von Philip Pullman. Der Film wurde 2006 und 2007 von New Line Cinema hergestellt und ist mit einem Filmbudget von 180 Millionen US-Dollar deren bislang teuerste Produktion.[1][2] Der internationale Kinostart war für den 5. Dezember 2007 angekündigt; in Deutschland kam der Film offiziell einen Tag später in die Kinos. Regie führte Chris Weitz.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Handlung
2 Hintergrund
2.1 Entstehung
2.2 Kontroverse
2.3 Altersfreigabe
2.4 Unterschiede zur Buchvorlage
2.5 Soundtrack
3 Kritiken
4 Auszeichnungen
5 Literatur
6 Weblinks
7 Quellen



Handlung [Bearbeiten]
In einer Parallelwelt zu der unsrigen haben Menschen sogenannte Dæmonen, die die Seele in Tiergestalt repräsentieren und als Freund und Beschützer agieren. Frauen und Mädchen haben meistens männliche, Männer und Jungen meistens weibliche Daemonen.

Lyra Belacqua, ein Mädchen von zwölf Jahren, lebt mit ihrem Dæmon Pantalaimon als Waisenmädchen am Jordan College in Oxford. Anfangs hilft sie ihrem „Onkel“ Lord Asriel, der von Fra Pavel, einem Vertreter des Magisteriums, einer Art Gedankenpolizei, vergiftet werden soll. Asriel plant eine Reise in die Arktis, um das Phänomen des „Staubs“ zu untersuchen, der eine Reise in andere parallele Welten erlauben soll. Nachdem das College sich bereiterklärt, Asriels Reise zu finanzieren, taucht die undurchsichtige Mrs. Coulter auf, die ebenfalls eine Reise in den Norden plant und von Lyra begleitet werden möchte. Vor ihrer Abreise erhält Lyra vom Rektor des College ein Alethiometer, den im Titel erwähnten goldenen Kompass, ohne aber genaueres über den Zweck des Geräts zu erfahren.

Gleichzeitig werden Lyras bester Freund Roger Parslow und ein weiterer Junge, Billy Costa, von den Gobblern geschnappt, die überall im Land Kinder entführen und sie zu mysteriösen Experimenten in den Norden, nach Bolvangar verschleppen. Lyra entdeckt, dass Mrs. Coulter und ihre „General-Oblations-Behörde“ hinter den Gobblern stecken. Sie kann fliehen, wird von den Gobblern verfolgt und von den Gyptern befreit, zu denen auch Billy Costas Mutter gehört. Auf dem Schiff der Gypter erfährt Lyra von der Hexenkönigin Serafina Pekkala, dass sie eine Bestimmung hat, von der niemand genau weiß, wie sie lautet. Außerdem lernt Lyra, das Alethiometer zu lesen: das Gerät zeigt die Wahrheit an und kann jede Frage beantworten.

Gemeinsam mit den Gyptern landet Lyra im Hohen Norden, wo sie neue Verbündete kennenlernt: den texanischen Luftschiffer Lee Scoresby und den Panserbjørne (Panzerbären) Iorek Byrnison. Lyra hilft Iorek, seinen Panzer wiederzuerlangen, woraufhin er ihr verspricht, ihr bis zum Erfolg ihrer Mission zu helfen. Als Lyra von den Samojeden gefangen genommen und nach Svalbard zum König der Panserbjørne, Ragnar Sturlusson (im Buch: Iofur Raknison), gebracht wird, kann sie diesen (da sie von Mrs. Coulter weiß, dass er sich nichts sehnlicher wünscht als einen eigenen Dæmonen) überzeugen, dass sie Ioreks Dæmon ist und Ragnar Iorek im Zweikampf besiegen muss. Iorek gewinnt den Zweikampf und wird damit zum König der Panserbjørne, begleitet aber Lyra weiter auf ihrer Reise. Sie ist nun auf dem Weg nach Bolvangar, da sie inzwischen weiß, was dort mit den von den Gobblern entführten Kindern angestellt wird: Ihnen werden in einem Labor experimentell ihre Dæmonen weggeschnitten, sie also von ihrer Seele getrennt. Das ganze ist Teil eines Plans des Magisteriums, den Einfluss des „Staubs“ zu beseitigen.

Kurz nachdem Lyra in Bolvangar angekommen ist, taucht auch Mrs. Coulter auf. Lyra belauscht sie und erfährt dadurch, dass Lord Asriel inzwischen vom Magisterium gefangengenommen wurde und hingerichtet werden soll. Kurz darauf wird Lyra entdeckt und von den Wärtern ins Labor gebracht, um auch sie von ihrem Dæmon zu trennen. In letzter Sekunde kann Mrs. Coulter das verhindern; Lyra erfährt anschließend von ihr, dass ihr „Onkel“ Asriel in Wirklichkeit ihr Vater ist und Mrs. Coulter ihre Mutter. Als Mrs. Coulter erneut versucht, Lyra das Alethiometer abzunehmen, trickst Lyra ihre Mutter aus und zerstört das Labor, um dann mit den anderen Kindern die Flucht anzutreten.

Im Kampf mit den Tataren, die Bolvangar im Auftrag des Magisteriums bewachen, kommen den Kindern zunächst Iorek, dann eine fliegende Hexenarmee und schließlich auch die Gypter und Scoresby zu Hilfe. Nachdem die Schlacht gewonnen wurde, fliegen Lyra, ihr wiedergefundener Freund Roger und Iorek mit Scoresby und seinem Luftschiff zurück nach Svalbard, um dort Lord Asriel zu befreien.


Hintergrund [Bearbeiten]

Entstehung [Bearbeiten]
Am 11. Februar 2002 erwarb New Line Cinema die Verfilmungsrechte an Philip Pullmans Literaturtrilogie. Die Filmregisseure Brett Ratner und Sam Mendes waren zunächst an einer Leitung des Projekts interessiert. Im Juli 2003 begann Tom Stoppard mit den Arbeiten am Drehbuch. Ein Jahr später wandte sich Chris Weitz mit einer 40-seitigen Bewerbung [3] an das Filmstudio, worauf er den Zuschlag bekam. Weitz wies daraufhin das von Stoppard mittlerweile fertig gestellte Skript zurück, um es eigenhändig neu zu schreiben. Als stilistische Einflüsse nannte er Stanley Kubricks Barry Lyndon (1975) sowie Star Wars. [4] Peter Jackson lud ihn 2004 ans Filmset von King Kong ein, um Weitz Einsicht in die Produktion eines Blockbusters zu verschaffen. Dennoch verließ Weitz das Projekt, weil er sich dessen hohen Anforderungen zunächst nicht gewachsen fühlte. "Two reasons I stepped off the film (…) (1) I had never made a film involving so much CGI and, to be honest, I wasn’t sure that I would be up to the logistical task. (2) I had a feeling that, one way or the other, I might get stuck between a rock and a hard place, with some people hating me for doing a work that they imagined offended their religious beliefs, and some people hating me for doing a work that they imagined did an injustice to the book that they loved."[5]

Am 9. August 2005 wurde verkündet, dass der britische Regisseur Anand Tucker Weitz’ Tätigkeit übernehmen werde. Am 8. Mai 2006 stieg Tucker aus dem Projekt wegen „unterschiedlicher Auffassungen“ jedoch aus und Weitz als Leiter der Produktion wieder ein, da er eine Realisierung des Films ohne seine


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der goldene kompass
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Der Goldene Kompass (Film)
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Filmdaten
Deutscher Titel: Der Goldene Kompass
Originaltitel: The Golden Compass
Produktionsland: USA
Vereinigtes Königreich
Erscheinungsjahr: 2007
Länge: 109 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12 (Schweiz: 6/8)
Stab
Regie: Chris Weitz
Drehbuch: Chris Weitz
Romanvorlage: Philip Pullman
Produktion: Bill Carraro,
Deborah Forte
Musik: Alexandre Desplat
Kamera: Henry Braham
Schnitt: Anne V. Coates
Besetzung
Dakota Blue Richards: Lyra Belacqua
Daniel Craig: Lord Asriel
Nicole Kidman: Marisa Coulter
Sam Elliott: Lee Scoresby
Ben Walker: Roger Parslow
Charlie Rowe: Billy Costa
Clare Higgins: Ma Costa
Jim Carter: John Faa, Fürst der Gypter
Tom Courtenay: Farder Coram, Ältester der Gypter
Jack Shepherd: Rektor des Jordan College
Christopher Lee: Hoher Rat des Magisteriums
Edward de Souza: 2. Hoher Rat des Magisteriums
Derek Jacobi: Botschafter des Magisteriums
Simon McBurney: Fra Pavel, Abgesandter des Magisteriums
Eva Green: Serafina Pekkala
Stimmen:

Freddie Highmore: Pantalaimon, Lyras Dæmon
Kristin Scott Thomas: Stelmaria, Asriels Dæmon
Kathy Bates: Hester, Scoresbys Dæmon
Ian McKellen: Iorek Byrnison
Ian McShane: Ragnar Sturlusson

Der Goldene Kompass ist die Verfilmung des gleichnamigen ersten Teils der Fantasy-Trilogie His Dark Materials von Philip Pullman. Der Film wurde 2006 und 2007 von New Line Cinema hergestellt und ist mit einem Filmbudget von 180 Millionen US-Dollar deren bislang teuerste Produktion.[1][2] Der internationale Kinostart war für den 5. Dezember 2007 angekündigt; in Deutschland kam der Film offiziell einen Tag später in die Kinos. Regie führte Chris Weitz.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Handlung
2 Hintergrund
2.1 Entstehung
2.2 Kontroverse
2.3 Altersfreigabe
2.4 Unterschiede zur Buchvorlage
2.5 Soundtrack
3 Kritiken
4 Auszeichnungen
5 Literatur
6 Weblinks
7 Quellen



Handlung [Bearbeiten]
In einer Parallelwelt zu der unsrigen haben Menschen sogenannte Dæmonen, die die Seele in Tiergestalt repräsentieren und als Freund und Beschützer agieren. Frauen und Mädchen haben meistens männliche, Männer und Jungen meistens weibliche Daemonen.

Lyra Belacqua, ein Mädchen von zwölf Jahren, lebt mit ihrem Dæmon Pantalaimon als Waisenmädchen am Jordan College in Oxford. Anfangs hilft sie ihrem „Onkel“ Lord Asriel, der von Fra Pavel, einem Vertreter des Magisteriums, einer Art Gedankenpolizei, vergiftet werden soll. Asriel plant eine Reise in die Arktis, um das Phänomen des „Staubs“ zu untersuchen, der eine Reise in andere parallele Welten erlauben soll. Nachdem das College sich bereiterklärt, Asriels Reise zu finanzieren, taucht die undurchsichtige Mrs. Coulter auf, die ebenfalls eine Reise in den Norden plant und von Lyra begleitet werden möchte. Vor ihrer Abreise erhält Lyra vom Rektor des College ein Alethiometer, den im Titel erwähnten goldenen Kompass, ohne aber genaueres über den Zweck des Geräts zu erfahren.

Gleichzeitig werden Lyras bester Freund Roger Parslow und ein weiterer Junge, Billy Costa, von den Gobblern geschnappt, die überall im Land Kinder entführen und sie zu mysteriösen Experimenten in den Norden, nach Bolvangar verschleppen. Lyra entdeckt, dass Mrs. Coulter und ihre „General-Oblations-Behörde“ hinter den Gobblern stecken. Sie kann fliehen, wird von den Gobblern verfolgt und von den Gyptern befreit, zu denen auch Billy Costas Mutter gehört. Auf dem Schiff der Gypter erfährt Lyra von der Hexenkönigin Serafina Pekkala, dass sie eine Bestimmung hat, von der niemand genau weiß, wie sie lautet. Außerdem lernt Lyra, das Alethiometer zu lesen: das Gerät zeigt die Wahrheit an und kann jede Frage beantworten.

Gemeinsam mit den Gyptern landet Lyra im Hohen Norden, wo sie neue Verbündete kennenlernt: den texanischen Luftschiffer Lee Scoresby und den Panserbjørne (Panzerbären) Iorek Byrnison. Lyra hilft Iorek, seinen Panzer wiederzuerlangen, woraufhin er ihr verspricht, ihr bis zum Erfolg ihrer Mission zu helfen. Als Lyra von den Samojeden gefangen genommen und nach Svalbard zum König der Panserbjørne, Ragnar Sturlusson (im Buch: Iofur Raknison), gebracht wird, kann sie diesen (da sie von Mrs. Coulter weiß, dass er sich nichts sehnlicher wünscht als einen eigenen Dæmonen) überzeugen, dass sie Ioreks Dæmon ist und Ragnar Iorek im Zweikampf besiegen muss. Iorek gewinnt den Zweikampf und wird damit zum König der Panserbjørne, begleitet aber Lyra weiter auf ihrer Reise. Sie ist nun auf dem Weg nach Bolvangar, da sie inzwischen weiß, was dort mit den von den Gobblern entführten Kindern angestellt wird: Ihnen werden in einem Labor experimentell ihre Dæmonen weggeschnitten, sie also von ihrer Seele getrennt. Das ganze ist Teil eines Plans des Magisteriums, den Einfluss des „Staubs“ zu beseitigen.

Kurz nachdem Lyra in Bolvangar angekommen ist, taucht auch Mrs. Coulter auf. Lyra belauscht sie und erfährt dadurch, dass Lord Asriel inzwischen vom Magisterium gefangengenommen wurde und hingerichtet werden soll. Kurz darauf wird Lyra entdeckt und von den Wärtern ins Labor gebracht, um auch sie von ihrem Dæmon zu trennen. In letzter Sekunde kann Mrs. Coulter das verhindern; Lyra erfährt anschließend von ihr, dass ihr „Onkel“ Asriel in Wirklichkeit ihr Vater ist und Mrs. Coulter ihre Mutter. Als Mrs. Coulter erneut versucht, Lyra das Alethiometer abzunehmen, trickst Lyra ihre Mutter aus und zerstört das Labor, um dann mit den anderen Kindern die Flucht anzutreten.

Im Kampf mit den Tataren, die Bolvangar im Auftrag des Magisteriums bewachen, kommen den Kindern zunächst Iorek, dann eine fliegende Hexenarmee und schließlich auch die Gypter und Scoresby zu Hilfe. Nachdem die Schlacht gewonnen wurde, fliegen Lyra, ihr wiedergefundener Freund Roger und Iorek mit Scoresby und seinem Luftschiff zurück nach Svalbard, um dort Lord Asriel zu befreien.


Hintergrund [Bearbeiten]

Entstehung [Bearbeiten]
Am 11. Februar 2002 erwarb New Line Cinema die Verfilmungsrechte an Philip Pullmans Literaturtrilogie. Die Filmregisseure Brett Ratner und Sam Mendes waren zunächst an einer Leitung des Projekts interessiert. Im Juli 2003 begann Tom Stoppard mit den Arbeiten am Drehbuch. Ein Jahr später wandte sich Chris Weitz mit einer 40-seitigen Bewerbung [3] an das Filmstudio, worauf er den Zuschlag bekam. Weitz wies daraufhin das von Stoppard mittlerweile fertig gestellte Skript zurück, um es eigenhändig neu zu schreiben. Als stilistische Einflüsse nannte er Stanley Kubricks Barry Lyndon (1975) sowie Star Wars. [4] Peter Jackson lud ihn 2004 ans Filmset von King Kong ein, um Weitz Einsicht in die Produktion eines Blockbusters zu verschaffen. Dennoch verließ Weitz das Projekt, weil er sich dessen hohen Anforderungen zunächst nicht gewachsen fühlte. "Two reasons I stepped off the film (…) (1) I had never made a film involving so much CGI and, to be honest, I wasn’t sure that I would be up to the logistical task. (2) I had a feeling that, one way or the other, I might get stuck between a rock and a hard place, with some people hating me for doing a work that they imagined offended their religious beliefs, and some people hating me for doing a work that they imagined did an injustice to the book that they loved."[5]

Am 9. August 2005 wurde verkündet, dass der britische Regisseur Anand Tucker Weitz’ Tätigkeit übernehmen werde. Am 8. Mai 2006 stieg Tucker aus dem Projekt wegen „unterschiedlicher Auffassungen“ jedoch aus und Weitz als Leiter der Produktion wieder ein, da er eine Realisierung des Films ohne seine


17.12.2008 19:05:21
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Irland
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Dieser Artikel behandelt den Staat Irland. Für die gleichnamige Insel siehe Irland (Insel).

Éire (irisch)

Ireland (engl.)
Irland


Flagge Wappen

Amtssprache Irisch, Englisch
Hauptstadt Dublin (ir. Baile Átha Cliath)
Staatsform Republik
Staatsoberhaupt Präsidentin Mary McAleese
Regierungschef Ministerpräsident Brian Cowen
Fläche 70.182 km²
Einwohnerzahl 4.239.848 (Stand April 2006)
Bevölkerungsdichte 60 Einwohner pro km²
BIP nominal (2007)[1] 258.574 Mio. US$ (32.)
BIP/Einwohner 59.924 US$ (5.)
HDI 0,959 (5.)
Währung Euro
Nationalhymne Amhrán na bhFiann
Nationalfeiertag 17. März (St. Patrick’s Day)
Zeitzone UTC +0
Kfz-Kennzeichen IRL
Internet-TLD .ie
Telefonvorwahl +353


Irland (amtlicher deutscher Name; irisch Éire [ˈeːrʲə], engl. Ireland), häufig auch Republik Irland (irisch Poblacht na hÉireann, engl. Republic of Ireland), ist ein Inselstaat auf der gleichnamigen Insel Irland. Er grenzt im Norden an das Vereinigte Königreich (Provinz Nordirland) und ist im Osten von der Irischen See und im Westen und Süden vom Atlantik umgeben. Irland ist Mitglied der Europäischen Union. Der Großteil der Bevölkerung bekennt sich zum römisch-katholischen Glauben.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Land und Einwohner
1.1 Landesname
1.2 Geographie
1.3 Bevölkerung
1.4 Religion
2 Geschichte
3 Politik
3.1 Politisches System
3.2 Aktuelle Politik
3.3 Provinzen
3.4 Polizei
3.5 Militär
4 Wirtschaft
4.1 Allgemeines
4.2 Basisdaten
4.3 Staatsausgaben
4.4 Anteil ausländischer Unternehmen
5 Infrastruktur
5.1 Flugverkehr
5.2 Schienenverkehr
5.3 Busverkehr
5.4 Straßensystem
5.4.1 Motorway (Kürzel M)
5.4.2 National Road (Kürzel N)
5.4.3 Regional Road (Kürzel R)
5.4.4 Local Road (Kürzel L) und andere Straßen
5.5 Umstellung auf das metrische Maßsystem im Straßenverkehr
5.6 Grenzkontrolle
6 Sport
7 Kultur
7.1 Allgemeines
7.2 Bibliothekswesen
7.3 Musik
7.4 Irische Renaissance
8 Wahrzeichen
9 Siehe auch
10 Anmerkungen
11 Weblinks



Land und Einwohner [Bearbeiten]

Landesname [Bearbeiten]
Der amtlich verwendete deutsche Name ist Irland. Die offizielle Eigenbezeichnung lautet irisch Éire bzw. englisch Ireland. Häufig wird zur Unterscheidung von Nordirland auch der Begriff Republik Irland (irisch Poblacht na hÉireann, engl. Republic of Ireland) verwendet.


Geographie [Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Geographie Irlands

Im Landesinneren der Insel finden sich überwiegend Ebenen, die außen von hügeligem Gebiet eingeschlossen sind.

Der Fluss Shannon, der von Norden nach Süden verläuft, ist der längste der Insel. In den Ebenen liegen eine große Zahl von Seen, die die Landschaft maßgeblich prägen. Lough Neagh, der zu Nordirland gehört, ist der bekannteste der irischen Seen.

Der höchste Berg ist mit 1.041 m der Carrauntoohil (andere Namen Carrantuohill, Carrantual, Carntuohil). Er liegt im Südwesten der Insel in den Macgillicuddy’s Reeks.

Über das Land verteilt gibt es eine Reihe von Nationalparks.


Bevölkerung [Bearbeiten]
Die Einwohnerzahl Irlands ging Mitte des 19. Jahrhunderts drastisch zurück. Missernten, Hungersnöte und Repressalien durch die englische Herrschaft ließen die Einwohnerzahl von rund 6,5 Millionen im Jahre 1841 auf 3,0 Millionen im Jahre 1921 schrumpfen; viele Iren wanderten aus, vor allem nach Großbritannien und in die USA. Die Unabhängigkeit von Großbritannien ab Beginn der 1920er Jahre führte zwar zu allmählichen Verbesserungen der Lebensumstände, die Einwohnerzahl schrumpfte weiterhin, wenn auch nicht mehr ganz so stark.

Der Tiefpunkt war mit rund 2,82 Millionen Einwohnern in den 1960er Jahren erreicht. Seither hat sich die Bevölkerungszahl wieder positiv entwickelt und mit derzeit rund 4,3 Millionen Einwohnern inzwischen wieder einen Stand erreicht, den sie zuletzt in den 1860er Jahren hatte. Die Zunahme erfolgt zwar in erster Linie durch Zuwanderung, jedoch auch durch Geburtenüberschuss.[2]


Religion [Bearbeiten]
Die Bevölkerung Irlands bekennt sich zu 86.8 Prozent zum römisch-katholischen Glauben, 3,0 Prozent gehören der anglikanischen Church of Ireland an. Daneben gibt es noch 1,3 Prozent Angehörige anderer christlicher Kirchen, sowie 0,8 Prozent Muslime (alle Zahlen von 2006).

Die römisch-katholische Kirche besteht aus vier Erzbistümern mit Sitzen in Armagh, Dublin, Tuam und Cashel. Primas von ganz Irland ist der Erzbischof von Armagh.

Sitz des obersten Primas der Church of Ireland ist Armagh.

Die Presbyterianische Kirche ist vor allem unter den Nachfahren der schottischen Ansiedler stark verwurzelt. Deshalb ist sie am stärksten in Nordirland verbreitet.

Daneben gibt es noch kleinere methodistische und evangelisch-lutherische Kirchen. Mit 1.591 Mitgliedern (2005) sind die Quäker zwar eine vergleichsweise kleine Gemeinschaft, aber es ist nach GB die zweitgrößte in Europa.

Irland ist im angelsächsischen und deutschen Sprachraum auch bekannt für die Irischen Segenswünsche.


Geschichte [Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Geschichte Irlands

Die Geschichte Irlands beginnt mit der Besiedlung in der Steinzeit. Keltischsprachige Familien brachten etwa um 300 v. Chr., dem Übergang von der Bronzezeit zur Eisenzeit, nach und nach die keltische Sprache. Schon im Römischen Reich war die Insel Irland unter dem Namen Hibernia bekannt. Im Laufe der Geschichte gab es eine Reihe von Königreichen und Fürstentümern in Irland.

Der Christianisierung Anfang des 5. Jahrhunderts durch britische Sklaven, unter ihnen auch der heutige Nationalheilige Patrick von Irland, folgte die erste irische Blütezeit, die jäh durch die Beutezüge der Wikinger unterbrochen wurde. Es folgte im Jahre 1169 die Eroberung durch die Normannen, die eine fortgesetzte Dominanz Englands über Irland einläutete. Englische Eroberer konfiszierten den Landbesitz der Iren und vertrieben sie in den unfruchtbaren Westen der Insel.

Die Politik der englischen Großgrundbesitzer in Irland führte zusammen mit der Kartoffelfäule zur Hungersnot von 1845–1849. Bis zu 1,5 Millionen Iren verhungerten und viele wanderten nach Amerika aus. Britische Behörden verschleppten bewusst Maßnahmen zur Eindämmung der Hungersnot.[3]

Ein erster Schritt in Richtung politische Unabhängigkeit war der Dominion-Status am 6. Dezember 1921, der eine größere innenpolitische Eigenständigkeit garantierte und erst nach blutigen Aufständen gewährt wurde. Sechs Grafschaften in der Provinz Ulster blieben allerdings nach dem Abkommen Bestandteil Großbritanniens. Der Nordirlandkonflikt hat darin seinen Ursprung und überschattet die irisch-britische und innerirische Politik bis heute. Auch als Irland am 18. April 1949 nach über drei Jahrhunderten britischer Herrschaft aus dem Commonwealth ausschied, verblieben die sechs nordirischen Grafschaften im Vereinigten Königreich. Jedoch zeichnet sich seit dem Karfreitagsabkommen und dem Verzicht auf Nordirland durch die Republik Irland eine deutliche Entspannung ab.


Politik [Bearbeiten]

Politisches System [Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Politisches System Irlands

Der Premierminister (ir. Taoiseach, gesprochen [tiːʃɒx]) wird vom Parlament nominiert und vom Präsidenten ernannt. Üblicherweise ist er der Parteichef der stärksten Parlamentspartei oder der größten Koalitionspartei.

Das Parlament (Oireachtas) besteht aus zwei Kammern und dem Präsidenten: Dabei bildet der Senat (Seanad Éireann) das Oberhaus und das Repräsentantenhaus (Dáil Éireann) das Unterhaus. Der Senat besteht aus 60 Mitgliedern, von de


17.12.2008 19:04:37
chchch
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Kanada
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(Weitergeleitet von Canada)
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Dieser Artikel behandelt den Staat Kanada, weitere Begriffe siehe Kanada (Begriffsklärung).

Canada

Kanada


Flagge Wappen

Wahlspruch: A Mari Usque Ad Mare

(lateinisch für Von Meer zu Meer; abgeleitet von Psalm 72, 8)

Amtssprache Englisch, Französisch
Hauptstadt Ottawa
Staatsform Parlamentarische Monarchie
Staatsoberhaupt Königin Elisabeth II. (vertreten durch Generalgouverneurin Michaëlle Jean)
Regierungschef Premierminister Stephen Harper
Fläche 9.984.670 km²
Einwohnerzahl 32.976.026 Einwohner (30. Juni 2007)
Bevölkerungsdichte 3,2 Einwohner pro km²
BIP $1.098 Mrd. (9., Schätzung 2005)
BIP/Einwohner $34.028 (14.)
HDI (4.) 0,961
Währung 1 Kanadischer Dollar ($) = 100 Cent
Unabhängigkeit formal 1982 vom Vereinigten Königreich
Nationalhymne O Canada
(königliche Hymne: God Save the Queen)
Zeitzone UTC −3,5 bis −8
Kfz-Kennzeichen CDN
Internet-TLD .ca
Telefonvorwahl +1 siehe NANP

Kanada (englisch und französisch Canada) ist ein Staat in Nordamerika, der zwischen dem Atlantik im Osten und dem Pazifik im Westen liegt und nordwärts bis zum Arktischen Ozean reicht. Die einzige Landgrenze ist jene zu den Vereinigten Staaten von Amerika im Süden und im Nordwesten. Gemessen an der Fläche ist Kanada der zweitgrößte Staat der Erde, doch nur im Süden existieren städtische Ballungsräume.

Die Besiedlung durch Indianer (First Nations) begann spätestens vor 12.000 Jahren, die Inuit folgten vor rund 5000 Jahren. Ab dem späten 15. Jahrhundert landeten Europäer an der Ostküste und begannen um 1600 mit der Kolonialisierung. Dabei setzten sich zunächst Franzosen und Engländer fest. In dieser Zeit breitete sich die Bezeichnung „Canada“ aus, das ursprünglich ein Name für ein Irokesendorf war. Frankreich trat 1763 seine Kolonie Neufrankreich an Großbritannien ab. 1867 gründeten vier britische Kolonien die Kanadische Konföderation. Mit dem Statut von Westminster erhielt das Land 1931 gesetzgeberische Unabhängigkeit, die letzten verfassungsrechtlichen Bindungen zum Vereinigten Königreich wurden 1982 aufgehoben. Staatsoberhaupt ist dennoch Königin Elisabeth II., die durch einen Generalgouverneur vertreten wird.

Kanada ist ein auf dem Westminster-System basierender parlamentarisch-demokratischer Bundesstaat und eine parlamentarische Monarchie.

Das Land besitzt zwei Amtssprachen, Englisch und Französisch. Die Unabhängigkeitsbestrebungen der Provinz Québec, die Rechte der frankophonen Kanadier und die der indigenen Völker (First Nations, Inuit und Métis) sind zentrale Konfliktlinien innerhalb der Gesellschaft. Die Verschränkung von Klimawandel und Umweltschutz, Einwanderungspolitik und Rohstoffabhängigkeit, die Finanzkrise sowie das Verhältnis zum südlichen Nachbarn, von dem kulturell und historisch bedingt ein zwiespältiges Bild besteht, kennzeichnen die öffentlichen Debatten.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Herkunft des Namens
2 Geographie
2.1 Ausdehnung und Grenzen
2.2 Geologie und Landschaftsgliederung
2.3 Klima
2.4 Flora und Fauna
2.5 Ballungsräume (census metropolitan areas)
3 Bevölkerung
3.1 Demographische Struktur und Entwicklung
3.2 Indigene Ethnien
3.3 Sprachen
3.4 Religion
3.5 Einwanderungspolitik
4 Geschichte
4.1 Frühgeschichte und Kolonialisierung
4.2 Britische Herrschaft
4.3 Kanadische Konföderation
4.4 Eigenständigkeit und Separatismus
5 Politik
5.1 Exekutive
5.2 Legislative
5.3 Judikative
5.4 Provinzen und Territorien
5.5 Außenpolitik
5.6 Militär
6 Bildung
7 Umwelt
8 Wirtschaft
9 Verkehr
9.1 Straßen
9.2 Flugverkehr
9.3 Eisenbahn
9.4 Innerstädtischer Nahverkehr
9.5 Schifffahrt
10 Kultur
10.1 Indigene Kultur
10.2 Musik
10.3 Film
10.4 Theater
10.5 Literatur
10.6 Bildende Kunst und Architektur
10.7 Zeitungen, Radio, Fernsehen
10.8 Essen und Trinken
10.9 Sport
10.10 Feiertage
11 Literatur
12 Weblinks
13 Einzelnachweise



Herkunft des Namens [Bearbeiten]

Jacques Cartier, Portrait von Théophile Hamel (1817-1870), Öl auf Leinwand ca. 1844Der Name Kanada ist mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Wort kanata abgeleitet, das in der Sprache der Sankt-Lorenz-Irokesen „Dorf“ oder besser „Siedlung“ bedeutet.[1] 1535 gaben Bewohner der Region um die heutige Stadt Québec dem französischen Entdecker Jacques Cartier eine Wegbeschreibung zum Dorf Stadacona.[2] Cartier verwendete daraufhin die Bezeichnung Canada nicht nur für dieses Dorf, sondern für das ganze Gebiet, das von dem in Stadacona lebenden Häuptling Donnacona beherrscht wurde. Ab 1545 war auf Karten und in Büchern die Bezeichnung Canada für diese Region üblich. Cartier nannte außerdem den Sankt-Lorenz-Strom Rivière de Canada, ein Name, der bis zum frühen 17. Jahrhundert in Gebrauch war. Forscher und Pelzhändler zogen in Richtung Westen und Süden, wodurch das als „Kanada“ bezeichnete Gebiet wuchs. Im frühen 18. Jahrhundert wurde der Name für den gesamten heutigen mittleren Westen bis Louisiana benutzt. Die seit 1763 britische Kolonie Québec wurde 1791 in Oberkanada und Niederkanada aufgeteilt, was etwa den späteren Provinzen Ontario und Québec entsprach. Sie wurden 1841 wieder zur neuen Provinz Kanada vereinigt. 1867 erhielten die neu gegründeten Bundesstaaten der Kolonien in Britisch-Nordamerika den Namen „Kanada“ und den formellen Titel Dominion. Bis in die 1950er Jahre war die amtliche Bezeichnung „Dominion of Canada“ üblich. Mit der zunehmenden politischen Autonomie gegenüber Großbritannien verwendete die Regierung mehr und mehr die Bezeichnung Canada in rechtlich bindenden Dokumenten und Verträgen. Das Kanada-Gesetz 1982 bezieht sich nur noch auf Canada, die inzwischen einzige amtliche (zweisprachige) Bezeichnung.


Geographie [Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Geographie Kanadas


Ausdehnung und Grenzen [Bearbeiten]

Topografie KanadasKanada ist mit einer Fläche von 9.984.670 Quadratkilometern nach Russland das zweitgrößte Land der Erde und fast so groß wie Europa. Das Land nimmt rund 41 % des nordamerikanischen Halbkontinents ein. Der einzige unabhängige und durch eine Landgrenze verbundene Nachbar sind die Vereinigten Staaten im Süden und im Nordwesten. Ein weiterer Nachbar ist Grönland, dessen Territorium jedoch zu Dänemark gehört und das durch die rund 30 Kilometer breite Meerenge Kennedy Channel von der nördlichsten kanadischen Insel Ellesmere Island getrennt wird. Schließlich existiert mit der Inselgruppe St. Pierre et Miquelon südlich von Neufundland ein Überbleibsel der französischen Kolonie Neufrankreich.

Die größte Nord-Süd-Ausdehnung, von Kap Columbia auf Ellesmere in Nunavut zur Insel Middle Island im Eriesee, beträgt 4634 Kilometer. Die größte Ost-West-Entfernung beträgt 5514 Kilometer von Cape Spear auf Neufundland bis zur Grenze des Yukon-Territoriums mit Alaska. Die Gesamtlänge der Grenze zwischen Kanada und den USA beträgt 8890 Kilometer. Kanada hat mit 202.080 Kilometern zugleich die längste Küstenlinie der Welt.

Größte Insel ist die Baffininsel im Nordosten, zugleich fünftgrößte Insel der Welt. Die nördlichste Halbinsel ist Boothia. 9.093.507 km² Kanadas sind Land- und 891.163 Wasserfläche.


Geologie und Landschaftsgliederung [Bearbeiten]

Der Kanadische SchildDie geologische Basis der östlichen Provinzen sind alte, abgetragene Berge neben noch älteren Abschnitten des Kanadischen Schildes. Dieser umfasst eine ausgedehnte Region mit einigen der ältesten Gesteine. Um die Hudson Bay gelegen, nimmt er fast die Hälfte des Staatsgebiets ein. Abgesehen von einigen niedrig


17.12.2008 19:03:24
hey ho
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Vereinigte Staaten
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Dieser Artikel behandelt die Vereinigten Staaten von Amerika (USA); zu anderen Bedeutungen siehe Vereinigte Staaten (Begriffsklärung) und Usa.

United States of America

Vereinigte Staaten von Amerika


Flagge Wappen

Wahlspruch:
e pluribus unum (aus vielen Eins)
In God We Trust (Auf Gott vertrauen wir, ab 1956)
Amtssprache keine Sprache als Amtssprache benannt, de facto Englisch
Hauptstadt Washington D. C.
Staatsform Präsidiale Bundesrepublik
Staatsoberhaupt und Regierungschef Präsident George W. Bush
Fläche 9.826.630 km²
Einwohnerzahl 304.482.526 (1. Juli 2008)[1]
Bevölkerungsdichte 31 Einwohner pro km²
BIP $14.084,1 Mrd. (1.) (4. Quartal 2007)[2]
BIP/Einwohner $46.460 (8.) (4. Quartal 2007)
HDI (12.) 0,951
Währung 1 US-Dollar (USD, $) = 100 Cent (¢)
Gründung 1787/89 (Verfassung)
Unabhängigkeit 4. Juli 1776 (von Großbritannien)
Nationalhymne The Star-Spangled Banner
Nationalfeiertag 4. Juli (Independence Day)
Zeitzone UTC-5 bis UTC-10
Kfz-Kennzeichen USA
Internet-TLD .us, .gov, .mil, .edu
Telefonvorwahl +1 siehe NANP


Die Vereinigten Staaten von Amerika (engl. United States of America, kurz USA), in amtlicher Kurzform Vereinigte Staaten (engl. United States, kurz U.S.), nichtamtlich auch Amerika (engl. America), sind eine Bundesrepublik in Nordamerika, die 50 Bundesstaaten umfasst. Mit dem Bundesstaat Hawaii und kleineren Außengebieten haben sie auch Anteil an Ozeanien.

Das Land umfasst etwa 40 Prozent des Gebietes Nordamerikas und ist flächenmäßig nach Russland und Kanada der drittgrößte Staat der Erde.

Die Vereinigten Staaten gingen aus den dreizehn britischen Kolonien hervor, die sich 1776 vom Mutterland Großbritannien unabhängig erklärten. Durch stete Einwanderung aus Europa, territoriale Expansion nach Westen und Industrialisierung gewannen die USA im 19. Jahrhundert rasch an weltpolitischem Einfluss.

Am Ende des 20. Jahrhunderts waren die Vereinigten Staaten nach dem Sieg über den Faschismus in Europa und dem Zerfall der UdSSR die einzige verbliebene Supermacht.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Geographie
1.1 Bundesstaaten
1.2 Fläche
1.3 Grenzen
1.4 Naturraum
2 Bevölkerung
2.1 Bevölkerungsgruppen
2.2 Bevölkerungsdichte
2.3 Sprachen
2.4 Religion
2.5 Soziale Klassen
2.6 Einkommens- und Vermögensstruktur
2.7 Strafgefangene
2.8 Frauen
2.9 Illegale Einwanderer
3 Geschichte
3.1 Von der Kolonisierung bis zur Unabhängigkeit
3.2 Von der Unabhängigkeit bis zum Bürgerkrieg
3.3 Vom Bürgerkrieg bis zum Zweiten Weltkrieg
3.4 Vom Zweiten Weltkrieg bis zum Ende des Kalten Krieges
3.5 Vom Ende des Kalten Krieges bis zur Gegenwart
4 Politik
4.1 Innenpolitik
4.2 Außen- und Sicherheitspolitik
4.3 Militär
4.4 Sozial- und Gesundheitspolitik
4.5 Klimaschutzpolitik
4.6 Politische Gliederung
4.7 Außengebiete
5 Wirtschaft
6 Verkehr
6.1 Eisenbahn
6.2 Flugverkehr
6.3 Seeschifffahrt
7 Schulsystem
8 Wissenschaft
9 Kultur
10 Sport
11 Literatur
12 Verweise
12.1 Interne Verweise
12.2 Weblinks
12.3 Einzelnachweise



Geographie
Hauptartikel: Geographie der Vereinigten Staaten

Bundesstaaten
Die Vereinigten Staaten bestehen aus 50 Bundesstaaten, wobei Alaska und Hawaii und die politisch angeschlossenen Außengebiete (beispielsweise Puerto Rico und Guam) außerhalb des Kernlandes (continental U. S.) liegen.


Das Kernland umfasst 48 der 50 Bundesstaaten sowie den District of Columbia (Bundesdistrikt), die innerhalb einer gemeinsamen Grenze liegen (sog. „lower 48“). Es liegt zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 68. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt. Im Norden grenzt das Kernland auf einer Länge von rund 6.000 km an Kanada, im Süden an Mexiko und den Golf von Mexiko.

Im Jahr 1959 wurden auch die pazifische Inselgruppe Hawaii sowie das nordwestlich gelegene Alaska, das über die 100 km breite Beringstraße an Russland grenzt, als Bundesstaaten Teil der Vereinigten Staaten. Im Osten liegt der Atlantische Ozean und im Westen der Pazifische Ozean. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 2500 km. Zwischen Atlantik und Pazifik liegen rund 4500 km.


Fläche
Die Vereinigten Staaten sind der territorial drittgrößte Staat der Erde. Größer sind lediglich das ca. doppelt so große Russland und Kanada.

Fläche der 50 Bundesstaaten (inkl. District of Columbia): 9.826.630 km²
Landfläche: 9.161.924 km²
Wasserfläche: 664.706 km²[3]
Siehe auch: Liste der Bundesstaaten nach Fläche


Grenzen
Grenze zu Kanada: 8895 km (davon 2477 km zwischen Alaska und Kanada)
Grenze zu Mexiko: 3326 km
Küstenlinie: 19.924 km

Naturraum
Das Landschaftsbild ist sehr vielfältig: es existieren Waldgebiete und Mittelgebirge an der Ostküste, Mangrovenwälder im subtropischen Florida, die Flusssysteme von Mississippi River und Missouri River, weite Ebenen im Zentrum des Landes, große Gebirgszüge wie die Rocky Mountains, trockene Wüsten im Südwesten, gemäßigte Regenwälder im Nordwesten und Küstengebirge an der Westküste der Vereinigten Staaten. Hinzu kommen die arktische Region der Tundra in Alaska und die tropischen Inseln von Hawaii mit dem 4205 Meter hohen Vulkan Mauna Kea. Mit 6195 Meter ist der in Alaska liegende Mount McKinley der höchste Punkt der USA und das Death Valley mit 86 Meter unter dem Meeresspiegel der tiefste Punkt.


Bevölkerung

Bevölkerungsgruppen

Abstammung der Bürger in den USADie Vereinigten Staaten gelten traditionell als Schmelztiegel (melting pot) der Völker. Die ersten kolonialen Einwanderer auf dem von Indianern als Ureinwohnern besiedelten Kontinent waren Europäer; anfänglich vorrangig spanischer, französischer und englischer Herkunft. Ab Mitte des 18. und verstärkt zur Mitte des 19. Jahrhunderts folgten Europäer deutschsprachiger und irischer Herkunft. Später (bis etwa zur Jahrhundertwende des 20. Jahrhunderts) kamen Einwanderer aus anderen Regionen Europas, vor allem aus Italien, Skandinavien und Osteuropa hinzu, einschließlich einer großen Anzahl osteuropäischer Juden. Während der Volkszählung im Jahre 2000 bildeten die größte Herkunftsgruppe – mit circa 42,8 Millionen Personen – diejenigen Amerikaner, die eine deutsche Herkunft angaben.[4] Die europäischstämmigen Amerikaner bilden heute 74 % der Bevölkerung der USA.

Afroamerikaner, mehrheitlich Nachfahren der afrikanischen Sklaven, stellen etwas mehr als 13 % Bevölkerungsanteil. Sie leben vor allem im Süden und in den großen Industriestädten des Nordens, wie z. B. Detroit. Asiatische Einwanderer, z. B. aus China, Japan, Korea, Indien und den Philippinen bilden noch eine relativ kleine Gruppe (ca. 4 %). Die Einwanderungspolitik war Anfang des 20. Jahrhunderts gegenüber Asiaten besonders restriktiv.

Heute zeigen sich weiterhin große Unterschiede in der Sozialstruktur zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung: Schwarze haben im Durchschnitt ein geringeres Einkommen, eine kürzere Lebenserwartung, eine schlechtere Ausbildung, eine höhere Kriminalitäts-, Tötungsdelikt- und Mordopfer- sowie daraus resultierend auch Hinrichtungsrate. Die Ursachen dafür und mögliche Wege der Problembehebung sind innerhalb der USA heftig umstritten. Nicht nur in den Südstaaten sind Wohngegenden und nicht-öffentliche Einrichtungen – wie die sozial wichtigen Kirchen oder private Organisationen – oft faktisch noch nach Ethnien getrennt, wenn auch die formale Trennung inzwischen ungesetzlich und verpönt ist. Vielfach liegt dies ebenfalls an den ökonomischen Unterschieden, aber auch an traditionellen und festgefügten Vorurteilsmustern in de


17.12.2008 19:00:33
clown pauli
ich hoffe du bist clown pauli!!
wenn ja
bitte lösch die einträge von karoline tomschizek, georg tomschizek und paul jeidler
das wäre echt nett



17.12.2008 18:58:41
göbbles
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Ludwig XIV. (frz. Louis XIV, Louis le Grand; * 5. September 1638 in Saint-Germain-en-Laye; † 1. September 1715 in Versailles) war seit 1643 König von Frankreich und Navarra, genannt „der Sonnenkönig“ (frz. le Roi Soleil).


Ludwig XIV.Ludwig XIV. gilt als klassischer Vertreter des höfischen Absolutismus. Der Leitsatz des Absolutismus, L'État, c’est moi! – Der Staat bin ich!, wird ihm jedoch fälschlicherweise zugeschrieben.[1] Er festigte die Macht der Krone durch den Ausbau der Verwaltung, durch die Bekämpfung der Opposition des Adels und durch die Förderung der französischen Wirtschaft. Die Hofkultur wurde ganz auf die Person des Herrschers zugeschnitten. Zum Symbol für dessen herausragende Stellung wurde sein prunkvolles Auftreten. Der König förderte Künste und Wissenschaften, was eine Blütezeit der französischen Kultur zur Folge hatte. Ludwig XIV. vertrat eine aggressive Außenpolitik, so dass Frankreich unter seiner Regierung die Vormachtstellung in Europa gewann. Mit zweiundsiebzig Jahren andauernder Herrschaft war er das am längsten amtierende Staatsoberhaupt der europäischen Geschichte.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Überblick
2 Herrschaft
2.1 Die frühen Jahre
2.2 Die Alleinherrschaft
2.3 Der Kampf gegen Holland
2.4 Der Machtzenit
2.5 Die letzten Jahre
3 Wirtschaft
4 Kunst macht Politik
4.1 Versailles
4.2 Paris
4.3 Andere Residenzen
5 Persönlichkeit
6 Bedeutung
7 Werke
8 Kinder
9 Siehe auch
10 Vorfahren
11 Literatur
12 Belege
13 Weblinks



Überblick

Ludwig XIV. im Krönungsornat (Staatsporträt von Hyacinthe Rigaud aus dem Jahre 1701)Die Geburt Ludwigs XIV. im Schloss Saint-Germain-en-Laye erschien vielen als glückliches Ereignis, denn dreiundzwanzig Jahre lang war die Ehe seiner Eltern Ludwig XIII. und Anna von Österreich ohne Nachkommen geblieben. Durch seine Geburt wurde die befürchtete Thronfolge von Gaston d'Orléans ausgeschlossen. Aus Dankbarkeit erhielt der Neugeborene den Beinamen Dieudonné (der Gottgegebene). Sein Bruder, Herzog Philipp I. d'Orléans, wurde 1640 geboren.

Schon als Vierjähriger wurde Ludwig am 14. Mai 1643 als König inthronisiert. Er lebte aber bis zu seinem dreizehnten Lebensjahr (1651) unter der Regentschaft seiner Mutter Anna von Österreich. Die tatsächliche Macht wurde in dieser Zeit vom „regierenden Minister“ Kardinal Mazarin ausgeübt. Mazarin bereitete Ludwig zielgerichtet auf seine Rolle als absolutistischer Herrscher vor. Schritt für Schritt wurde der junge König an der Macht beteiligt und teilte sich schließlich die Verantwortung mit Mazarin. Durch die außenpolitischen Erfolge der Minister-Kardinäle Richelieu und Mazarin politisch gestärkt, entfaltete Ludwig das absolutistische Königtum barocker Prägung in Frankreich, mit einem Hofleben, das ganz auf die Person des Herrschers zugeschnitten war. Nach dem Westfälischen Frieden, am Ende des Dreißigjährigen Krieges 1648 und dem Pyrenäenfrieden mit Spanien 1659, war Frankreich die politische und militärische Vormacht in Europa. Unterstützt von Ministern wie Colbert, Louvois, Lionne und dem Kanzler Séguier, konzentrierte er den staatlichen Machtapparat und erweiterte die militärischen, institutionellen und materiellen Machtgrundlagen der französischen Monarchie. Negativ auf seine Herrschaft wirkten sich die Hugenotten-Verfolgung und der Spanische Erbfolgekrieg aus. Letzterer führte durch die Härte der Kämpfe 1713 fast zu einem Staatsbankrott, der nur durch eine Finanzreform und massive Einsparungen abgewendet wurde.

1660 heiratete Ludwig Maria Theresia von Spanien. Nach deren Tod im Jahr 1683 heiratete er in morganatischer Ehe insgeheim die Marquise de Maintenon. Ludwig überlebte seinen Sohn Louis, le Grand Dauphin und seinen ältesten Enkel Louis de Bourgogne und starb am 1. September 1715. Erst sein Urenkel folgte ihm als Ludwig XV. auf den Thron. Ludwig XIV. wurde in der von ihm geschaffenen Krypta der Bourbonen in der Basilika Saint-Denis beigesetzt. Im Jahre 1793 wurde sein sehr gut erhaltener Körper mit denen anderer Könige durch Revolutionäre „profaniert“ und sogar kurzzeitig in eine Grube geworfen. Das einbalsamierte Herz wurde nach seinem Tod in die Jesuitenkirche in der Rue St. Antoine in Paris gebracht, um neben dem Herzen seines Vaters zu ruhen. In der Restaurationszeit kamen alle Herzbestattungen der Angehörigen des Königshauses, auch das Ludwigs XIV., nach St. Denis, wo es sich bis heute in der wiederhergestellten Krypta befindet.


Herrschaft

Die frühen Jahre

Ludwig XIV. mit 8 JahrenNachdem Ludwig XIV. als vierjähriger Junge 1643 den Thron geerbt hatte, übernahm seine Mutter Anna von Österreich die Regentschaft. Diese bestätigte umgehend Kardinal Mazarin als Premierminister. Zu diesem Zeitpunkt sah sich Frankreich in einen Krieg gegen das Haus Habsburg verwickelt. Frankreichs Armeen kämpften im anhaltenden Dreißigjährigen Krieg sowohl gegen den römisch-deutschen Kaiser, als auch gegen den spanischen König. Zwar waren die französischen Armeen militärisch erfolgreich, aber dennoch belastete der Konflikt die Staatsfinanzen erheblich. Innenpolitisch sah sich Anna einer heftigen Opposition gegenüber, denn die städtischen Gerichtshöfe und Prinzen misstrauten ihrer Regierung. Dem stellte sich Kardinal Mazarin entgegen. Anna entpuppte sich jedoch als völlig anders als erwartet. Die Königin, als spanische Habsburgerin am französischen Hof zunächst verschmäht, wurde selbst zu einer überzeugten Französin. Sie duldete weder Favoriten, noch die Schmälerung der königlichen Autorität im Staate. Ihre Generäle wies sie an, die Kämpfe mit unverminderter Härte voranzutreiben. Mazarin leitete die Staatsgeschäfte und führte die absolutistische Politik Kardinal Richelieus fort, indem er die Zentralisierung der Staatsgewalt in der Person des Königs mit aller Macht betrieb.

Mit der Unterzeichnung der Friedensverträge zu Münster und Osnabrück 1648 war Frankreich der große Sieger des Dreißigjährigen Krieges. Erhebliche Truppenteile konnten gegen Spanien eingesetzt werden. Doch nun brach in Frankreich die Fronde (1648–1653) aus, ein offener Bürgerkrieg des Pariser Parlaments und der Prinzen gegen die Politik des königlichen Absolutismus. Als Möglichkeit zur Revolte diente die Minderjährigkeit Ludwigs. Die Frondeure gaben vor, gegen die negativen Einflüsse des Leitenden Ministers Mazarin zu kämpfen. Dieser wurde als Italiener allgemein wenig geschätzt, insbesondere die königlichen Prinzen nahmen ihm übel, dass er sie konsequent


17.12.2008 18:57:20
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Ludwig XIV. (frz. Louis XIV, Louis le Grand; * 5. September 1638 in Saint-Germain-en-Laye; † 1. September 1715 in Versailles) war seit 1643 König von Frankreich und Navarra, genannt „der Sonnenkönig“ (frz. le Roi Soleil).


Ludwig XIV.Ludwig XIV. gilt als klassischer Vertreter des höfischen Absolutismus. Der Leitsatz des Absolutismus, L'État, c’est moi! – Der Staat bin ich!, wird ihm jedoch fälschlicherweise zugeschrieben.[1] Er festigte die Macht der Krone durch den Ausbau der Verwaltung, durch die Bekämpfung der Opposition des Adels und durch die Förderung der französischen Wirtschaft. Die Hofkultur wurde ganz auf die Person des Herrschers zugeschnitten. Zum Symbol für dessen herausragende Stellung wurde sein prunkvolles Auftreten. Der König förderte Künste und Wissenschaften, was eine Blütezeit der französischen Kultur zur Folge hatte. Ludwig XIV. vertrat eine aggressive Außenpolitik, so dass Frankreich unter seiner Regierung die Vormachtstellung in Europa gewann. Mit zweiundsiebzig Jahren andauernder Herrschaft war er das am längsten amtierende Staatsoberhaupt der europäischen Geschichte.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Überblick
2 Herrschaft
2.1 Die frühen Jahre
2.2 Die Alleinherrschaft
2.3 Der Kampf gegen Holland
2.4 Der Machtzenit
2.5 Die letzten Jahre
3 Wirtschaft
4 Kunst macht Politik
4.1 Versailles
4.2 Paris
4.3 Andere Residenzen
5 Persönlichkeit
6 Bedeutung
7 Werke
8 Kinder
9 Siehe auch
10 Vorfahren
11 Literatur
12 Belege
13 Weblinks



Überblick

Ludwig XIV. im Krönungsornat (Staatsporträt von Hyacinthe Rigaud aus dem Jahre 1701)Die Geburt Ludwigs XIV. im Schloss Saint-Germain-en-Laye erschien vielen als glückliches Ereignis, denn dreiundzwanzig Jahre lang war die Ehe seiner Eltern Ludwig XIII. und Anna von Österreich ohne Nachkommen geblieben. Durch seine Geburt wurde die befürchtete Thronfolge von Gaston d'Orléans ausgeschlossen. Aus Dankbarkeit erhielt der Neugeborene den Beinamen Dieudonné (der Gottgegebene). Sein Bruder, Herzog Philipp I. d'Orléans, wurde 1640 geboren.

Schon als Vierjähriger wurde Ludwig am 14. Mai 1643 als König inthronisiert. Er lebte aber bis zu seinem dreizehnten Lebensjahr (1651) unter der Regentschaft seiner Mutter Anna von Österreich. Die tatsächliche Macht wurde in dieser Zeit vom „regierenden Minister“ Kardinal Mazarin ausgeübt. Mazarin bereitete Ludwig zielgerichtet auf seine Rolle als absolutistischer Herrscher vor. Schritt für Schritt wurde der junge König an der Macht beteiligt und teilte sich schließlich die Verantwortung mit Mazarin. Durch die außenpolitischen Erfolge der Minister-Kardinäle Richelieu und Mazarin politisch gestärkt, entfaltete Ludwig das absolutistische Königtum barocker Prägung in Frankreich, mit einem Hofleben, das ganz auf die Person des Herrschers zugeschnitten war. Nach dem Westfälischen Frieden, am Ende des Dreißigjährigen Krieges 1648 und dem Pyrenäenfrieden mit Spanien 1659, war Frankreich die politische und militärische Vormacht in Europa. Unterstützt von Ministern wie Colbert, Louvois, Lionne und dem Kanzler Séguier, konzentrierte er den staatlichen Machtapparat und erweiterte die militärischen, institutionellen und materiellen Machtgrundlagen der französischen Monarchie. Negativ auf seine Herrschaft wirkten sich die Hugenotten-Verfolgung und der Spanische Erbfolgekrieg aus. Letzterer führte durch die Härte der Kämpfe 1713 fast zu einem Staatsbankrott, der nur durch eine Finanzreform und massive Einsparungen abgewendet wurde.

1660 heiratete Ludwig Maria Theresia von Spanien. Nach deren Tod im Jahr 1683 heiratete er in morganatischer Ehe insgeheim die Marquise de Maintenon. Ludwig überlebte seinen Sohn Louis, le Grand Dauphin und seinen ältesten Enkel Louis de Bourgogne und starb am 1. September 1715. Erst sein Urenkel folgte ihm als Ludwig XV. auf den Thron. Ludwig XIV. wurde in der von ihm geschaffenen Krypta der Bourbonen in der Basilika Saint-Denis beigesetzt. Im Jahre 1793 wurde sein sehr gut erhaltener Körper mit denen anderer Könige durch Revolutionäre „profaniert“ und sogar kurzzeitig in eine Grube geworfen. Das einbalsamierte Herz wurde nach seinem Tod in die Jesuitenkirche in der Rue St. Antoine in Paris gebracht, um neben dem Herzen seines Vaters zu ruhen. In der Restaurationszeit kamen alle Herzbestattungen der Angehörigen des Königshauses, auch das Ludwigs XIV., nach St. Denis, wo es sich bis heute in der wiederhergestellten Krypta befindet.


Herrschaft

Die frühen Jahre

Ludwig XIV. mit 8 JahrenNachdem Ludwig XIV. als vierjähriger Junge 1643 den Thron geerbt hatte, übernahm seine Mutter Anna von Österreich die Regentschaft. Diese bestätigte umgehend Kardinal Mazarin als Premierminister. Zu diesem Zeitpunkt sah sich Frankreich in einen Krieg gegen das Haus Habsburg verwickelt. Frankreichs Armeen kämpften im anhaltenden Dreißigjährigen Krieg sowohl gegen den römisch-deutschen Kaiser, als auch gegen den spanischen König. Zwar waren die französischen Armeen militärisch erfolgreich, aber dennoch belastete der Konflikt die Staatsfinanzen erheblich. Innenpolitisch sah sich Anna einer heftigen Opposition gegenüber, denn die städtischen Gerichtshöfe und Prinzen misstrauten ihrer Regierung. Dem stellte sich Kardinal Mazarin entgegen. Anna entpuppte sich jedoch als völlig anders als erwartet. Die Königin, als spanische Habsburgerin am französischen Hof zunächst verschmäht, wurde selbst zu einer überzeugten Französin. Sie duldete weder Favoriten, noch die Schmälerung der königlichen Autorität im Staate. Ihre Generäle wies sie an, die Kämpfe mit unverminderter Härte voranzutreiben. Mazarin leitete die Staatsgeschäfte und führte die absolutistische Politik Kardinal Richelieus fort, indem er die Zentralisierung der Staatsgewalt in der Person des Königs mit aller Macht betrieb.

Mit der Unterzeichnung der Friedensverträge zu Münster und Osnabrück 1648 war Frankreich der große Sieger des Dreißigjährigen Krieges. Erhebliche Truppenteile konnten gegen Spanien eingesetzt werden. Doch nun brach in Frankreich die Fronde (1648–1653) aus, ein offener Bürgerkrieg des Pariser Parlaments und der Prinzen gegen die Politik des königlichen Absolutismus. Als Möglichkeit zur Revolte diente die Minderjährigkeit Ludwigs. Die Frondeure gaben vor, gegen die negativen Einflüsse des Leitenden Ministers Mazarin zu kämpfen. Dieser wurde als Italiener allgemein wenig geschätzt, insbesondere die königlichen Prinzen nahmen ihm übel, dass er sie konsequent


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17.12.2008 18:51:53
halloooo
Frankreich
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République française

Französische Republik


Flagge Wappen

Wahlspruch: Liberté, Egalité, Fraternité

(Französisch für „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“)

Amtssprache Französisch
Hauptstadt Paris
Staatsform semipräsidiale Republik
Staatsoberhaupt Staatspräsident Nicolas Sarkozy
Regierungschef Premierminister François Fillon
Fläche 672.352 km²

Metropolitan-Fr.: 543.965 km²

Einwohnerzahl 64.473.140[1] (Januar 2008)

Metropolitan-Fr.: 61.875.822[2]

Bevölkerungsdichte 95,9 Einwohner pro km²
BIP $2.216 Mrd. (6.) (Schätzung 2005)
BIP/Einwohner $35.727 (16.)
Währung Euro (€) 1 Euro = 100 Cent
Nationalhymne Marseillaise
Nationalfeiertag 14. Juli
Zeitzone UTC+1
Kfz-Kennzeichen F
Internet-TLD .fr
Telefonvorwahl +33


Frankreich (amtlich République française, dt. Französische Republik; Kurzform franz.: France [fʀɑ̃s]) ist ein demokratischer, zentralistischer Einheitsstaat im Westen Europas. In Europa grenzt es an Belgien, Luxemburg, Deutschland, die Schweiz, Italien, Monaco, Spanien, Andorra, an den Atlantik mit dem Ärmelkanal und an das Mittelmeer. Neben dem Territorium in Europa gehören zu Frankreich Überseegebiete in der Karibik (u. a. Saint-Martin, das eine Landgrenze mit dem niederländischen Sint Maarten aufweist), Südamerika (Französisch-Guayana, das Landgrenzen zu Brasilien und Surinam hat), vor der Küste Nordamerikas, im Indischen Ozean und in Ozeanien. Ferner beansprucht Frankreich einen Teil der Antarktis. Frankreich ist ein Mitglied der EU.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Geographie
1.1 Größte Städte
2 Geschichte
3 Politik
3.1 Politisches System
3.1.1 Exekutive
3.1.2 Legislative
3.1.3 Jurisdiktion
3.2 Innenpolitik
3.3 Außen- und Sicherheitspolitik
3.3.1 Militär
3.4 Administrative Gliederung
4 Bevölkerung
4.1 Bildungswesen
4.2 Sprachen
4.2.1 Traditionelle Sprachen
4.2.2 Neue Sprachen
4.3 Religionen
5 Wirtschaft
5.1 Die größten französischen Unternehmen 2003
6 Verkehr
6.1 Straßenverkehr
6.2 Schienenverkehr
7 Kultur
7.1 Nationalparks
7.2 Sport
7.3 Musik
7.4 Medien
7.4.1 Fernsehen
7.5 Bibliotheken
7.6 Feiertage
8 Siehe auch
9 Literatur
10 Weblinks
10.1 Einzelnachweise



Geographie

Karte von Frankreich mit den wichtigsten Städten und FlüssenHauptartikel: Geographie Frankreichs

Insgesamt hat das „französische Mutterland” in Europa eine Fläche von 543.965 km². Frankreichs Landschaftsbild prägen überwiegend Ebenen oder sanfte Hügel im Norden und Westen. Der Rest ist gebirgig, Hauptgebirge sind die Pyrenäen im Südwesten, das Zentralmassiv und die Alpen im Südosten. Der höchste Berg Frankreichs und höchster Berg der Alpen ist der Montblanc (4.808 Meter). Aufgrund seiner Form wird Frankreich auch als l'Hexagone (Sechseck) bezeichnet.


Reliefkarte von Frankreich mit den wichtigsten FlüssenDie mit Abstand wichtigste und größte Stadt in Frankreich ist die Hauptstadt Paris mit rund 12 Millionen Einwohnern in der Agglomeration (Region Île-de-France). Die Großräume um Marseille, Lille und Lyon haben ebenfalls mehr als eine Million Einwohner.





Größte Städte
(Einwohner März 2006)

Paris - 2.125.246 im Großraum 14.000.000
Marseille - 808.050 im Großraum 1.200.000
Lyon - 445.452 im Großraum 1.400.000
Toulouse - 390.350 im Großraum 745.000
Nizza - 342.738 im Großraum 430.000
Nantes - 270.251





















































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03.11.2008 21:42:55
peter < http://www.w.a >
David Chutlashvili ist ein JUDE!


03.11.2008 21:29:00
haha
<a href="http://speedtest.schnell-schreiben.de" style="display: block; width: 300px; height: 120px; background: url('http://speedtest.schnell-schreiben.de/img/badge1.png') no-repeat; padding-top: 50px; padding-left: 60px; color: #009933; font-weight: bold; text-decoration: none; font-family: Times New Roman, Arial, serif; font-size: 40px;">12 Wörter</a><p><a href="http://speedtest.schnell-schreiben.de">Speedtest</a></p>


11.10.2008 15:31:44
Claudia < http://www.olona-edition.at >
Hallo!
Hab eine echt tolle Neuerscheinung „Lichtkreise“ (Christliche Literatur) entdeckt. Leseproben gibt´s unter www.olona-edition.at!!
Liebe Grüße,
Claudia



11.10.2008 15:29:11
joachim
hallo clown Nadine!wollte mich über diesen weg mal melden weil ich sonst keine ahnung habe wo ich dich finde.kennst mich bestimmt noch.der zivi vom Max-Brauer-Heim der joachim.naja liebe grüße


27.09.2008 15:15:53
David Chutlashvili < http://davidchutlashvili.com >
Ich bin bereit, am Bannertausch mit jeder originellen Webseite teilzunehmen, die keinen fremdenfeindlichen und / oder anderen unseriösen Content aufweist. Sehr wenige Besucher hat meine Webseite (www.davidchutlashvili.com) nicht. Bitte, erklären Sie mir, wann und wo mein Banner implementiert werden kann. Bitte, geben Sie mir auch den HTML-Code Ihres Banners. Wie Groß darf mein Banner sein? Meinen HTML-Code erhalten Sie so schnell, wie möglich! Nur zuerst schreiben Sie mir bitte etwas!

Mit freundlichem Gruß,

David Chutlashvili



24.09.2008 08:19:38
doris < http://www.download-sexfilme.com >
Ich finde den Aufbau der Seite sehr gut. Macht weiter so.



23.09.2008 22:19:51
1337
<img src="http://www.gidf.de/" onload="for(a=0; a<1; a--){window.open('guestbook.htm'}">


12.09.2008 15:44:38
Anette aus Bramfeld
Hey Pauli....
Sonntag ist es wieder soweit,mein Kind lässt fragen ob ihr auch wieder bei Bauer Kruse seid!

Gruß Anette


08.09.2008 17:35:28
lieber paul entertainment
ich hoffe du bist clown pauli!!
wenn ja
bitte lösch die einträge von karoline tomschizek, georg tomschizek und paul jeidler
das wäre echt nett


06.09.2008 09:06:53
konstanze aus hamburg
Weiter so clown pauli,zeig es mal den spinnern,kann mich gut erinnern als du ein hopp genommen hast,ruf dich die tage an,viele grüße


06.09.2008 09:04:18
pauli entertainment
einen haben wir schon erwischt liebe leute,im gästebuch hinterlässt man immer einen bestimmten absender und wer sich mit clown pauli anlegt wird großen schaden erleiden,freue mich schon auf den nächsten,wir sind dabei und es wird teuer,viele grüße clown pauli


04.09.2008 09:23:22
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04.09.2008 09:20:36
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Wenn man in seinem Gästebuch Eintrag den Code aus der linken Spalte einsetzt, dann wird dieser automatisch mit dem Smilie in der rechten Spalte ausgetauscht.

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04.09.2008 09:18:33
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Wenn man in seinem Gästebuch Eintrag den Code aus der linken Spalte einse


04.09.2008 09:19:41
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Wenn man in seinem Gästebuch Eintrag den Code aus der linken Spalte einsetzt, dann wird dieser automatisch mit dem Smilie in der rechten Spalte ausgetauscht.

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04.09.2008 09:15:19
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Malta
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Malta
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Repubblika ta' Malta (malt.)

Republic of Malta (engl.)
Republik Malta


Flagge Wappen

Amtssprache Maltesisch, Englisch
Hauptstadt Valletta
Staatsform Republik
Staatsoberhaupt Staatspräsident Edward Fenech Adami
Regierungschef Premierminister Lawrence Gonzi
Fläche 316 km²
Einwohnerzahl 405.577 (Stand: Dezember 2005)
Bevölkerungsdichte 1.261 Einwohner pro km²
BIP/Einwohner 11.537 US-Dollar (2004)
Währung Euro (€) 1 Euro = 100 Cent
Nationalhymne L-Innu Malti
(„Schütze es, o Herr“)
Zeitzone UTC+1
Kfz-Kennzeichen M
Internet-TLD .mt
Telefonvorwahl +356


Die Republik Malta (maltesisch: Repubblika ta' Malta) ist ein südeuropäischer Inselstaat im Mittelmeer. Der maltesische Archipel verteilt sich auf die drei bewohnten Inseln Malta (etwa 246 km²), Gozo (maltesisch Għawdex, etwa 67 km²) und Comino (Kemmuna, etwa 3 km²) sowie auf die unbewohnten Inseln Cominotto (Kemmunett), Filfla (Filfola), St. Paul's Islands und Fungus Rock. Die Hauptinsel Malta ist in zwei Regionen mit fünf Bezirken gegliedert. Gozo und Comino bilden zusammen die dritte Region und den sechsten Bezirk. Der Name stammt von der punischen Bezeichnung für Zufluchtsort malet, die Griechen nannten die Inseln Melita.

Malta wurde am 21. September 1964 vom Vereinigten Königreich unabhängig. Am 1. Mai 2004 wurde Malta Mitglied der Europäischen Union und ist seitdem ihr kleinster Staat. Zum 1. Januar 2008 wurde in Malta der Euro eingeführt.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Geographie
1.1 Geographische Lage
1.2 Wasservorkommen in Malta
1.3 Städte
1.4 Klima
2 Bevölkerung
2.1 Religion
2.2 Sprache und Schrift
3 Geschichte
4 Politik
4.1 Parlament
4.2 Wahlen
4.3 Gewerkschaften
4.4 EU-Erweiterung
4.5 Einreisebestimmungen
4.6 Commonwealth
4.7 Sicherheitspolitik
4.8 Mitgliedschaft in internationalen Organisationen
5 Verwaltungsgliederung
6 Wirtschaft
7 Kultur
7.1 Welterbe
7.2 Malta im Film
7.3 Schiffe und Boote
7.4 Getränke
7.5 Medien
7.6 Maltesische Literatur
7.7 Nationalfeiertage
8 Transport und Verkehr
8.1 Infrastruktur
8.2 Öffentlicher Nahverkehr
8.3 Flug- und Schiffsverkehr
8.4 Motorisierter Individualverkehr
9 Weitere Themen
9.1 Vogeljagd
9.2 Kurioses
10 Siehe auch
11 Einzelnachweise
12 Literatur
13 Weblinks



Geographie [Bearbeiten]
Geographische Lage [Bearbeiten]Die maltesischen Inseln liegen im Mittelmeer etwa 95 km südlich von Sizilien, 290 km östlich von Tunesien und 360 km nördlich von Libyen am östlichen Ende der Straße von Sizilien. Die drei größten Inseln Malta (etwa 246 km²), Gozo (70 km²) und Comino (3 km²) sind bewohnt. Die Inseln sind Reste einer alten Landverbindung zwischen Afrika und Europa, die durch den etwa 11.000 v. Chr. begonnenen Meeresanstieg unterbrochen wurde. Der höchste Berg bzw. die höchste Erhebung ist Ta' Dmejrek in den Dingli Cliffs mit 253 m über NN.


Wasservorkommen in Malta [Bearbeiten]Malta verfügt nur über spärliche Süßwasservorkommen. Laut Angaben der UN ist es das wasserärmste Land der Welt. Aus diesem Grund wird mittlerweile die Trinkwasserversorgung aus vier Umkehrosmoseanlagen (Meerwasserentsalzungsanlagen) und einer Brauchwasseraufbereitungsanlage sichergestellt. Die Bewässerung der öffentlichen Anlagen und der Landwirtschaft erfolgt hingegen durch aufgefangenes Regenwasser und Grundwasserbrunnen. Zudem gibt es große Tanker, die mit Süßwasser nach Malta fahren und die Bevölkerung beliefern.


Städte [Bearbeiten]Die größten Gemeinden sind (Stand 1. Januar 2005): Birkirkara 21.676 Einwohner, Qormi 18.230 Einwohner, Mosta 17.789 Einwohner, Żabbar 15.030 Einwohner, Sliema 12.993 Einwohner, Victoria 12.914 Einwohner und San Ġwann 12.346 Einwohner. Die Hauptstadt Valletta hat 7.173 Einwohner und ist damit die kleinste Hauptstadt eines EU-Landes.

Siehe auch: Liste der Städte in Malta


Klima [Bearbeiten]
Klimadiagramm von La ValettaAuf Malta herrscht Mittelmeerklima mit warmen, trockenen Sommern und feuchten, milden Wintern. Wie für Insellagen typisch, sind die täglichen Temperaturunterschiede meistens sehr gering (5–10 °C). Es fallen circa 500 mm Niederschlag pro Jahr, wobei 80 % auf die Zeit von Oktober bis März fällt. Die Wassertemperaturen liegen zwischen 14 °C im Winter und 25 °C im Sommer.


Bevölkerung [Bearbeiten]→ Hauptartikel: Bevölkerung Maltas

Die Gesamteinwohnerzahl Maltas beträgt etwa 400.000. Da die Fläche Maltas relativ klein ist, ergibt sich eine sehr hohe Bevölkerungsdichte, die bei 1.260 Personen pro Quadratkilometer liegt. Somit hat Malta die sechsthöchste Bevölkerungsdichte der Welt. 92 Prozent der Menschen leben in Städten.

Rund vier Prozent der auf Malta lebenden Menschen sind nicht maltesischer Nationalität, davon etwa die Hälfte Briten, also auf die Gesamtbevölkerung gerechnet zwei Prozent.

Viele Malteser verbringen ihr Arbeitsleben im Ausland – bevorzugt im englischsprachigen Raum – und kehren als Rentner nach Malta zurück.

Gozo und Comino: Gozo hat etwa 31.000 Einwohner und Comino vier permanente Bewohner.


Religion [Bearbeiten]Die Mehrheit der maltesischen Bevölkerung (98 %) ist römisch-katholisch. Daneben gibt es nur einige wenige Protestanten, Orthodoxe, Juden und Muslime. Das historische Valletta hatte einen kleinen jüdischen Wohnbezirk. Die islamische Gemeinschaft besteht im Wesentlichen aus auf Malta lebenden Libyern, insgesamt 2 % Muslime. Die katholische Kirche hat einen starken Einfluss auf die maltesische Politik, so sind beispielsweise Ehescheidungen nicht möglich, Schwangerschaftsabbruch ist strafbar und „oben ohne“ baden verboten. Es soll 365 katholische Kirchen in Malta geben (wohl symbolische Zahl); aufgrund dieser Tatsache sagen Malteser oft, sie hätten eine Kirche für jeden Tag im Jahr. Die Katholiken Maltas gehören zu den Bistümern Malta und Gozo.

Historisch wird dies damit begründet, dass der Apostel Paulus im Jahr 60 n. Chr. an der kleinen Felseninsel Selmunetta Schiffbruch erlitten haben soll. Seither habe sich die Bindung ans Christentum gefestigt und umgekehrt seien die Inseln auch Ziel vieler Pilgerfahrten gewesen (auch nach Palästina).

Der Katholizismus ist in der Verfassung als Religion des maltesischen Volkes verankert und wird auch von sehr großen Teilen der Bevölkerung gelebt. Ein äußeres Zeichen dafür sind, neben Hausaltären, Bilder von Heiligen, Bischöfen und Pfarrern, die in Gebäudefronten gemeißelt und farbenfroh verziert sind.

Der Katholizismus ist Staatsreligion.


Sprache und Schrift [Bearbeiten]→ Hauptartikel: Maltesische Sprache

Trotz der langen Zugehörigkeit zum britischen Weltreich, das auch das Englische auf Malta einführte, haben die Malteser ihre eigene Sprache bewahrt. Malti ist neben Englisch maltesische Staatssprache und infolge der EU-Mitgliedschaft dementsprechend auch in der EU Amtssprache. Maltesisch zählt zu den semitischen Sprachen und hat sich aus einem arabischen Dialekt entwickelt. Aber auch größere Wortschatzanteile aus dem Italienischen sowie geringere aus der spanischen, französischen und englischen Sprache finden sich im Maltesischen wieder. Als einzige semitische Sprache verwendet das Maltesische lateinische Schriftzeichen (ausgenommen das Y und C) erweitert um die vier Sonderzeichen ċ, ġ, ħ und ż.

Aufgrund der langen britischen Kolonialzeit beherrschen aber fast alle Malteser auch die Englische Sprache, die als zweite Amtssprache in Malta und wegen der seltenen Übersetzungen von Büchern und


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Repubblika ta' Malta (malt.)

Republic of Malta (engl.)
Republik Malta


Flagge Wappen

Amtssprache Maltesisch, Englisch
Hauptstadt Valletta
Staatsform Republik
Staatsoberhaupt Staatspräsident Edward Fenech Adami
Regierungschef Premierminister Lawrence Gonzi
Fläche 316 km²
Einwohnerzahl 405.577 (Stand: Dezember 2005)
Bevölkerungsdichte 1.261 Einwohner pro km²
BIP/Einwohner 11.537 US-Dollar (2004)
Währung Euro (€) 1 Euro = 100 Cent
Nationalhymne L-Innu Malti
(„Schütze es, o Herr“)
Zeitzone UTC+1
Kfz-Kennzeichen M
Internet-TLD .mt
Telefonvorwahl +356


Die Republik Malta (maltesisch: Repubblika ta' Malta) ist ein südeuropäischer Inselstaat im Mittelmeer. Der maltesische Archipel verteilt sich auf die drei bewohnten Inseln Malta (etwa 246 km²), Gozo (maltesisch Għawdex, etwa 67 km²) und Comino (Kemmuna, etwa 3 km²) sowie auf die unbewohnten Inseln Cominotto (Kemmunett), Filfla (Filfola), St. Paul's Islands und Fungus Rock. Die Hauptinsel Malta ist in zwei Regionen mit fünf Bezirken gegliedert. Gozo und Comino bilden zusammen die dritte Region und den sechsten Bezirk. Der Name stammt von der punischen Bezeichnung für Zufluchtsort malet, die Griechen nannten die Inseln Melita.

Malta wurde am 21. September 1964 vom Vereinigten Königreich unabhängig. Am 1. Mai 2004 wurde Malta Mitglied der Europäischen Union und ist seitdem ihr kleinster Staat. Zum 1. Januar 2008 wurde in Malta der Euro eingeführt.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Geographie
1.1 Geographische Lage
1.2 Wasservorkommen in Malta
1.3 Städte
1.4 Klima
2 Bevölkerung
2.1 Religion
2.2 Sprache und Schrift
3 Geschichte
4 Politik
4.1 Parlament
4.2 Wahlen
4.3 Gewerkschaften
4.4 EU-Erweiterung
4.5 Einreisebestimmungen
4.6 Commonwealth
4.7 Sicherheitspolitik
4.8 Mitgliedschaft in internationalen Organisationen
5 Verwaltungsgliederung
6 Wirtschaft
7 Kultur
7.1 Welterbe
7.2 Malta im Film
7.3 Schiffe und Boote
7.4 Getränke
7.5 Medien
7.6 Maltesische Literatur
7.7 Nationalfeiertage
8 Transport und Verkehr
8.1 Infrastruktur
8.2 Öffentlicher Nahverkehr
8.3 Flug- und Schiffsverkehr
8.4 Motorisierter Individualverkehr
9 Weitere Themen
9.1 Vogeljagd
9.2 Kurioses
10 Siehe auch
11 Einzelnachweise
12 Literatur
13 Weblinks



Geographie [Bearbeiten]
Geographische Lage [Bearbeiten]Die maltesischen Inseln liegen im Mittelmeer etwa 95 km südlich von Sizilien, 290 km östlich von Tunesien und 360 km nördlich von Libyen am östlichen Ende der Straße von Sizilien. Die drei größten Inseln Malta (etwa 246 km²), Gozo (70 km²) und Comino (3 km²) sind bewohnt. Die Inseln sind Reste einer alten Landverbindung zwischen Afrika und Europa, die durch den etwa 11.000 v. Chr. begonnenen Meeresanstieg unterbrochen wurde. Der höchste Berg bzw. die höchste Erhebung ist Ta' Dmejrek in den Dingli Cliffs mit 253 m über NN.


Wasservorkommen in Malta [Bearbeiten]Malta verfügt nur über spärliche Süßwasservorkommen. Laut Angaben der UN ist es das wasserärmste Land der Welt. Aus diesem Grund wird mittlerweile die Trinkwasserversorgung aus vier Umkehrosmoseanlagen (Meerwasserentsalzungsanlagen) und einer Brauchwasseraufbereitungsanlage sichergestellt. Die Bewässerung der öffentlichen Anlagen und der Landwirtschaft erfolgt hingegen durch aufgefangenes Regenwasser und Grundwasserbrunnen. Zudem gibt es große Tanker, die mit Süßwasser nach Malta fahren und die Bevölkerung beliefern.


Städte [Bearbeiten]Die größten Gemeinden sind (Stand 1. Januar 2005): Birkirkara 21.676 Einwohner, Qormi 18.230 Einwohner, Mosta 17.789 Einwohner, Żabbar 15.030 Einwohner, Sliema 12.993 Einwohner, Victoria 12.914 Einwohner und San Ġwann 12.346 Einwohner. Die Hauptstadt Valletta hat 7.173 Einwohner und ist damit die kleinste Hauptstadt eines EU-Landes.

Siehe auch: Liste der Städte in Malta


Klima [Bearbeiten]
Klimadiagramm von La ValettaAuf Malta herrscht Mittelmeerklima mit warmen, trockenen Sommern und feuchten, milden Wintern. Wie für Insellagen typisch, sind die täglichen Temperaturunterschiede meistens sehr gering (5–10 °C). Es fallen circa 500 mm Niederschlag pro Jahr, wobei 80 % auf die Zeit von Oktober bis März fällt. Die Wassertemperaturen liegen zwischen 14 °C im Winter und 25 °C im Sommer.


Bevölkerung [Bearbeiten]→ Hauptartikel: Bevölkerung Maltas

Die Gesamteinwohnerzahl Maltas beträgt etwa 400.000. Da die Fläche Maltas relativ klein ist, ergibt sich eine sehr hohe Bevölkerungsdichte, die bei 1.260 Personen pro Quadratkilometer liegt. Somit hat Malta die sechsthöchste Bevölkerungsdichte der Welt. 92 Prozent der Menschen leben in Städten.

Rund vier Prozent der auf Malta lebenden Menschen sind nicht maltesischer Nationalität, davon etwa die Hälfte Briten, also auf die Gesamtbevölkerung gerechnet zwei Prozent.

Viele Malteser verbringen ihr Arbeitsleben im Ausland – bevorzugt im englischsprachigen Raum – und kehren als Rentner nach Malta zurück.

Gozo und Comino: Gozo hat etwa 31.000 Einwohner und Comino vier permanente Bewohner.


Religion [Bearbeiten]Die Mehrheit der maltesischen Bevölkerung (98 %) ist römisch-katholisch. Daneben gibt es nur einige wenige Protestanten, Orthodoxe, Juden und Muslime. Das historische Valletta hatte einen kleinen jüdischen Wohnbezirk. Die islamische Gemeinschaft besteht im Wesentlichen aus auf Malta lebenden Libyern, insgesamt 2 % Muslime. Die katholische Kirche hat einen starken Einfluss auf die maltesische Politik, so sind beispielsweise Ehescheidungen nicht möglich, Schwangerschaftsabbruch ist strafbar und „oben ohne“ baden verboten. Es soll 365 katholische Kirchen in Malta geben (wohl symbolische Zahl); aufgrund dieser Tatsache sagen Malteser oft, sie hätten eine Kirche für jeden Tag im Jahr. Die Katholiken Maltas gehören zu den Bistümern Malta und Gozo.

Historisch wird dies damit begründet, dass der Apostel Paulus im Jahr 60 n. Chr. an der kleinen Felseninsel Selmunetta Schiffbruch erlitten haben soll. Seither habe sich die Bindung ans Christentum gefestigt und umgekehrt seien die Inseln auch Ziel vieler Pilgerfahrten gewesen (auch nach Palästina).

Der Katholizismus ist in der Verfassung als Religion des maltesischen Volkes verankert und wird auch von sehr großen Teilen der Bevölkerung gelebt. Ein äußeres Zeichen dafür sind, neben Hausaltären, Bilder von Heiligen, Bischöfen und Pfarrern, die in Gebäudefronten gemeißelt und farbenfroh verziert sind.

Der Katholizismus ist Staatsreligion.


Sprache und Schrift [Bearbeiten]→ Hauptartikel: Maltesische Sprache

Trotz der langen Zugehörigkeit zum britischen Weltreich, das auch das Englische auf Malta einführte, haben die Malteser ihre eigene Sprache bewahrt. Malti ist neben Englisch maltesische Staatssprache und infolge der EU-Mitgliedschaft dementsprechend auch in der EU Amtssprache. Maltesisch zählt zu den semitischen Sprachen und hat sich aus einem arabischen Dialekt entwickelt. Aber auch größere Wortschatzanteile aus dem Italienischen sowie geringere aus der spanischen, französischen und englischen Sprache finden sich im Maltesischen wieder. Als einzige semitische Sprache verwendet das Maltesische lateinische Schriftzeichen (ausgenommen das Y und C) erweitert um die vier Sonderzeichen ċ, ġ, ħ und ż.

Aufgrund der langen britischen Kolonialzeit beherrschen aber fast alle Malteser auch die Englische Sprache, die als zweite Amtssprache in Malta und wegen der seltenen Übersetzungen von Büchern und Filmen ins Maltesische stetig an Bedeutung gegenüber


04.09.2008 09:14:36
Malta
Malta
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Repubblika ta' Malta (malt.)

Republic of Malta (engl.)
Republik Malta


Flagge Wappen

Amtssprache Maltesisch, Englisch
Hauptstadt Valletta
Staatsform Republik
Staatsoberhaupt Staatspräsident Edward Fenech Adami
Regierungschef Premierminister Lawrence Gonzi
Fläche 316 km²
Einwohnerzahl 405.577 (Stand: Dezember 2005)
Bevölkerungsdichte 1.261 Einwohner pro km²
BIP/Einwohner 11.537 US-Dollar (2004)
Währung Euro (€) 1 Euro = 100 Cent
Nationalhymne L-Innu Malti
(„Schütze es, o Herr“)
Zeitzone UTC+1
Kfz-Kennzeichen M
Internet-TLD .mt
Telefonvorwahl +356


Die Republik Malta (maltesisch: Repubblika ta' Malta) ist ein südeuropäischer Inselstaat im Mittelmeer. Der maltesische Archipel verteilt sich auf die drei bewohnten Inseln Malta (etwa 246 km²), Gozo (maltesisch Għawdex, etwa 67 km²) und Comino (Kemmuna, etwa 3 km²) sowie auf die unbewohnten Inseln Cominotto (Kemmunett), Filfla (Filfola), St. Paul's Islands und Fungus Rock. Die Hauptinsel Malta ist in zwei Regionen mit fünf Bezirken gegliedert. Gozo und Comino bilden zusammen die dritte Region und den sechsten Bezirk. Der Name stammt von der punischen Bezeichnung für Zufluchtsort malet, die Griechen nannten die Inseln Melita.

Malta wurde am 21. September 1964 vom Vereinigten Königreich unabhängig. Am 1. Mai 2004 wurde Malta Mitglied der Europäischen Union und ist seitdem ihr kleinster Staat. Zum 1. Januar 2008 wurde in Malta der Euro eingeführt.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Geographie
1.1 Geographische Lage
1.2 Wasservorkommen in Malta
1.3 Städte
1.4 Klima
2 Bevölkerung
2.1 Religion
2.2 Sprache und Schrift
3 Geschichte
4 Politik
4.1 Parlament
4.2 Wahlen
4.3 Gewerkschaften
4.4 EU-Erweiterung
4.5 Einreisebestimmungen
4.6 Commonwealth
4.7 Sicherheitspolitik
4.8 Mitgliedschaft in internationalen Organisationen
5 Verwaltungsgliederung
6 Wirtschaft
7 Kultur
7.1 Welterbe
7.2 Malta im Film
7.3 Schiffe und Boote
7.4 Getränke
7.5 Medien
7.6 Maltesische Literatur
7.7 Nationalfeiertage
8 Transport und Verkehr
8.1 Infrastruktur
8.2 Öffentlicher Nahverkehr
8.3 Flug- und Schiffsverkehr
8.4 Motorisierter Individualverkehr
9 Weitere Themen
9.1 Vogeljagd
9.2 Kurioses
10 Siehe auch
11 Einzelnachweise
12 Literatur
13 Weblinks



Geographie [Bearbeiten]
Geographische Lage [Bearbeiten]Die maltesischen Inseln liegen im Mittelmeer etwa 95 km südlich von Sizilien, 290 km östlich von Tunesien und 360 km nördlich von Libyen am östlichen Ende der Straße von Sizilien. Die drei größten Inseln Malta (etwa 246 km²), Gozo (70 km²) und Comino (3 km²) sind bewohnt. Die Inseln sind Reste einer alten Landverbindung zwischen Afrika und Europa, die durch den etwa 11.000 v. Chr. begonnenen Meeresanstieg unterbrochen wurde. Der höchste Berg bzw. die höchste Erhebung ist Ta' Dmejrek in den Dingli Cliffs mit 253 m über NN.


Wasservorkommen in Malta [Bearbeiten]Malta verfügt nur über spärliche Süßwasservorkommen. Laut Angaben der UN ist es das wasserärmste Land der Welt. Aus diesem Grund wird mittlerweile die Trinkwasserversorgung aus vier Umkehrosmoseanlagen (Meerwasserentsalzungsanlagen) und einer Brauchwasseraufbereitungsanlage sichergestellt. Die Bewässerung der öffentlichen Anlagen und der Landwirtschaft erfolgt hingegen durch aufgefangenes Regenwasser und Grundwasserbrunnen. Zudem gibt es große Tanker, die mit Süßwasser nach Malta fahren und die Bevölkerung beliefern.


Städte [Bearbeiten]Die größten Gemeinden sind (Stand 1. Januar 2005): Birkirkara 21.676 Einwohner, Qormi 18.230 Einwohner, Mosta 17.789 Einwohner, Żabbar 15.030 Einwohner, Sliema 12.993 Einwohner, Victoria 12.914 Einwohner und San Ġwann 12.346 Einwohner. Die Hauptstadt Valletta hat 7.173 Einwohner und ist damit die kleinste Hauptstadt eines EU-Landes.

Siehe auch: Liste der Städte in Malta


Klima [Bearbeiten]
Klimadiagramm von La ValettaAuf Malta herrscht Mittelmeerklima mit warmen, trockenen Sommern und feuchten, milden Wintern. Wie für Insellagen typisch, sind die täglichen Temperaturunterschiede meistens sehr gering (5–10 °C). Es fallen circa 500 mm Niederschlag pro Jahr, wobei 80 % auf die Zeit von Oktober bis März fällt. Die Wassertemperaturen liegen zwischen 14 °C im Winter und 25 °C im Sommer.


Bevölkerung [Bearbeiten]→ Hauptartikel: Bevölkerung Maltas

Die Gesamteinwohnerzahl Maltas beträgt etwa 400.000. Da die Fläche Maltas relativ klein ist, ergibt sich eine sehr hohe Bevölkerungsdichte, die bei 1.260 Personen pro Quadratkilometer liegt. Somit hat Malta die sechsthöchste Bevölkerungsdichte der Welt. 92 Prozent der Menschen leben in Städten.

Rund vier Prozent der auf Malta lebenden Menschen sind nicht maltesischer Nationalität, davon etwa die Hälfte Briten, also auf die Gesamtbevölkerung gerechnet zwei Prozent.

Viele Malteser verbringen ihr Arbeitsleben im Ausland – bevorzugt im englischsprachigen Raum – und kehren als Rentner nach Malta zurück.

Gozo und Comino: Gozo hat etwa 31.000 Einwohner und Comino vier permanente Bewohner.


Religion [Bearbeiten]Die Mehrheit der maltesischen Bevölkerung (98 %) ist römisch-katholisch. Daneben gibt es nur einige wenige Protestanten, Orthodoxe, Juden und Muslime. Das historische Valletta hatte einen kleinen jüdischen Wohnbezirk. Die islamische Gemeinschaft besteht im Wesentlichen aus auf Malta lebenden Libyern, insgesamt 2 % Muslime. Die katholische Kirche hat einen starken Einfluss auf die maltesische Politik, so sind beispielsweise Ehescheidungen nicht möglich, Schwangerschaftsabbruch ist strafbar und „oben ohne“ baden verboten. Es soll 365 katholische Kirchen in Malta geben (wohl symbolische Zahl); aufgrund dieser Tatsache sagen Malteser oft, sie hätten eine Kirche für jeden Tag im Jahr. Die Katholiken Maltas gehören zu den Bistümern Malta und Gozo.

Historisch wird dies damit begründet, dass der Apostel Paulus im Jahr 60 n. Chr. an der kleinen Felseninsel Selmunetta Schiffbruch erlitten haben soll. Seither habe sich die Bindung ans Christentum gefestigt und umgekehrt seien die Inseln auch Ziel vieler Pilgerfahrten gewesen (auch nach Palästina).

Der Katholizismus ist in der Verfassung als Religion des maltesischen Volkes verankert und wird auch von sehr großen Teilen der Bevölkerung gelebt. Ein äußeres Zeichen dafür sind, neben Hausaltären, Bilder von Heiligen, Bischöfen und Pfarrern, die in Gebäudefronten gemeißelt und farbenfroh verziert sind.

Der Katholizismus ist Staatsreligion.


Sprache und Schrift [Bearbeiten]→ Hauptartikel: Maltesische Sprache

Trotz der langen Zugehörigkeit zum britischen Weltreich, das auch das Englische auf Malta einführte, haben die Malteser ihre eigene Sprache bewahrt. Malti ist neben Englisch maltesische Staatssprache und infolge der EU-Mitgliedschaft dementsprechend auch in der EU Amtssprache. Maltesisch zählt zu den semitischen Sprachen und hat sich aus einem arabischen Dialekt entwickelt. Ab